DIE LINKE Flensburg spricht sich gegen die jetzige Form der Pflegeberufekammer aus

Flensburg. Auf der letzten Mitgliederversammlung der Flensburger Linken sprach sich die Versammlung gegen die jetzige Form der Pflegeberufekammer aus. Denn so, wie es jetzt sei, könne es in der Pflege nicht weitergehen. Die Politik müsse aufhören die Pflege weiterhin unattraktiv zu machen und endlich damit anfangen sich für die Belange der Krankenschwestern und Krankenpfleger einzusetzen.

DIE LINKE setzt sich deshalb für eine starke und eigenständige Vertretung der Pflegenden ein. Dafür brauche es allerdings auch handlungsfähige Gewerkschaften und große Bündnisse mit allen Pflegenden.

Linken-Mitglied Nick Werner setzt sich für pflegepolitische Themen ein

Während der Diskussion über das Thema, mit betroffenen Akteuren, wurde schnell eine einheitliche Meinung zu der Pflegeberufekammer deutlich. Die Pflegeberufekammer sei eingeführt worden, um den Fachkräften zu helfen. Stattdessen würden aber Krankenschwestern und Krankenpfleger zwangsverkammert und von der Pflegeberufekammer leere Versprechungen gemacht, die nicht erfüllt werden können und gegenüber der Politik unverbindlich seien. Die Politik müsse sich jedoch ernsthaft bemühen, die offenkundigen Missstände in der Pflege zu lösen, anstatt die Verantwortung einfach auf Pflegeberufekammern abzuwälzen, so die einhellige Forderung.

Nach Protesten will die Landesregierung von Schleswig-Holstein eine Anschubfinanzierung, von 3 Millionen Euro an die Pflegeberufekammer geben, um die Fachkräfte zu entlasten. Jedoch ist an die Förderung von 3 Millionen Euro eine Vollbefragung gekoppelt, ob die Pflegeberufekammer überhaupt gewollt ist.

„Da die Pflegeberufekammer die 3 Millionen Euro wahrscheinlich ablehnen wird, wird es auch keine Vollbefragung geben.“ So Linken-Mitglied Nick Werner, einer der Betroffenen.
Luca Grimminger, Kreisvorsitzender der Flensburger Linken, äußert sich ebenfalls kritisch: „Es darf nicht sein, dass Fort- und Weiterbildungen aus eigener Tasche bezahlt werden müssen und diese dann in der eigenen Freizeit besucht werden müssen. Es darf auch nicht sein, dass bei der Nichtzahlung der jährlichen Gebühr Mahnbescheide verschickt werden und im schlimmsten Falle die Aberkennung des Staatsexamens droht.“
Inzwischen gibt es in Schleswig-Holstein ein breites Bündnis gegen die Pflegeberufekammer. Es gibt Demonstrationen und Diskussionsveranstaltungen und Pflegekräfte äußern zu Recht offen ihren Unmut. DIE LINKE stellt sich solidarisch an die Seite der Betroffenen.

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Veröffentlicht am 28. Januar 2020, in Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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