Seniorenbeirat Flensburg: Offensive für seniorengerechten Verkehr

Eine Offensive für seniorengerechten Verkehr wünscht sich der Seniorenbeirat der Stadt Flensburg von den Fraktionen der Ratsversammlung und der Stadtverwaltung. Gerade Menschen in zunehmendem Alter verzichten verstärkt auf das Auto. Daher sollen Fuß- und Radverkehr sowie der öffentliche Verkehr mehr als bisher gefördert werden.

„Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass man selbständig am Leben teilhaben kann. Um gut unterwegs sein zu können, brauchen Senior*innen sichere, ausreichend breite und deutlich getrennte Rad- und Fußwege. Diese müssen selbstverständlich auch sorgfältig überwacht werden, damit sie nicht zugeparkt sind“, erläutern die Mitglieder der AG Mobilität im Seniorenbeirat.

Genauso bedeutsam ist für Ältere der öffentliche Verkehr. Ein Sozialticket für Senioren soll die Monatskarten erschwinglicher machen. Gleichzeitig gilt es Angebotslücken im Fahrplan zu füllen und Busfahrer darauf hinzuweisen, dass sie auf ältere Fahrgäste besonders Rücksicht nehmen.

„Es gibt noch einiges zu tun in Flensburg„, so die AG Mobilität. „Unsere Maßnahmenliste soll den Verantwortlichen in Politik und Stadtverwaltung zeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Schließlich nimmt der Anteil älterer Menschen in Flensburg stetig zu. Gleichzeitig ist traurigerweise die Zahl der Fahrrad-Unfälle laut Polizeibericht im letzten Jahr um knapp 20 Prozent gestiegen.“

Seniorengerechte Stadt- und Verkehrsplanung, so Experten, kommt allen zugute. Für 10 Prozent der Bevölkerung ist eine barrierefreie Umgebung unentbehrlich, für 30-40 Prozent notwendig und für alle komfortabel. Wer zum Beispiel mit Kinderwagen oder Trolley unterwegs ist oder durch Krankheit oder Unfall eingeschränkt, weiß eine sichere Verkehrsgestaltung zu schätzen.

Der Seniorenbeirat Flensburg vertritt die Belange von Seniorinnen und Senioren und nimmt an Ratsversammlung und Ausschüssen teil. Die neun Mitglieder haben Teilnahme-, Rede- und Antragsrecht in Angelegenheiten, die für Ältere von Bedeutung sind.

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Veröffentlicht am 12. Dezember 2019, in Bürgerbeteiligung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Soziales, Stadtplanung. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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