Climate vs. Capitalism – Info- und Diskussionsveranstaltung am 7.12.2019 im Tableau Kulturcafé

Samstag, 7. Dezember 2019 von 16:00 bis 19:00
Tableau Kulturcafé
Kurze Straße 1, 24937 Flensburg

Wir laden Euch ein mit uns über politische Auswege aus der drohenden Klimakatastrophe, Klimakiller, Produktionskritik, Perspektiven für eine internationalistische und antikapiatlistische Klimabewegung und mögliche Aktionen zu diskutieren.

Über 60% aller CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus Industrie und Energiewirtschaft, nur 17% aus Privathaushalten. Über 35% der privaten Emissionen werden durch Wohnen verursacht. Egal wie sorgfältig jede*r Einzelne von uns darauf achtet, CO2-Emissionen zu vermeiden, auf die Wirtschaftsbereiche die die meisten CO2-Emissionen verursachen, haben wir keinen Einfluss.
Das gilt auch für unser Privatleben: Mieter*innen haben keine Kontrolle darüber, ob oder wann die Immobiliengesellschaften die Wohnungen isolieren oder auf CO2-arme Energieversorgung umstellen. Wer zur Arbeit pendeln muss, kann nur auf das Auto verzichten wenn es ausreichend und günstige Bus- und Bahnverbindungen gibt.

Wirklich effektive Maßnahmen zur CO2-Reduzierung setzen also voraus, dass die großen Industrie-, Immobilien- und Energiekonzerne klimafreundlich wirtschaften. Das kostet Geld und geht auf Kosten der Profite. Ein Unternehmen, das im Kapitalismus nicht den größtmöglichen Gewinn erwirtschaftet, wird von der Konkurrenz vom Markt verdrängt, selbst wenn der Verzicht auf Profite den Zweck hat, den Planeten zu retten. Ein Appell an die Vernunft der Unternehmer*innen kann diesen Verdrängungswettbewerb nicht außer Kraft setzen.

Nur wenn es gelingt, den mörderischen Kampf um Profitmaximierung zu beenden, ist eine klimafreundliche Wirtschaftsweise möglich.

Es gibt nur ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen: Ohne die Arbeit von Millionen Beschäftigten steht die Wirtschaft still. Wenn wir gemeinsam streiken, die Produktion in unsere eigenen Hände nehmen und beginnen, alle Wirtschaftsbereiche demokratisch zu planen, können wir die Wirtschaft so organisieren und umgestalten, dass nicht die Profite weniger Kapitalist*innen, sondern die Bedürfnisse von Mensch und Natur ohne Profitstreben das wirtschaftliche Handeln und unser Leben bestimmen.

Gastgeber: SAV Flensburg – Sozialistische Alternative

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg

Veröffentlicht am 2. Dezember 2019, in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Kultur, Kulturtipps, Soziales, Veranstaltungstipps, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: