Archiv für den Tag 19. Dezember 2019

Flensburg: Antragsfrist für kulturelle Projektförderung bis 10. Januar 2020

Auch für 2020 stehen wieder Mittel zur Förderung von kulturellen Projekten und Veranstaltungen in der Stadt Flensburg zur Verfügung. Die erste Antragsfrist ist der 10. Januar 2020. Bis zu diesm Datum können Anträge an das Kulturbüro gerichtet werden. Über Förderanträge bis 3.000 € entscheidet das Kulturbüro zeitnah. Anträge über 3.000 € werden dem Kulturausschuss am 13. Februar zur Entscheidung vorgelegt.

Weitere Informationen, die Richtlinien und das Antragsformular sind auf der Hompage des Kulturbüros zu finden: https://www.flensburg.de/Kultur-Bildung/Kulturb%C3%BCro/index.php?object=tx%7c2306.366.1&NavID=2306.48&La=1

Notfallszenarien auf dem Trocknen – Kanalsteurer trainieren im Maritimen Zentrum der Hochschule Flensburg

Sie müssen auf alles vorbereitet sein: Im Schiffsführungssimulator des Maritimen Zentrums der Hochschule Flensburg proben die Kanalsteurer den Ernstfall. 

Sie müssen auf alle Situationen vorbereitet sein: Schiffe bei widrigem Wetter durch den Nord-Ostsee-Kanal manövrieren. Oder mit dem schwer beladenen Tanker eine Enge passieren – ohne den entgegenkommenden Verkehr zu behindern. Die Anforderungen an die Kanalsteurer sind hoch, in der Ausbildung jedoch nicht immer zu erreichen. Schließlich regnet und stürmt es nicht auf Bestellung. Zumindest nicht außerhalb des Maritimen Zentrums.

Kooperieren auch die kommenden fünf Jahre: Der Verein der Kanalsteurer Kiel-Holtenau mit ihrem Vorsitzenden Klaus Molter (links) und Hartmut Augspach sowie die Hochschule Flensburg, vertreten durch ihren Präsidenten Dr. Christoph Jansen und den Leiter des Maritimen Zentrum, Prof. Pawel Ziegler. Foto: Kristof Gatermann

In den Schiffsführungssimulatoren von Nordeuropas modernstem Simulationszentrums der Hochschule Flensburg lässt sich jedes denkbare Szenario realitätsnah darstellen. Ein Vorteil, den der Verein der Kanalsteurer Kiel-Holtenau bereits seit fünf Jahren im Rahmen seiner Fort- und Weiterbildungen nutzt. Damals schloss der Verein mit der Hochschule Flensburg einen Kooperationsvertrag, der nun um weitere fünf Jahre verlängert wurde. „Es ist für uns sehr wichtig, brenzlige Situationen, die man auf dem Kanal nicht üben kann, durchspielen zu können“, sagt Klaus Molter, Vorsitzender der Kanalsteurer. Die Kanalsteurer sind eine weltweite Besonderheit: Es gibt sie lediglich auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Für den Präsidenten der Hochschule Flensburg, Dr Christoph Jansen, und den Leiter des Maritimen Zentrums, Prof. Pawel Ziegler, ist die Kooperation ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit der Hochschule mit Partner*innen aus der Wirtschaft: „Wir freuen uns, wenn wir mit unserem Know-how unterstützen können. Und schließlich profitiert die Hochschule von den Erfahrungen und Entwicklungen, die unsere Partner*innen einbringen.

Neubau „Kessel 13“: Stadtwerke Flensburg investieren 100 Millionen Euro in erdgasbetriebene GuD-Anlage

Verträge für Gasturbine und Abhitzekessel Kessel 13 unterschrieben

Flensburg: Die Stadtwerke Flensburg investieren rund 100 Millionen Euro in den Bau einer zweiten erdgasbetriebenen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) „Kessel 13“ im Kraftwerk an der Flensburger Förde. Die zwei bedeutendsten Bausteine des Neubau-Projektes sind jetzt unter Dach und Fach. Die Verträge für die Gasturbine und den Abhitzekessel sind unterzeichnet.

Vertragsunterzeichnung – Foto v.l.n.r.: Dr. Björn Henning, Vice President, Head of Business Unit Boiler, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe, Ute Langhausen, Authorized Manager, Commercial Tendering Manager, Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projekte, Stadtwerke Flensburg Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg Anna Brunell, Commercial Sales Manager SIT, (Siemens Schweden) Christoph Schütte, Head of Subregion Germany, Siemens AG Dirk Veenhuizen, Senior Sales Manager SIT

Auftragnehmer für die Gasturbine ist die Firma Siemens, die mit ihrem Typ SGT 800 C1 allerneueste Technik für das Flensburger Kraftwerk liefert. Für Karsten Müller-Janßen, Geschäftsbereichsleiter Anlagenbau und Projektleiter Kessel 13 bei den Stadtwerken Flensburg ist auch die langfristige Zusammenarbeit wichtig: „Die neue Turbine ist das Nachfolgemodell der Anlage, die bereits im Kessel 12 erfolgreich läuft. Wir sind damit so zufrieden, dass wir die Zusammenarbeit mit Siemens fortsetzen und deren neueste Turbinenversion einsetzen wollen.“ „Wir freuen uns ein weiteres gemeinsames Kapitel der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Flensburg aufzuschlagen und den Umbau des Erzeugungsparks mit umweltfreundlicher und zukunftssicherer Gasturbinenspitzentechnolgie zu unterstützen“ fügt Matthias Kress, Siemens Gas and Power, Vice President Sales Germany Power Generation hinzu.

Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, ergänzt: „Insgesamt investieren wir innerhalb von rund 10 Jahren eine viertel Milliarde Euro in den Kohleausstieg und die Erneuerung unseres Kraftwerkparks. Auch langfristig ist das im Hinblick auf die Energiewende eine gute Entscheidung. Wir können im neuen Kessel 13 bis zu 50% Wasserstoff verbrennen. Regenerativ erzeugtes synthetisches Methan können wir zu 100% einsetzen. Unser Kessel 12 kann diese Brennstoffe in den gleichen Anteilen verarbeiten. Damit sind wir für den zunehmenden Einsatz regenerativer Brennstoffe in Zukunft gut aufgestellt.“

Der Abhitzekessel stammt von der Firma Mitsubishi Hitachi Power Systems (MHPS). „Unser überzeugendes technologisches Konzept und unsere Erfahrung als Energieanlagenbauer waren ausschlaggebend für die Auftragsvergabe“, sagt Thomas Bohner, CEO von MHPS Europe.

Dirk Roschek, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung ergänzt: „Überzeugt hat uns auch, dass wir mit den Haupt-Komponenten der GuD-Anlage Kessel 13, der Siemens-Gasturbine und dem Mitsubishi-Abhitzekessel, einen Brennstoffnutzungsgrad von 93% erreichen. Das ist noch etwas besser als die ohnehin schon sehr guten 92% des Kessel 12.“

Der Kessel 13 soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. So ersetzen die Stadtwerke innerhalb von sechs Jahren vier von fünf Kohlekesseln im Flensburger Heizkraftwerk. Bereits im Jahr 2016 gingen mit Inbetriebnahme des Kessel 12 zwei Kohlekessel außer Betrieb.

Der Kessel 13 senkt die CO2-Emissionen bei gleicher Energie-Erzeugungsmenge um 40% und spart allein rund 130.000 CO2 pro Jahr. Deutlich mehr als Flensburgs gesamter Fahrzeugbestand mit 60.000 Tonnen pro Jahr an CO2 emittiert.

Museums-Sonntag auf dem Museumsberg Flensburg am 22.12.

Sonntags-Atelier für Kinder und Führung durch die Jugendstil-Abteilung mit Almut Rix am 22.12.

Am Sonntag, dem 22. Dezember findet um 11.30 Uhr eine Führung mit Almut Rix durch die Jugendstil-Abteilung auf dem Museumsberg Flensburg statt. Nicht nur Hans Christiansen hat hier seine Spuren hinterlassen. Neben seinen Teppichentwürfen für die Scherrebeker Webschule gibt es auch Entwürfe von Künstlern wie Heinrich Vogeler und Henry van de Velde. In der großen Möbelsammlung sind vollständige Wohnzimmerensembles ausgestellt und auch frühe Reliefs von Ernst Barlach sind zu sehen.

Bereits um 11 Uhr startet das Sonntags-Atelier für Kinder ab 6 Jahren mit dem Thema „Träume fangen“.

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

museumsberg@flensburg.de

https://www.museumsberg-flensburg.de/de/

 

Vorsicht, Abzocke: Mahnungen von Proex Inkasso

Briefe von einer Proex Inkasso GmbH verunsichern zurzeit viele Schleswig-Holsteiner*innen. Der Absender fordert mehrere hundert Euro und beruft sich dabei auf einen angeblichen Dienstleistungsvertrag mit Anbietern von Gewinnspielen. Offenbar steckt dahinter ein Betrugsversuch. Betroffene können die Forderungen ignorieren.

Die angeschriebenen Verbraucher sollen sich angeblich telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / Eurojackpot 49“ angemeldet haben. „Sie haben der kostenpflichtigen Dienstleistung mit Ihren persönlichen Daten zugestimmt und den Betrag für die Dienstleistung unseres Mandanten bis heute nicht beglichen“, heißt es in dem Brief. Aufgeführt sind Forderungsposten und Mahnkosten, die sich auf mehrere hundert Euro belaufen. Die Empfänger werden aufgefordert, den Betrag auf ein Konto mit einer französischen IBAN zu überweisen. Als Absender des Schreibens ist „Dr. Michael Kunt, Rechtsanwalt“, angegeben.

Typische Inkasso-Abzocke

„Offenbar ist das ein typischer Fall von Inkasso-Abzocke, wie wir ihn leider regelmäßig erleben“, sagt Dr. Boris Wita, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Die Proex Inkasso GmbH ist nicht beim Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen gelistet.“ Außerdem deuten die Kontoverbindung im Ausland sowie viele Rechtschreibfehler in dem Schreiben darauf hin, dass keine berechtigte Forderung dahinter steckt.

Zahlungsaufforderungen kostenlos online prüfen

Solche Zahlungsaufforderungen setzen die Empfänger oft unter enormen Druck. Häufig wird dabei mit Gerichtsverfahren, Lohn- und Gehaltspfändung oder sonstiger Zwangsvollstreckung gedroht. In dem Schreiben der Proex Inkasso heißt es: „Ihr Konto wird in Kürze gesperrt. Sie haben dann keine Zugriffsmöglichkeit mehr.“ Viele Menschen fühlen sich durch solche Methoden zur Zahlung genötigt, ohne sicher zu sein, ob die Forderung berechtigt ist. Mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Betroffene ihre Inkassoforderung kostenlos online überprüfen. Sie erfahren, ob sie zahlen müssen und ob die volle Höhe der Kosten fällig ist. Zum Service gehört eine rechtliche Ersteinschätzung und bei Bedarf ein Musterbrief, um der Forderung zu widersprechen.

Übertriebene Forderungen und illegale Methoden

In der Inkassobranche gibt es viele unseriöse Anbieter, die übertriebene Forderungen stellen und illegale Methoden anwenden. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zeigt die Gründe für die Missstände auf. „In Deutschland gibt es keine wirksame Aufsicht über Inkassounternehmen. Außerdem fehlt es an staatlich kontrollierten Kosten- und Verhaltensregeln für die Anbieter“, so der Jurist. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein setzt sich für die Einführung einer zentralen Inkasso-Aufsicht ein, um Verbraucher vor Abzocke-Methoden zu schützen.

Ansprechpartner für Betroffene

Wer Fragen zu einer Zahlungsaufforderung hat oder Unterstützung benötigt, kann sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden. Sie nehmen Beschwerden auf, sammeln Fälle und unterstützen Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung.

 

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