Bündnis zur Erhaltung des Bahnhofswaldes: Treffen am 12. Mai im Aktivitetshuset

Sonntag, den 12. Mai um 19 Uhr
im Aktivitetshuset
Norderstraße 49 – 24939 Flensburg

Bündnis zur Erhaltung des Bahnhofswaldes Kontakt: wald@fridux.de

Die Stadtverwaltung und Teile der Flensburger Politik wollen vor dem Bahnhof Raum für ein Parkhaus und ein siebenstöckigen Hotel schaffen und nehmen dafür die Zerstörung des Waldes zwischen der Bahnhofstraße und der Schleswiger Straße billigend in Kauf. Zudem sollen noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten zugunsten von Gewerbe geprüft werden. Sollte es nach den Wünschen der Investorinnen, Investoren und der Politik gehen, ist davon auszugehen, dass das gesamte Gebiet als wichtige, ökologische “grüne Lunge” der Stadt unwiederbringlich verloren geht. Die Erschließung des Hotels und des Parkhauses soll zudem über die Bahnhofsstraße erfolgen, was eine Zerstörung des Alleecharakters der Straße zufolge hätte. Der Vorschlag für eine Reduzierung des Baukörpers und einen damit angeblich verbundenen “sanfteren” Eingriff in die Natur überzeugt – auch aufgrund bisheriger Erfahrungen mit ähnlichen Vorhaben – zum aktuellen Zeitpunkt nicht. So zeigt beispielsweise die Erweiterung des Tagungshotels am Rathausvorplatz 2015, dass die ursprünglich geplante Höhe von 51,82 Metern durch einen Nachtrag 2017 auf  56,41 Meter angepasst worden ist.

Weiter kritisieren wir, dass eine – wenn auch im Verhältnis 1:3 stattfindende – Aufforstung außerhalb der Stadt, dem Stadtbild im Stadtkern schaden und dieses weiter verengen wird. Die Aufforstung durch sieben Linden in unmittelbarer Nähe kann in keiner Weise für den zerstörten Wald und den abhandenkommenden Alleecharakter entschädigen.
Obendrein ist unklar, wie es um die Festigung des Steilhanges bestellt ist; ob dieser ebenfalls weiter abgerodet werden muss, da er sonst womöglich eine Gefahr für die Gebäude darstellt, oder ob Hoffnung auf Erhalt besteht.
Klar ist jedoch, dass eine vierundzwanzigstündige Bewirtschaftung einen erheblichen Einfluss haben wird, beispielsweise auf die ansässigen Fledermäuse, die sich in ihrem hoffentlich noch verbleibenden Lebensraum durch die Beleuchtung und den kontinuierlichen Lärm stets gestört und bedroht fühlen werden. Wir fordern den langfristigen Erhalt des Waldbiotops in seiner jetzigen Form, damit er weiterhin als Habitat für Fledermäuse fortbestehen kann: Dies schließt den Erhalt des Waldes und der einzelnen Bäume ein, sowie die zusätzliche Versiegelung der Flächen aus.
Der Stadtpolitik obliegt die Verantwortung dafür, einen Alternativstandort für ein Hotel zu suchen, bei dem keine natürlichen Flächen versiegelt werden müssen!

Luca Grimminger | Tyll Reinisch | Dorothea Buescher | Nicolas Jähring

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Veröffentlicht am 7. Mai 2019 in Aufrufe, Ökologie, Bahnhofswald, Bahnhofswald Flensburg, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Kultur, Kulturtipps, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung, Veranstaltungstipps und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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