Leserbrief von Gerhard Schroeder zum Hotelprojekt am Bahnhof: Bilder [können] lügen.

Es ist ärgerlich, dass von den Hotelbefürwortern wieder eine irreführende  Illustration ins Spiel gebracht wird. Es wird kein Hotel »im« Wald  sondern »statt« des Waldes sein. Der Wald wird entwidmet.. Unsere OB  sprach in der letzten Ratsversammlung schon von “waldartigem Gehölz”… Das Bild. wie der im SUPA-Ausschuss diskutierte Seitenaufriss zeigen vier Etagen über dem Erdgeschoss. Ratsherr Trost ist schon stolz auf den Verzicht 2017 auf die siebte Etage. Das ist sehr bescheiden.
Die Referenzhotels des ins Auge gefaßten Architekten Matteo Thun in Braunschweig und Duisburg zeigen jeweils fünf Etagen über dem Erdgeschoss.
Ausgerechnet der Grünen-Ratsherr Stefan Thomsen (“…werde mich  weiterhin einsetzen, dass wir … nicht alles zubauen und asphaltieren!”) äußert die falsche These: Das Hotel mache nur mit dem Parkhaus Sinn. Das Hotel plant eine »eigene Tiefgarage« in zwei Kellergeschossen. Das Parkhaus liegt im alleinigen Interesse der Stadt, die die heutigen gebührenfreien Parkmöglichkeiten um den Park beenden will. Die JARA hat dazu zwei getrennte Betriebsgesellschaften gegründet.
Die von den JARA Immobilien angeführte Steigenberger-Gruppe wurde inzwischen durch die die Deutsche Hospitality und die wiederum durch den chinesischen Konzern Huazhu Group vollständig übernommen („Chinas Hotelgigant übernimmt Steigenberger“, Die Welt vom 04.11.2019).
Ob die die über 20-jährige Betriebs- und Pachtgarantie übernehmen, wieweit die überhaupt schon belastbar ist, bleibt offen. Die Hotel- und Tourismusbranche ist durch den Coronar-Virus in Turbulenzen geraten.
Schliesslich ist die 20-jährige Perspektive für den Bahnhof offen. Bundesbahn und die dänischen Staatsbahnen würden lieber in Weiche halten. Die dänischen IC-Züge sollen nun in Schleswig halten. Solange soll auch die Eisenbahnbrücke über den Kanal aushalten. Eine Untertunnelung könnte weitere 15 Minuten bis Hamburg bringen.

Am Bahnhoftsviertel ist viel zu sanieren – an dem Waldstück nichts. Es sollte erhalten bleiben.

mit freundlichen Grüßen
Gerhard Schroeder, Flensburg

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Veröffentlicht am 21. Februar 2020, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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