Verbraucherzentrale warnt vor Abo-Falle

Hirschberger NaturRat: Probelieferung wird zum Pillen-Abo

Unter dem Logo „Hirschberger NaturRat“ bietet eine Bonafair AG aus der Schweiz mit einem deutschen Vertrieb aus Lichtenstein Mittel gegen Gelenkschmerzen und Einschränkungen in der Gedächtnisleistung an. Tatsächlich folgt auf Probepackungen eine deutlich teurere Abofalle.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach einem Werbegespräch am Telefon sollen günstige Probepackungen kommen – danach läuft aber ein teures Abo weiter: Mit dieser Masche ist eine Bonafair AG aus der Schweiz der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt aufgefallen.
  • Unter dem Logo „Hirschberger NaturRat“ vertreibt Bonafair Mittel gegen Gelenkschmerzen und Einschränkungen in der Gedächtnisleistung.
  • Wer nach einem Telefonat ein ungewolltes Abo hat und hohe Rechnungen bekommt, sollte dem angeblichen Vertragsschluss ausdrücklich widersprechen und einen Widerruf erklären.

Der Gesundheit etwas Gutes tun, wer will das nicht? Eine Geschäftsidee, die dabei offensichtlich nach wie vor gut läuft, ist trotz vieler warnender Hinweise die alte Masche mit den Probelieferungen. Unter dem Logo „Hirschberger NaturRat“ bietet eine Bonafair AG aus der Schweiz mit einem deutschen Vertrieb aus Lichtenstein Mittel gegen Gelenkschmerzen und Einschränkungen in der Gedächtnisleistung an. Der Anbieter ist der Verbraucherzentrale aufgefallen.

1. Per Telefonakquise kommt ein Angebot für die Kapseln mit einer Probepackung zum günstigen Kennlern-Preis.
2. Tatsächlich werden Verbraucher mit dem angeblichen Preisvorteil gegenüber dem Apothekenbezug und einem vermeintlich günstigen Monatsvorrat in eine Abofalle gelockt.

Was den Betroffenen im Laufe des ersten Telefonates nicht klar wird: Mit Zusendung der Probepackungen sei aus Sicht des Unternehmens ein Pillenabo zustande gekommen, sofern man nicht widerspricht. Und für das Abo sind die Preise dann höher als für die Proben.
Die Produkte seien für eine dauerhafte Anwendung entwickelt worden – was letztlich bedeutet, dass der Absatzgedanke der Firma nicht nur auf die Probepackungen sondern auf eine langfristige Belieferung ausgerichtet ist. Das wird den meisten angerufenen Verbrauchern im Gespräch offensichtlich nicht klar und eindeutig vermittelt. Offenbar lassen sich einige Verbraucher auf die Probelieferungen ein und bezahlen diese auch. Die Verärgerung setzt dann ein, wenn weitere Lieferungen, verbunden mit Rechnungen, eintreffen.
Achten Sie bei derartigen Verkaufstelefonaten genau darauf, was im Detail besprochen wird. Ein wirksamer Vertrag kommt nur dann zustande, wenn beide Vertragsparteien sich über alle wesentlichen Punkte wie

  • Kosten,
  • Lieferzeiträume,
  • Laufzeit
  • und Kündigungsfristen

geeinigt haben. Fehlt es an einer derartigen Vereinbarung, dann sollten Sie dem angeblichen Vertragsschluss ausdrücklich widersprechen und – da es sich um ein sog. Fernabsatzgeschäft handelt – den Widerruf zum angeblichen Vertragsschluss erklären.

Hilfe dabei bekommen Sie auch in der Verbraucherzentrale Flensburg Tel.: 0461-28604.

www.vzsh.de

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 15. Februar 2020, in Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: