AfD scheitert mit Aktion an deutsch-dänischem Grenzübergang

Protest gegen die AfD am deutsch-dänischen Grenzübergang Süderlügum – Foto: Jörg Pepmeyer

Über 80 Menschen demonstrieren gegen die AfD und „für ein Europa der Menschen ohne Nazis und ohne Grenzen“

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Gar nicht erfolgreich verlief eine Aktion des AfD-Kreisverbandes Nordfriesland am deutsch-dänischen Grenzübergang Süderlügum an der B 5 am Samstagvormittag. Die AfD hatte unter dem Motto „Für ein Europa der Nationen mit sicheren Grenzen“ aufgerufen, dort gegen offene Grenzen und für schärfere Grenzkontrollen zu demonstrieren. Gelockt hatte man die eigenen Leute und Sympathisanten in der Veranstaltungsankündigung mit heißen Getränken und Grillwürsten. Doch die ließen sich nicht blicken.

Auch SPD-Genossen aus Nordfriesland und der SSW unterstützten den Protest gegen die AfD-Aktion – Foto: Jörg Pepmeyer

Bei kühlem, aber doch einigermaßen passablem Wetter versammelten sich dagegen mehr als 80 Gegendemonstranten am Ort des Geschehens, während eine Handvoll AfDler, unter ihnen der Kreisvorsitzende Kurt Kleinschmidt, mit zwei angemieteten Security-Leuten und unter dem Schutz von mehr als 20 Polizisten vergeblich auf die Unterstützung durch weitere Parteifreunde warteten.

Konsequent belagerten die Gegner der Aktion den AfD-Infostand und machten das Ganze zugleich zu einem Treffen, das ebenso dem politischen Austausch und Klönschnack diente. Denn neben Mitgliedern der SPD und des SSW aus dem Kreis Nordfriesland waren auch Aktivisten von verschiedenen linken Gruppen aus der Region Flensburg vertreten, darunter die DfG-VK,  die DKP, die VVN-BdA, die SAV und vom Infoladen Subtilus. Antifaschisten, libertäre und freischwebende Linke ergänzten das bunte Bild des Protests gegen die AfD. Einzig die Partei DIE LINKE fehlte. Die hatte am Wochenende Landesparteitag in Lübeck und versprach beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder Präsenz zu zeigen. Die Flensburger LINKE-Ratsfrau Gabi Ritter freute sich zudem sehr darüber, wie erfolgreich der Protest gegen die AfD-Aktion verlaufen sei.

Die AfDler packen ihre Sachen – Foto: Jörg Pepmeyer

Bei Musik, Kaffee und Kuchen ließen die Demonstranten dann den AfDlern keine Chance ihr Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen. Zudem war der Platz für den Infostand von der AfD direkt an der B 5 äußerst schlecht gewählt. Lediglich ein paar Radfahrer hielten kurz an, bekundeten allerdings ihre Solidarität mit den Protestierenden und radelten dann wieder weiter.

Nach zweieinhalb Stunden entschieden die AfDler dann völlig entnervt, unter den Schmährufen der Demonstranten ihren Stand abzubauen und die Sachen zu packen. Um halbeins war dann der Spuk vorbei. Für die Gegner der AfD ein Erfolg, den sie auch an anderer Stelle gerne wiederholen möchten.

Die Bundeswehr als Helfer der AfD?

Transportkiste mit Aufschrift EloKa Btl 911 beim AfD-Stand

Siehe dazu den Beitrag:

Die Bundeswehr stellte die Transportkisten für die Würstchen der AfD zur Verfügung
unter: https://dkpflensburg.wordpress.com/2019/11/24/die-bundeswehr-stellte-die-transportkisten-fur-die-wurstchen-der-afd-zur-verfugung/

 

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Veröffentlicht am 24. November 2019 in Bürgerbeteiligung, Bildung, Flensburg News, Inklusion und Integration, Soziales und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. RIchtig so! Keinen mm Platz nach rechts.

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