Von Flensburg über Kalifornien zum eHealth-Experten

Die Faszination für unser Gesundheitswesen führt den Masterstudent Marius Mainz an die renommierte US-Universität in Stanford. Hier absolviert er ein Forschungspraktikum.

Flensburg. Es klingt fast schon zu trivial: „Das Wertvollste in unserem Leben ist die Gesundheit“, sagt Marius Mainz. Aber der Masterstudent der Hochschule Flensburg füllt dieses Prinzip mit Leben. Dabei setzt er auf eHealth. „Durch die rasante technologische Entwicklung eröffnet die Digitalisierung uns unglaubliche Potentiale, um die eigene Gesundheit und das gesamte Gesundheitssystem zu verbessern.“ Er sagt das, während er gerade an der Leland Stanford Junior University in Kalifornien, eine der forschungsstärksten und renommiertesten Hochschulen der Welt, ein Forschungspraktikum absolviert.

Marius Mainz in Stanford.

Angefangen hat der Weg ins Zentrum der Digital Health-Forschung ziemlich bodenständig: Nach dem Abitur absolvierte Mainz eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger. „Seitdem war ich fasziniert von unserem Gesundheitssystem, was mich dann zum Bachelor Pflege- und Gesundheitsmanagement nach Bremen geführt hat“, erzählt er. Nach dem Abschluss war für ihn klar, ein Master-Studium anzuschließen, um sich noch weiter zu spezialisieren. „Durch meine bisherigen Erfahrungen sowie meiner Affinität zu Digitalisierung, Technik und Gesundheit recherchierte ich nach potentiellen eHealth-Studiengängen“, erinnert sich Mainz. „Aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung entschied ich mich dann für Flensburg.“

Im Studiengang eHealth an der Hochschule Flensburg ist ein Forschungspraktikum am Ende des Studiums vorgesehen, dass Mainz nun für sechs Monate ans Center for Digital Health (CDH) der Stanford-Universität führte. „Ich arbeite beispielsweise daran, die bisherigen und die aktuellen Stanford-Projekte und Studien im Digital Health-Bereich zu analysieren, um inhaltlich die Entwicklung sowie den momentanen Stand der Forschung aufzeigen zu können und strukturell einen detaillierten Überblick über die jeweiligen Akteure des Stanford-Ökosystems zu erhalten“, berichtet Marius Mainz über sein Praktikum, das er gerne bei einer zukunftsweisenden Institution außerhalb von Europa absolvieren wollte, um die digitale Entwicklung zu erleben und daran zu partizipieren.

Neben renommierten Professor*innen, ambitionierten Studierenden, gelebter Diversität, erstklassiger Forschung sowie Ausstattung und einem tollen Campus, umrahmt von Palmen und strahlendem Sonnenschein, konnte Mainz so auch an der „Big Data in Precision Health Conference“ teilnehmen, sich mit inspirierenden Menschen vernetzen und an der Weiterentwicklung von Digital Health mitwirken. „Ich habe die Aufbruchs-Mentalität im Silicon Valley erlebt.“ Diese vermisst der Student in Deutschland – noch. „Die Zukunft des Gesundheitswesens ist eindeutig digital“, glaubt Mainz, der auch seine Masterarbeit in Stanford schreiben möchte. „Voraussichtlich werde ich mich dann mit der bisherigen Entwicklung von Digital Health und den zukünftigen Trends in diesem Gebiet auseinandersetzen“, sagt er.

„Es eröffnen sich fachlich sehr gute Möglichkeiten für die Studierenden, in einer wirtschaftlich hervorragenden Umgebung“, betont Prof. Dr. Bosco Lehr, Leiter des Instituts für eHealth und Management im Gesundheitswesen und Vizepräsident für Internationales an der Hochschule Flensburg.

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Veröffentlicht am 26. August 2019, in Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Kultur, Soziales, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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