Archiv für den Tag 10. Mai 2019

Flensburger Bahnhofsquartier im Fadenkreuz der Bau- und Immobilienwirtschaft

Neues Projekt an der Bahnhofstraße?

Ein Beitrag von Jörg Pepmeyer

Außerst knapp endete am letzten Dienstag die Abstimmung im Flensburger Planungsausschauss zum geplanten Bau eines Hotels und Parkhauses an der Bahnhofstraße. Das Scheitern des Projekts im Ausschuss bedeutet jedoch nicht, dass damit alles vorbei ist. Wie Insider nach der Ausschuss-Sitzung berichteten, hätten die beiden Investoren Ralf Hansen und Jan Duschkewitz bereits für die Planungen und den Kauf des Grundstücks so viel Geld investiert, dass sie offenbar bereit seien, ein neues Bauprojekt für das Gelände anzuschieben. Es bleibt also abzuwarten mit welch neuen Plänen sie in den nächsten Monaten versuchen werden, die Kommunalpolitiker doch noch für eine Bebauung des Geländes zu überzeugen.

Generell macht das Projekt der beiden Investoren jedoch deutlich, wie groß das Interesse der Flensburger Bau- und Immobilienwirtschaft mittlerweile am Bahnhofsquartier ist. Innenstadtnah, nicht weit von der Uni und verkehrlich gut erschlossen, verfügt es über große, zur Bebauung geeignete Flächen. So könnte dort in den nächsten Jahren ein komplett neuer Stadtteil entstehen. Dafür wurden von Stadt und Politik die Weichen bereits vor sechs Jahren gestellt.

Am 14.02.2013 schuf die Ratsversammlung mit der Zustimmung zur Vorlage RV-1/2013 Förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Südstadt, Bahnhofsumfeld“ und Zustimmung zum Rahmenplan die Voraussetzung für den großflächigen Umbau des Bahnhofsviertels. Ein erstes Opfer war im Rahmen dieses Beschlusses und seiner Folgen der traditionsreiche Eisenbahner-Sportverein VfB Nordmark (*). Das mehr als 3,5 Hektar große Gelände mit Fußballplatz, Tennisplätzen und Gebäuden, die der VfB Nordmark seit Jahrzehnten nutzte, wurden von der Bahn an die Stadt Flensburg verkauft und anschließend mit dem Bagger platt gemacht. Für den VfB Nordmark war es das Aus und der Verein meldete Insolvenz an. Auch das Kulturzentrum Kühlhaus geriet in den Fokus der städtischen Planungsabteilung mit ihrem damaligen Chef Dr. Peter Schroeders. Um attraktives Bauland für Investoren zu schaffen, sollte das Kühlhaus sein bisheriges Domizil am ehemaligen Güterbahnhof, das jedoch dem Trägerverein gehört, verlassen. (**)

In den nächsten Monaten dürfte das Bahnhofsquartier jedoch wieder verstärkt Thema der kommunalpolitischen Debatten und Entscheidungen werden. Angesichts der enormen Wohnungsnachfrage in der Stadt wächst der Druck auf die Kommunalpolitik, zügig für Projekte Baurecht zu schaffen. Dabei sollte aber unbedingt verhindert werden, dass das Bahnhofsumfeld und jetzige Sanierungsgebiet zum Spielplatz finanzkräftiger Investoren wird, denen es weniger um einen sozial ausgewogenen Wohnungsbau geht, als um eine höchstmögliche Rendite. Dafür bedarf es zwingend eines neuerlichen öffentlichen und kommunalpolitischen Diskurses, in dem demokratisch mit den Bürgern wohnungsbaupolitische Leitlinien formuliert, alternative und umweltschonende Entwicklungskonzepte für das Viertel erarbeitet und vorgestellt werden.  Das war in der bisherigen Bürgerbeteiligung leider etwas zu kurz gekommen. Und ebenso sollte planungsrechtlich sicher gestellt werden, dass der Bau von Sozialwohnungen dort Vorrang hat, hierfür eine entsprechende Quote festgelegt und ebenfalls die notwenige Infrastruktur bereitgestellt wird, die notwenig ist, um das „neue“ Stadtviertel für alle jetzigen und zukünftigen Bewohner lebendig und lebenswert zu machen.

* Siehe zum VfB Nordmark den shz-Beitrag vom 26. Juni 2014: VfB Nordmark: Das traurige Ende eines Traditionsvereins – Quelle: https://www.shz.de/6960866 ©2019

** Siehe zum Kühlhaus den shz.Beitrag vom vom 9.3.2013: Kulturzentrum in Flensburg: Stadt setzt Kühlhaus unter Druck – Quelle: https://www.shz.de/4938 ©2019

Mehr Infos und eine Chronologie zum Thema Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes auch hier: https://www.wir-in-flensburg.de/themen/siedlungsplanung/bahnhofsumfeld

Hier geht´s zur Seite der Stadt Flensburg mit Infos zum Bahnhofsumfeld und was bisher geschehen ist:  https://www.flensburg.de/Wohnen-Wirtschaft/Stadt-und-Landschaftsplanung/St%C3%A4dtische-Planungen/index.php?La=1&object=tx,2306.316.1&kat=&kuo=2&sub=0

 

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Veranstaltung der Musikschule Flensburg am 12. Mai um 11 Uhr

Sahneschnittchen spielen für Uganda

Am Sonntag, den 12. Mai spielen die „Flensburger Sahneschnittchen“ zugunsten des Vereins Study for Life e.V.. Das Benefizkonzert mit Tonfilmschlagern und Salonmusik findet um 11 Uhr im Emmi-Leisner-Saal der Musikschule Flensburg statt. Study for Life e.V. unterstützt die gleichnamige gemeinnützige Organisation in Uganda, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch verschiedene Bildungsangebote stärkt. Zu den Aktivitäten der Organisation zählen ein Schulgebührenprogramm, Nachhilfe sowie Workshops im Bereich Life Skills, Gesundheit und Entrepreneurship. Weitere Informationen zur Arbeit von Study for Life finden Sie unter www.studyforlife.org.

MUSIKSCHULE FLENSBURG

Ltg. Gabriel Koeppen
Marienkirchhof 2-3
24937 Flensburg
Tel. (0461) 14 19 111
Fax (0461) 14 19 116

Die Parklets sind wieder da

Flensburg. Die Parklets, die letztes Jahr als Leuchtturm-Projekte des Masterplans Mobilität vom Jugendaufbauwerk (JAW) gebaut und aufgestellt wurden, werden aktuell wieder im Flensburger Straßenraum platziert. Bei den Parklets handelt es sich um ansprechend gestaltete, begrünte Sitzgruppen, die den öffentlichen Raum als Lebensraum anstatt für parkende Autos nutzbar machen sollen.
Dieses Jahr steht eines auf dem Parkplatz Schiffbrücke, eines am nördlichen Ende der Neustadt und das größte – wie im letzten Jahr – in der Norderstraße. Die beiden ersten stehen bereits an der Schiffbrücke und in der Neustadt und wurden in den vergangenen Tagen bereits genutzt.
Das im letzten Jahr sehr beliebte Parklet in der Norderstraße ist jetzt natürlich auch wieder aufgestellt worden. Damit steht auch hier wieder eine Sitzgruppe anstelle von Parkplätzen zur Verfügung und lädt Menschen aus dem Quartier sowie Besucherinnen und Besucher ein zu verweilen und den Straßenraum als Lebensraum zu nutzen.

Ausbildung bei der Stadt Flensburg

Neue Broschüre vorgestellt

Flensburg. Oberbürgermeisterin Simone Lange und Andrea Enders von der Personalabteilung der Stadt präsentierten heute bei der Nordjob die neue Broschüre zur Ausbildung bei der Stadt Flensburg. Auf 28 Seiten werden anschaulich und ausführlich die Berufe vorgestellt, in denen die Stadt ausbildet. Die Spannweite reicht dabei von der klassischen Verwaltungsausbildung bis zur Brandmeister*in bei der Berufsfeuerwehr.
Interessierte können sich direkt an Frau Enders unter der Telefonnummer 0461/85 29 08 wenden oder per Mail  Kontakt aufnehmen unter personalabteilung@flensburg.de.
In Kürze wird die Ausbildungsbroschüre auch in digitaler Form auf der Homepage der Stadt zur Verfügung stehen.

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