Archiv für den Tag 18. November 2019

Streit um Schwangerschaftsabbrüche im neuen Zentralkrankenhaus: Protestkundgebung vor dem Flensburger Rathaus

Protestaktion vor dem Flensburger Rathaus – Foto: Nicolas Jähring

Rund 80 Menschen demonstrierten am Montagnachmittag vor dem Flensburger Rathaus, um ihrer Forderung für den Erhalt eines stationären Versorgungsangebots für Schwangerschaftsabbrüche Nachdruck zu verleihen. Gleichzeitig übergaben sie hierfür eine Petition mit 3.500 Unterschriften.

Hintergrund der Protestaktion war, dass die Betreiber der heute noch getrennt betriebenen Krankenhäuser, Diako und Malteser, sich bei der Bildung einer zukünftigen Betreibergesellschaft für das neue Flensburger Zentral-Klinikum darauf geeinigt hatten, keine Schwangerschaftsabbrüche im neuen Krankenhaus vorzunehmen. Das hatte in den letzten Wochen nicht nur bei vielen Frauen für völliges Unverständnis und Protest gesorgt. Im Rahmen des Streits hatte Oberbürgermeisterin Simone Lange deshalb für den 18.11. zu einem Runden Tisch eingeladen, an dem neben Vertretern der Diako und der Malteser auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, sowie Vertreterinnen von Pro Familia teilnahmen. Dort sollten Lösungen für das Problem diskutiert und gefunden werden. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Für die Protestler*innen am Rathaus ein zusätzlicher Kritikpunkt.

Protestaktion vor dem Flensburger Rathaus – Foto: Ursula Vonberg

Ebenso wurde auf der Protestkundgebung deutlich gemacht, dass es keine Einschränkungen des Selbstbestimmungsrecht der Frauen geben dürfe, und jede schwangere Frau auch in Flensburg das Recht haben solle, allein und ohne staatliche Bevormundung oder Belehrungsversuche über sich und ihren Körper zu entscheiden. Es gäbe offensichtlich das Bemühen der zukünftigen Betreiber des neuen Zentralkrankenhauses, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Das sei nicht hinnehmbar.

„Dieser Rückschritt im 21. Jahrhundert ist unmöglich. Es muss selbstverständlich sein, dass Menschen in guten Bedingungen eine vollumfängliche Versorgung, inklusive Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg vorfinden,“ so Luisa Cordroch, Teilnehmerin der Protestaktion und Mitglied des Kreisvorstandes der Flensburger Linkspartei.

Sie und ihre Partei fordern deshalb die ersatzlose Streichung des §218. Ebens solle dies für den §219 StGB gelten, in dem ein sogenanntes Werbeverbot festgeschrieben sei, bei dem es sich jedoch eigentlich um ein Informationsverbot handeln würde. Stattdessen sollten Angebote der freiwilligen Beratung ausgebaut und auch das neue Zentralkrankenhaus in Flensburg dazu verpflichtet werden, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, damit eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden könne.

Protestaktion vor dem Flensburger Rathaus – Fotos: Gabriele Ritter

Petition „Für den Erhalt eines stationären Versorgungsangebotes zum Schwangerschaftsabbruch in Flensburg“ unterzeichnen!

Im Rahmen der Fusion von Diakonissenkrankenhaus und St. Franziskus-Hospital Flensburg soll das bisher einzige stationäre Angebot zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen wegfallen.

Insgesamt sieht die Versorgungslage in Flensburg bereits jetzt schlecht aus: Denn auch die Anzahl der Praxen in Flensburg, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, hat sich seit 2012 von neun auf vier Praxen reduziert. Für die betroffenen Frauen ist es oft schwierig, zeitnah einen Termin zu bekommen, da die Praxen stark ausgelastet sind.

Eine gute Versorgung von Frauen in dieser belasteten Lebenslage ist von daher bedroht.

Deshalb ist diese Petition wichtig: https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-eines-stationaeren-versorgungsangebotes-zum-schwangerschaftsabbruch-in-flensburg

 

 

Menke-Planetarium: „Planeten – Expedition ins Sonnensystem“ am 23.11.2019

360°-Show am Samstag, den 23. November 2019, 18.00 Uhr
Fördestraße 37, 24960 Glücksburg

Mars, Saturn, Jupiter – unbemannte Raumsonden haben alle Planeten unseres Sonnensystems bereits erkundet und Spannendes entdeckt. So wissen wir schon heute, was Astronauten dort erleben könnten. Aber noch haben Menschen keine dieser Welten tatsächlich besucht. Es wird dauern, bis menschliche Entdecker wirklich dorthin aufbrechen.

In unserer neuen Planetariums Show reisen Sie schon heute hinaus und erleben diese Orte so, wie die Raumfahrer der Zukunft sie sehen werden. Sie kommen den fernen Geschwistern der Erde so nah wie nie zuvor und erkunden Landschaften, die fantastisch scheinen, aber tatsächlich existieren. Erforschen Sie die gewaltigen Täler und Vulkane des Mars, besuchen Sie einen Kometen und tauchen Sie in die Wolkenwirbel des Riesenplaneten Jupiter ein! Durchqueren Sie die Ringe des Saturn und stoßen Sie in die eisige Welt des Zwergplaneten Pluto am Rand des Sonnensystems vor! Die Naturwunder des Sonnensystems erwarten Sie.

Erstmals können Mond und Mars so naturgetreu gezeigt werden, als stünde der Zuschauer selbst auf diesem Planeten.
Die neuen Erkenntnisse wurden geliefert von ferngesteuerten Raumsonden, unbemannten „Raumschiffen“. Cassini etwa, eine Sonde der NASA, hat die Saturnringe und Eismonde untersucht. Rosetta von der ESA hat einen Kometen näher betrachtet. Die Raumsonde New Horizons der NASA hat den Pluto genauer beobachtet. Sie alle haben in den letzten drei bis zehn Jahren erstmals die Oberflächen eines Kometen, mehrerer Eismonde, des Pluto, und noch anderer Himmelskörper detailliert erkundet.

In 2-jähriger Arbeit wurde das Programm von 19 Planetarien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam erstellt und grafisch umgesetzt.
Das Konzept zur Show wurde von allen Planetarien gemeinsam erstellt. Die Idee entstand vor drei Jahren, in denen die Planetarien wissenschaftliche Daten gesammelt und sich beraten haben. Die Musik stammt aus der Feder des Komponisten Frank Wolff.

Mehr zu den Veranstaltungen des Menke-Planetariums im Flyer: Programm 4. Quartal 2019

Menke-Planetarium Glücksburg
der Hochschule Flensburg

Fördestraße 37
24960 Glücksburg

Telefon: 0461 – 805-1273
Mo – Do 08:00 – 15:00 Uhr, Fr 08:00 – 12:30 Uhr
Fax: 0461 – 805-1300
E-Mail: planetarium@hs-flensburg.de

Eintrittspreise und Kartenvorbestellung: https://www.planetarium-gluecksburg.de/service/ueber-uns.html

Mahnwache der Pflegekräfte am 23.11.2019 in der Flensburger Fußgängerzone

Samstag, 23. November 2019 von 11:00 bis 17:00
Fußgängerzone Holm, Höhe Sparkasse

Pflegekräfte entern Flensburg, um die Zwangsketten zu sprengen.

Wir haben es in der Hand! Packen wir es an!

Wir laden zur Mahnwache am 23. November ab 11.00 Uhr in der Fußgängerzone Holm, Höhe Sparkasse in Flensburg.

Wir zeigen Präsenz vor der Landespolitik, welche uns Pflegekräfte einfach im Stich lässt und uns weiterhin mit einer Zwangskammer abspeist. Damit ist uns Pflegekräften nicht geholfen!

Wir möchten Passanten und Interessierte mit dieser Mahnwache auf die Machenschaften von Politik und Pflegeberufekammer aufmerksam machen!

Ziel: 100 Teilnehmer

Nein zur Pflegekammer Schleswig-Holstein: #NOPBKSH

Flensburg hat wieder eine Linksjugend

Lucian Hummel, Initiator der Solid-Gründung in Flensburg

Am Sonntag trafen sich junge Menschen, die sich für eine linke Politik interessieren und der Partei Die Linke nahe stehen. Sie beschlossen eine neue Basisgruppe der Linksjugend Solid in Flensburg zu gründen. Die Linksjugend Solid ist ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband, der mit Forderungen einer sozial gerechten, friedlichen Welt an die Öffentlichkeit tritt.

In Zukunft will sich die Flensburger Gruppe zwei Mal im Monat treffen, um in lockerer Atmosphäre über linke Jugendpolitik zu sprechen und für die kommenden Monate Aktionen zu planen. Erste Forderungen sind die längst überfällige  Entkriminalisierung von Cannabis und die Erhaltung des Bahnhofswaldes als einen Teil der grünen Lunge der Stadt Flensburg.

Der Flensburger Kreisvorstand der LINKEN begrüßt die Neugründung der Linksjugend Solid in Flensburg. „Die Gründung einer Linksjugend ist ein richtiger Schritt! Besonders freut mich der große Zulauf, widerlegt eben dieser doch die Mär der  unpolitischen Jugend. Als Kreisverband empfinden wir die Gründung als  Stärkung und Signal, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zusammen mit dem SDS haben wir nun eine breit aufgestellte Jugend – die wir kräftig  unterstützen werden!“ freut sich Vorstandssprecher Luca Grimminger. Zudem hat sich im letzten Monat der Arbeitskreis für Ökologie und Umwelt im Kreisverband der Linken gegründet. Jeder junge Mensch, der sich für Politik interessiert und etwas gegen den zunehmenden Rechtsruck unternehmen möchte, sei herzlich eingeladen mitzumachen.

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, den 27.11. um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist das Linkenbüro in der Norderstraße 88.

Kontakt über linksjugend@linke-fl.de

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