Archiv für den Tag 25. Februar 2020

Kulturhof Flensburg: Programm für den März 2020

VERANSTALTUNGSTIPPS

Sonntag, 22.3.20, 19 Uhr, Vortrag von Dr. Lorenz Hübner
„Natürliche Klimalösungen – viel mehr als CO2“ – Buchvorstellung „Der grüne Rettungsring“ mit Diskussion

Großflächige Vegetation hat in heiß-trockenem Klima eine doppelte klimaschützende Wirkung: Durch die Senkung des CO2-Gehalt in der Atmosphäre und als direkter lebensförderlicher Klimafaktor.
Bisher kaum beachtet, könnte er global für niedrigere Temperaturen und ausgeglichene Niederschläge sorgen – wenn es gelingt, ausgedehnte Steppenbegrünungen in Form eines »grünen Rettungsrings« um die Wüsten der Erde zu legen. Heiße, austrocknende Winde können so abgefangen, Landwirtschaft vielerorts wieder ermöglicht werden. Erste Klimadaten von den weltgrößten Begrünungsprojekten und eine Vielzahl konkreter Maßnahmen werden vorgestellt, die zeigen, wie wir mit Vegetation als Makro-Klimafaktor der Klimakrise begegnen können.

Lorenz Hübner, promovierter Immunbiologe, wurde schon in seiner Jugend von Bildern der Dürre und des Hungers im Sahel geprägt. Seit Mitte der 1970-er Jahre verfolgte er Wiederbewaldungsprojekte. Durch den Kontakt mit Entwicklungshelfern in Mali wurde ihm klar, wie wichtig der Austausch von Information und Praxiswissen für diese und andere Regionen ist. Um diesen zu unterstützen, hat er sich der Zusammenstellung der Ergebnisse bereits existierender »Great Green Walls« angenommen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Herzlich willkommen!

Keks & Krümel – Das Eltern-Kind-Café

Das beliebte Café findet zunächst noch am Mittwoch, 4.3. von 14.30 – 17:30 Uhr statt, ab 9.3.2020 zieht es dauerhaft um auf den Montag, 10 – 18 Uhr. Viel Freude!

 

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/Kulturhof.Flensburg/ und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V. Groβe Straβe 42 – 44, Brasseriehof, 24937 Flensburg
Mail: hallo@kulturhof-flensburg.de
Facebook-Seite: kulturhof flensburg
Spendenkonto
Kulturhof Flensburg e. V.
IBAN: DE50 2175 0000 0165 0957 46
NOSPA Flensburg

Leserbrief zum Hotelprojekt am Bahnhofswald von Sabine Scholl

Bahnhofswald

Bahnhofswald: Das Flensburger Naturhabitat beherbergt über 140 Jahre alte Bäume und geschützte Fledermäuse und soll für den Bau eines Hotels der Axt zum Opfer fallen.  – Foto: Marco Johns

Die Zeiten klimawandeln sich – Entscheidungen müssen neu überdacht werden!

Muss dieses Bauvorhaben an dieser Stelle um jeden Preis gebaut werden, nur weil ein Investor es kann?

Die Darstellungen, mit denen JARA Immobilien werben, geben nicht die Realität wieder. Vor dem Gebäude wird es keine Bäume und dahinter keinen Wald mehr geben. Das Unterholz bis zum Wohngebäude am Bahnhof wird zwangsläufig komplett ausgeräumt. Man möchte aber hier den Eindruck erwecken, der riesige Siebenstöcker schmiege sich harmonisch in die Natur ein. Der Realitätsschock wird zu spät kommen.

Wie es sich auswirken wird, wenn dort eine fünf Meter tiefe Baugrube ausgehoben wird, ist noch unklar. Das Gutachten über die Hangstabilität soll eventuell nach Baubeginn erstellt werden. Wo doch aber gerade vor wenigen Tagen in Glücksburg ein Hang hinter einer Villa abrutschte, mutet das blauäugig an.

Bedeutet  im Jahr 2020 der Erhalt dieses Biotops mit seinen dort lebenden und zu schützenden Arten einen Stillstand für die Stadtentwicklung?
Wer berücksichtigt die unermüdliche und effektive Klima-Arbeit, die dieser Wald leistet und von denen die Flensburger schließlich profitieren?

„Dieser Eingriff in die Natur ist zu massiv“, und „es ist doch zu viel Fläche, die neu versiegelt wird“, so drückte es ein Mitglied der Grünen aus, einer derjenigen, die den Mut hatten,  es sachlich und ehrlich zu beurteilen und nach anderen Lösungen zu suchen.

Immer mehr Flensburger wollen kein „Augen zu und durch!“, nur weil der Weg vor Jahren einmal so eingeschlagen wurde und damals gut erschien!

Sabine Scholl, Flensburg

Veranstaltungen im März 2020 auf dem Museumsberg Flensburg

Perspektivwechsel 2020 – 100 Jahre Grenzgeschichten vom 15.03. bis 31.10.2020

Ausstellungseröffnung mit einem Tag der offenen Tür am  15.03.2020

Grenzzollstelle Kupfermühle Krusua 1922

Mit der Ausstellung „Perspektivwechsel 2020“ – der aufwendigsten Ausstellung, die je in Flensburg entwickelt und gezeigt wurde – leistet die Stadt Flensburg den größten Einzelbeitrag zum Jubiläumsjahr in Schleswig-Holstein.

Ein neuartiger Ansatz überlässt dabei niemandem die alleinige Deutungshoheit, sondern stellt die Vielfalt und die Entwicklung der Grenzregion in den Mittelpunkt. Der Blick ist dabei nicht nur, wie sonst in Museen üblich, rückwärts gerichtet.
Vielmehr stehen mit Themen wie Identität, Transit und Flüchtlingen auch die Gegenwart und die Zukunft der Grenze im Fokus.

Die Ausstellungsmacher treten dabei bewusst in den Hintergrund. Wo irgend möglich kommen Augenzeugen und Betroffene selbst zu Wort und erzählen aus ihrer persönlichen Perspektive Grenzgeschichten aus den 100 Jahren seit der Volksabstimmung vom 14. März 1920. Ungewöhnliche Objekte, Bilder und Videos illustrieren diese Geschichten anschaulich.

Flaggenkampf: Flensburg 1920

Die Ausstellung beginnt mit der Frage nach der Entstehung der heutigen Grenze mit ihren positiven und negativen Auswirkungen auf Flensburg und die Grenzregion. Besonderes Augenmerk gilt dem wichtigen Thema der Identität von Mehrheiten und Minderheiten. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Grenze als Transit-Raum, dem aktuellen Thema Flüchtlinge und der Grenze auf dem Wasser. Wie die Zukunft der Grenze aussehen könnte, zeigen uns deutsche und dänische Kinder und Jugendliche in Form von Bildern und Videos.

Wer seine eigene Geschichte erzählen oder seine persönliche Perspektive teilen möchte, ist dazu an einer der interaktiven Mitmachstationen der Ausstellung oder in der App FLEO2020 herzlich eingeladen.
„Perspektivwechsel 2020“ wird an drei verschiedenen Standorten in Flensburg gezeigt: auf dem Museumsberg, im Flensburger Schifffahrtsmuseum und in der Dänischen Zentralbibliothek. Später kommt noch eine weitere Station im Sonderburger Multikulturhaus dazu.

Entwickelt wurde das Ausstellungskonzept unter der Leitung des Museumsdirektors Dr. Michael Fuhr vom Hamburger Büro gwf-Ausstellungen, mit fachlicher Unterstützung von einem interdisziplinär besetzten Expertenbeirat und den Teams der beteiligten Häuser.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Träger der Ausstellung ist die Stadt Flensburg. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die Kommune Sønderborg, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Landesregierung Schleswig-Holsteins, die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und die Nord-Ostsee Sparkasse.

Ausstellungeröffnung ist am 15. März mit einem Tag der offenen Tür von 10 bis 17 Uhr.

Infos und Geschichten zur Volksabstimmung finden Sie bei FLEO2020.

Mehr zur Ausstellung: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/perspektivwechsel-2020-100-jahre-grenzgeschichten.html

„Nikolaus Störtenbecker – Unsere letzte Welt“ noch bis 01.06.2020 auf dem Museumsberg Flensburg

Der Museumsberg Flensburg widmet dem Künstler Nikolaus Störtenbecker anlässlich seines 80. Geburtstags im Jahr 2020 eine Retrospektive in den Räumen des Heinrich-Sauermann-Hauses.

„Landschaft mit Bronze“, 1986, Öl/Lwd. © Nikolaus Störtenbecker

Die Ausstellung legt ihr Augenmerk auf jene Werke des Künstlers, die sich explizit oder indirekt mit dem Thema Umweltzerstörung beschäftigen. Nikolaus Störtenbecker beobachtet seit Jahrzehnten unsere Welt, wie sie sich verändert, und er liest daraus Geschichten, die er in seinen Bildern festhält. Die spannendsten Gemälde und Grafiken sind dabei jene, die von menschengemachten Veränderungen erzählen. Sie zeigen etwa Kühe unter einer Autobahnbrücke, das zubetonierte Ufer einer Nordseeinsel, Düsenjäger über einem Strandidyll oder grasende Schafe auf einem schmalen StreifenGrün vor einem trostlosen Industriehafen. In der realistischen, scheinbar lapidaren Darstellung bekommt das beklemmende Gefühl der von Menschen selbst verursachten Bedrohung eine hörbare Stimme, wird die Verletzlichkeit unserer Welt überaus deutlich.
Ebenfalls aus Anlass des Geburtstages des Künstlers erscheint in der Reihe „ars borealis“ die Sonderedition 05 mit einem Werkverzeichnis der Grafiken des Künstlers. Herausgegeben wird der über 300 Einträge verzeichnende OEuvrekatalog von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Wissenschaftlich bearbeitet wurde das Werkverzeichnis von Dr. Thomas Gädeke.

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

 

%d Bloggern gefällt das: