Archiv für den Tag 10. Juni 2019

„Held*innen hat das Land“ – Ausstellung ab 14.06.2019 im Kulturhof Flensburg

8 junge Flensburger*innen mit und ohne Flüchtlingshintergrund zeigen ihre Bilder

Liebe Mitglieder und Freunde,

anbei die Einladung zur Ausstellung „Held*innen hat das Land“, die ab dem
14. Juni bei uns gezeigt wird.

Die Eröffnung findet am Nachmittag des 14.6. statt, das Café ist geöffnet.

Wir freuen uns auf euren Besuch.

Viele Grüße

Ulrike Möller-Loko

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Der maoistische „Jugendwiderstand“ löst sich auf

Keine Aktivitäten des Revolutionären Kollektiv/Jugendwiderstand mehr in Flensburg

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Die „maoistische“ Gruppe „Jugendwiderstand“ löst sich auf: „Es ist vorbei. Nach fast 5 Jahren intensiver antiimperialistischer und revolutionärer Jugendarbeit mit dem Jugendwiderstand geben wir nun das Ende unserer Organisation bekannt.“ (Homepage des JW vom 9.6.2019) Bekannt wurde sie und ihr erwachsener Klon, „Revolutionäres Kollektiv“, im Bundesgebiet für ihre Provokationen und Gewalt gegen Línke und Libertäre und für ihren militanten Antisemitismus. Auch in Flensburg kam es mehrfach durch Mitglieder des Revolutionären Kollektivs/Jugendwiderstand zu gewalttätigen Attacken gegen Personen, wie aber auch zu Angriffen gegen linke Projekte, dem Infoladen Subtilus, die Senffabrik und zu einem Farbanschlag auf das Büro von Black Mosquito (anarchistischer Mailorder).

„Jugendwiderstand“ und „Revolutionäres Kollektiv“: Hass- und Gewaltparolen an Flensburger Häuserwänden

Schon im letzten Jahr hatten zahlreiche Flensburger Gruppen und Einzelpersonen sich deshalb in einem Offenen Brief gegen das Vorgehen der Gruppe gewandt und das Auftreten ihrer Mitglieder scharf verurteilt.

Der „Jugendwiderstand“, der sich vor allem auf die politische Ideologie und Praxis der maoistischen Gruppen in den siebziger und achtziger Jahren beruft, wurde vor fünf Jahren als hierarchische und „revolutionäre Kaderorganisation“ in´s Leben gerufen. Die Gruppe konnte, wie auch das Revolutionäre Kollektiv, nur in wenigen deutschen Großstädten Fuß fassen. Dort wollte man vor allem „proletarische“ und pauperisierte Jugendliche, insbesondere mit Migrationshintergrund gewinnen, was allerdingst nur bedingt gelang, so stammen die Führungskader und Mitglieder mehrheitlich aus kleinbürgerlichen Verhältnissen.

In den letzten zwei Jahren kam es bundesweit zunehmend zu Konflikten mit anderen linken Gruppen, wurde vom Jugendwiderstand und RK ein antisemitisches, frauenfeindliches und nationalistisches Weltbild kultiviert und politisch Andersdenkende bedroht. Das Machogehabe, die hohe Gewaltbereitschaft und das martialische Auftreten der vornehmlich jungen Männer des Jugendwiderstand, sorgten dabei immer wieder für Spannungen und Konflikte auf Kundgebungen und Demonstrationen.

Da aufgrund dieses Auftretens der Jugendwiderstand immer mehr in den Fokus der öffentlichen Berichterstattung geriet, in der linken Szene keiner mehr mit ihnen zusamenarbeiten wollte, sich auch innerorganisatorisch Streit und Zwietracht breitmachten, wurde der Druck auf die Gruppe immer größer. Ebenso hatten die Staatsschutzbehörden den Jugendwiderstand bereits seit einiger Zeit im Visier, drohte ein Verbot.  Das alles bewog deren Führung offensichtlich gestern in einer Erklärung mit dem Titel: „Das Ende des Jugendwiderstand“ die Auflösung der Gruppe bekannt zu geben. Neben einer Art Selbstkritik findet sich in der Erklärung aber auch ein Hinweis, der nicht ausschließt, dass man sich in einem anderen Organisationszusammenhang wieder zusammenfindet. „Andere müssen ab diesem Moment übernehmen und dürfen vor ihren Aufgaben nicht zögern. Der Jugendwiderstand hat seine Rolle gespielt.“ Es gebe „ein unfassbares Potential für eine blutrote und ideologisch klare Organisation in unserem Land, was vor einigen Jahren so niemand geahnt hätte“. Und zum Schluss der Erklärung heißt es: „Der Jugendwiderstand hat seine Aufgaben erfüllt. Somit sind mit sofortiger Wirkung sämtliche Strukturen des Jugendwiderstand aufgelöst und stellen ihre Tätigkeit ein. Die Homepage ebenso wie Facebook werden als Archiv weiter bestehen bleiben. “ (findet sich hier: http://jugendwiderstand.blogspot.com/2019/06/das-ende-des-jugendwiderstand.html# )

In Flensburg herrscht schon seit etwas längerer Zeit Ruhe. Die Facebook-Seite des mit dem Jugendwiderstand verbandelten Revolutionären Kollektivs Flensburg ist bereits seit rund drei Wochen offline, größere Aktivitäten der stadtbekannten Mitglieder gibt es nicht mehr. Angeblich sollen einige sogar schon vor Monaten ausgetreten sein.  Somit verfügt der RK in Flensburg auch nicht mehr über arbeitsfähige Organisationsstrukturen. Es bleibt also abzuwarten, was sich in den nächsten Monaten und Jahren in Flensburg tun wird.

Zur Auflösung des Jugendwiderstand auch ein Beitrag im Tagesspiegel vom 10.06.2019: Der „Jugendwiderstand“ ist am Ende – Maos Schläger aus Neukölln lösen sich auf
unter: https://www.tagesspiegel.de/berlin/der-jugendwiderstand-ist-am-ende-maos-schlaeger-aus-neukoelln-loesen-sich-auf/24440442.html

Weitere Infos zum „Revolutionären“ Kollektiv Flensburg unter: https://rkwatchfl.noblogs.org/

Mehr zum Revolutionären Kollektiv Flensburg und seiner Gewaltbereitschaft gegen Linke und Libertäre:

AKOPOL-Beitrag vom 26.04.2019: Gewaltsamer Übergriff von Mitgliedern des „Revolutionären Kollektivs Flensburg“ unter: https://akopol.wordpress.com/2019/04/29/gewaltsamer-uebergriff-von-mitgliedern-des-revolutionaeren-kollektivs-flensburg/

AKOPOL-Beitrag vom 16.03.2019: »Revolutionäres Kollektiv« verübt Farbanschlag auf Black Mosquito unter: https://akopol.wordpress.com/2019/03/16/revolutionaeres-kollektiv-veruebt-farbanschlag-auf-black-mosquito/

In dem AKOPOL-Beitrag vom 27.06.2018: Offener Brief von Flensburger Gruppen, Initiativen und Persönlichkeiten zum Revolutionären Kollektiv: „Innerlinke“ Gewalt und Frauenverachtung – ausgeschlossen! unter: https://akopol.wordpress.com/2018/06/27/offener-brief-zum-revolutionaeren-kollektiv-flensburg-innerlinke-gewalt-und-frauenverachtung-ausgeschlossen/

Der Akopol-Beitrag vom 15.06.2018: Pseudomaoistisches „Revolutionäres Kollektiv“ treibt in Flensburg sein Unwesen – LINKE über Beurteilung uneins unter: https://akopol.wordpress.com/2018/06/15/pseudomaoistisches-revolutionaeres-kollektiv-treibt-in-flensburg-sein-unwesen-linke-ueber-beurteilung-uneins/

 

Ein Beitrag der DKP Flensburg vom 2.7.2018: Röhms Kindergarten maskiert sich als „Revolutionäres Kollektiv“ unter: https://dkpflensburg.wordpress.com/2018/07/02/roehms-kindergarten-maskiert-sich-als-revolutionaeres-kollektiv/

Das „Revolutionäre Kollektiv“ ist zudem der „erwachsene“ Klon der Gruppe „Jugendwiderstand“. Dazu auch der Zeitungsbeitrag: Stimmungsmache mit der Splittergruppe – Maoistische Gruppe »Jugendwiderstand« sorgt durch Gewalt und Israelhass immer wieder für Aufregung unter: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1087250.debatte-ueber-jugendwiderstand-stimmungsmache-mit-der-splittergruppe.html

Besonders aufschlussreich: Die Kameradschaft »Jugendwiderstand« und die Neonazis: Die maoistische Gruppe aus Berlin auf extrem rechten Wegenhttp://www.friedensdemowatch.com/2018/12/06/die-kameradschaft-jugendwiderstand-und-die-neonazis-die-maoistische-gruppe-aus-berlin-auf-extrem-rechten-wegen/

Ein Beitrag aus dem TAGESSPIEGEL vom 10.12.2018:  Gewalttätige Politsekte „Jugendwiderstand“ Maos Schläger aus Berlin-Neukölln
Der „Jugendwiderstand“ attackiert systematisch Andersdenkende – am liebsten ebenfalls Linke. Nun kommt raus: Ihr Wortführer ist ein Kreuzberger Kindergärtner.https://www.tagesspiegel.de/berlin/gewalttaetige-politsekte-jugendwiderstand-maos-schlaeger-aus-berlin-neukoelln/23729980.html

Ebenfalls berichtete die taz am 17.5.2018: Angriffe auf Andersdenkende in Berlin – „Was machst du hier? Du Zionist“ Die maoistische Gruppe „Jugendwiderstand“ attackiert Linke, die nicht in ihr antizionistisches Weltbild passen. Jetzt gibt es Widerstand aus der Szene. unter: http://www.taz.de/!5503830/

Ein aufschlussreicher Beitrag auf der Website ruhrbarone.de vom 9.4.2018, in dem auch die krude Macho- und Gewaltideologie beschrieben wird:Diese Jugendwiderständler haben versucht Journalisten einzuschüchtern unter: https://www.ruhrbarone.de/jugendwiderstand-einschuechterung-journalisten/153617

 

Sommerateliers am 15. / 16. Juni 2019 in Schleswig-Holstein – Ausstellungen auch in Flensburg und im Kreis Schleswig-Flensburg

Sommerateliers Schleswig-Holstein 2019 – Künstlerinnen und Künstler der Landesverbände öffnen ihre Türen

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Kunst Schleswig-Holsteins wieder in ihrer ganzen Vielfalt:

Am 15. Juni und 16. Juni öffnen die Mitglieder der Landesverbände für angewandte und bildende Kunst (BAK, BBK und Gedok) wieder ihre Ateliers dem interessierten Publikum.

Öffnungszeiten: 11 – 19 Uhr

Über 100 Künstler zeigen in ihren Ateliers, Werkstätten und Galerien ein breites Spektrum aus den Bereichen Metall, Keramik, Holz, Textil, Glas, Papier, Malerei, Grafik, Skulptur, Foto/Video, Objekt und Installation. Und genau so vielfältig sind auch die Orte, an denen sich KünstlerInnen im ganzen Land niedergelassen haben.

„Sommerateliers 2019” bieten die Möglichkeit zum direkten Dialog und der zwanglosen Begegnung mit den Künstler*innen und ihren Arbeiten, geben Einblick in Schaffensprozesse und die Produktionsräume. Das ist der große Unterschied zu den Ausstellungen, in denen nur eine kleine Werkauswahl, bei der der Schaffensprozess als abgeschlossen gelten darf, gezeigt wird. Ateliers haben dagegen ihre eigene geheimnisvolle Magie. In ihnen wird gedacht, geplant, experimentiert, produziert und bewahrt.

Die auch für Smartphones taugliche Website www.sommerateliers-sh.de ermöglicht eine Suche nach TeilnehmerInnen in den unterschiedlichen Regionen und Genres auch von unterwegs:  Auf den Websites der KünstlerInnen können sie sich darüber hinaus über weitere Angebote in den Ateliers an diesem Wochenende oder abweichende Öffnungszeiten informieren.

Liste der Künstler und Übersicht der Ausstellungen in Schleswig-Holstein: Ausstellungsorte 2019

Begeben Sie sich auf eine abwechslungsreiche Entdeckungstour durch Schleswig-Holstein, die Künstler*innen der „Sommerateliers 2019” und deren Gäste freuen sich über Ihren Besuch.

Auch in diesem Jahr nehmen dänische Kolleg*innen aus Süddänemark/Kommune Aabenraa teil. Weitere Informationen dazu finden Sie unten stehend.

Der Beirat für Bildende Kunst in Aabenraa stellt sich vor
dansk version

Parallel zu den erfolgreichen Sommerateliers in Schleswig-Holstein wurden seit dem Jahr 2009 in Regie des Beirates für Bildende Kunst in Aabenraa (Aabenraa Billedkunstråd) auch die „offenen Ateliertage” in Süddänemark initiiert und innerhalb der Kommune Aabenraa (ca. 60.000 Einwohner) mit Erfolg durchgeführt.

Wir möchten auch weiterhin gemeinsam mit dem BBK, BAK und GEDOK dieses erfolgreiche Konzept der offenen Ateliers grenzüberschreitend durch Möglichkeiten der Teilnahme dänischer Künstler*innen an den Sommerateliers in SH fortführen. So sind dänische Künstler*innen des Künstler*innen-Berufsverbandes BKF und des Verbandes für angewandte Kunst DKoD eingeladen, sich durch Präsentation ihrer Kunst in Ateliers in Schleswig-Holstein zu beteiligen.

Hiermit möchten wir zum einen eine kulturpolitische Fokussierung auf die professionellen künstlerischen Potentiale nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze erreichen und zum anderen den grenzüberschreitenden fachlichen Dialog fördern. So werden, in naher Zukunft, interessierte Künstler*innen aus Schleswig-Holstein die Möglichkeit haben, ihre Arbeiten in Dänemark zu präsentieren.

dansk version

Billedkunstrådet i Aabenraa kommune har siden 2009 organiseret ”Åbent Atelier” i kommunen (ca. 60.000 indbyggere), derligger i det sydlige Danmark. Arrangementet finder sted samtidig med de vellykkede ”Sommerateliers” der afholdes i den tyske delstat Slesvig-Holsten. Sammen med de faglige organisationer i Slesvig-Holsten (BBK, BAK, GEDOK) og de tilsvarende i Danmark (BKF og DKoD) forsøges det at gøre disse atelierdage grænseoverskridende.

Dette gøres ved, at danske kunstnere og kunsthåndværkere vil blive inviteret til at deltage i Sommerateliers 2019. Formålet med invitationen er for det første at vække et kulturpolitisk fokus på det professionelle kunstneriske potentiale nord og syd for den dansk-tyske grænse og for det andet at befordre en grænseoverskridende faglig dialog.

I den nærmeste fremtid vil interesserede kunstnere fra Slesvig-Holsten derfor have muligheden for at præsentere deres værker og arbejde i Danmark.

Wir danken dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein für die Unterstützung

Siehe auch zu Sommerateliers Schleswig-Holstein 2019 die Ausstellungsankündigung für Flensburg:
Flensburger Galerie TonArt öffnet am 15. Juni und 16. Juni ihre Türen https://akopol.wordpress.com/2019/06/09/sommerateliers-schleswig-holstein-2019-flensburger-galerie-tonart-oeffnet-am-15-16-juni-ihre-tueren/

 

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