Offener Brief von Christiane Schmitz-Strempel an die Flensburger Grünen

Moin, Moin an die Grünen des Kreisverbandes Flensburg

Man mag es ja kaum noch wiederholen, aber offensichtlich ist es immer wieder notwendig:

Die Klimaerwärmung ist in vollem Gange! Auch hier bei uns in Flensburg ist die Erderwärmung deutlich zu spüren und zu sehen: Wieder einmal ist der Winter ausgeblieben und viele Pflanzen, die normalerweise erst im April/Mai blühen, stehen jetzt schon kurz vor der Blüte.

Und auch dies ist eine Erkenntnis, die inzwischen allen Menschen in unseren Breitengraden wohlbekannt ist: Viele Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht oder sind schon ausgestorben.

Und da gibt es nun in Flensburg einen innerstädtischen Wald, ein Juwel, das nach den Aussagen vieler Fachleute einzigartig ist: den Flensburger Bahnhofwald.  Hier leben vier streng geschützte Fledermausarten und 32 verschiedene Vogelarten… auch dieses alles ist den Flensburger Grünen wohlbekannt.

Nach Eurem Wahlprogramm steht der Kreisverband und die Fraktion der Grünen für, ich zitiere:  „Klimaschutz konkret vor Ort beginnen zu lassen – Flensburg ökologisch zu gestalten – Naturräume in der Stadt zu erhalten – lösungsorientiert über den Tag hinaus zu denken…“

Und Fraktionsmitglied Stefan Thomsen kandidierte bei der Kommunalwahl 2018:  „um der Natur in Flensburg eine Stimme zu geben. Und weiter: „ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass wir in der wachsenden Stadt nicht alles zubauen und asphaltieren.“

Es waren die Stimmen von Euch Grünen, die ausschlaggebend waren für die Zustimmung zum Hotel- und Parkhausbau und damit zur Zerstörung des Bahnhofwaldes und seiner Bewohner. Mit dieser Entscheidung habt Ihr Euer eigenes Programm verraten und seid vollkommen unglaubwürdig geworden. Das ist Investorenschutz statt Klimaschutz!

Damit seid Ihr für mich selbstverständlich nicht mehr wählbar.

Besonders erschütternd finde ich, dass Stefan Thomsen noch eins drauf gesetzt und die wohlbegründeten Einwendungen gegen die Zerstörung des Bahnhofwaldes im Ausschuss öffentlich als „so ein Theater“ diffamiert hat. Das insbesondere hat mir deutlich gemacht, was von  Grünen Wahlversprechen zu halten ist, nämlich: NIX!

Christiane Schmitz-Strempel

Bürgerinitiative Bahnhofsviertel

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Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 26. Februar 2020, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. da ihm das „grüne Tarnkleid“ jetzt fehlt, wäre es konsequent, wenn er die Partei wechseln würde.. haben andere vor ihm auch schon getan – zumind läge ein Stück Ehrlichkeit drin.

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