Bahnhofswald: Mit Fake-News die Öffentlichkeit hinters Licht führen

Steckbriefe an den Bäumen im Bahnhofswald: „Ich bin zu klein und wurde in der Planungs nicht einmal als Baum berücksichtig“ –  Foto: Marco Johns

Es reicht langsam, wie sich auch manche Grüne als Lobbyisten der Hotelinvestoren betätigen und den Hotelprojekt-Gegnern und Naturschützern Fake-News unterstellen. Das Gegenteil ist der Fall, Verwaltung, Politik und Investoren versuchen mit Relativierungen, Ungenauigkeiten und Falschbehauptungen für das Hotelprojekt zu werben und die geplante, weitgehende Abholzung des Bahnhofswalds klein zu reden. So wird sogar verbreitet, das sei kein Wald, sondern ein „Knick“, ein „waldartiges Gehölz“ etc. Doch das nebenstehende Schreiben des Umweltministeriums in Kiel lässt keinen Zweifel daran, dass es sich um einen Wald handelt.

Und tatsächlich handelt es sich um einen Wald!

Tatsächlich werden ein Großteil der Bäume auf dem Gelände für das geplante Hotel und Parkhaus, wie aber auch der Jungwuchs, der per amtlicher Definition (Alter, Stammumfang, Höhe) nicht als Baum bezeichnet wird, der Säge zum Opfer fallen. Dazu gehört übrigens auch ein über 100-jähriger Haselnußstrauch.

Das sind allein rund 50 stattliche, teilweise bis zu 140 Jahre alte Bäume. Zusätzlich werden zahlreiche Bäume zwar nicht gefällt, werden aber durch die Bauarbeiten massiv geschädigt und absterben. Auch dies liegt in einer Größenordnung von etwa 15-20 Bäumen. Der angebliche neue „Park“ hat in keinem Fall mehr die ökologische Bedeutung und Besonderheit des alten Walds. Und als Park wird er auch für die Öffentlichkeit nur bedingt zugänglich sein, weil der Hang Richtung Bahnhofstraße viel zu steil ist. Und dann von einer ökologischen Aufwertung der Fläche zu sprechen ist geradezu zynisch und unverschämt. Und im Übrigen werden auch auf dem Gelände für das Parkhaus 5 Bäume gefällt. In unmittelbarer Nähe des geplanten Parkhauses nochmal drei stattliche Bäume. Zu diesen Daten auch der entsprechende AKOPOL-Beitrag vom 28.09.2019 mit den Planzeichnungen für die angedachten Fällungen:

„Hilf mir!“ – Steckbrief- und Cleanup-Aktion für den Erhalt des Flensburger Bahnhofswalds https://akopol.wordpress.com/2019/09/28/hilf-mir-steckbrief-und-cleanup-aktion-fuer-den-erhalt-des-flensburger-bahnhofswalds/

 

Über akopol

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Veröffentlicht am 21. Februar 2020, in Ökologie, Daten und Zahlen, Rat & Ausschüsse, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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