Leserbrief zum Hotelprojekt am Bahnhofswald von Sabine Scholl

Bahnhofswald

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels der Axt zum Opfer fallen.  – Foto: Marco Johns

Die Zeiten klimawandeln sich – Entscheidungen müssen neu überdacht werden!

Muss dieses Bauvorhaben an dieser Stelle um jeden Preis gebaut werden, nur weil ein Investor es kann?

Die Darstellungen, mit denen JARA Immobilien werben, geben nicht die Realität wieder. Vor dem Gebäude wird es keine Bäume und dahinter keinen Wald mehr geben. Das Unterholz bis zum Wohngebäude am Bahnhof wird zwangsläufig komplett ausgeräumt. Man möchte aber hier den Eindruck erwecken, der riesige Siebenstöcker schmiege sich harmonisch in die Natur ein. Der Realitätsschock wird zu spät kommen.

Wie es sich auswirken wird, wenn dort eine fünf Meter tiefe Baugrube ausgehoben wird, ist noch unklar. Das Gutachten über die Hangstabilität soll eventuell nach Baubeginn erstellt werden. Wo doch aber gerade vor wenigen Tagen in Glücksburg ein Hang hinter einer Villa abrutschte, mutet das blauäugig an.

Bedeutet  im Jahr 2020 der Erhalt dieses Biotops mit seinen dort lebenden und zu schützenden Arten einen Stillstand für die Stadtentwicklung?
Wer berücksichtigt die unermüdliche und effektive Klima-Arbeit, die dieser Wald leistet und von denen die Flensburger schließlich profitieren?

„Dieser Eingriff in die Natur ist zu massiv“, und „es ist doch zu viel Fläche, die neu versiegelt wird“, so drückte es ein Mitglied der Grünen aus, einer derjenigen, die den Mut hatten,  es sachlich und ehrlich zu beurteilen und nach anderen Lösungen zu suchen.

Immer mehr Flensburger wollen kein „Augen zu und durch!“, nur weil der Weg vor Jahren einmal so eingeschlagen wurde und damals gut erschien!

Sabine Scholl, Flensburg

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Veröffentlicht am 25. Februar 2020 in Ökologie, Bahnhofsviertel, Bahnhofswald Flensburg, Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Stadtplanung, Wirtschaft und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Weil einige Leute viel Geld verdienen wollen, soll dieser Wald geopfert werden, unglaublich! Und wer so tut, als glaube er, dass die Investoren erwas Gutes für Flensburg oder die Menschheit tun möchten, der ist einfach schwachsinnig. Frau Lange kann ich überhaupt nicht verstehen, sie möchte sich lieber bei bestimmten Leuten beliebt machen, als für Flensburg zu sein.

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