Archiv für den Tag 19. Februar 2019

Jüdisches Museum in Rendsburg: Vortrag und Workshops im März 2019

Mittwoch, 6. März, 14.30 Uhr: Workshop für Multiplikatoren „Antisemitismus heute. Wie Verschwörungstheorien entstehen und wirken.“ – Jetzt anmelden!

Allein von Januar bis März 2017 wurden bundesweit 179 antisemitische Straftaten erfasst, darunter fünf Gewalttaten und 30 Propagandadelikte. Der wachsende Antisemitismus in Europa gefährdet nicht nur Juden, sondern stellt einen Angriff auf unsere demokratischen Werte dar. Antisemitismus zeigt sich in verschiedenen Formen, er ist wandelbar und manchmal nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
Der dreistündige Workshop, der im Rahmen der Sonderausstellung „Angezettelt“ stattfindet, richtet sich an Multiplikatoren und bietet:
– ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweisen und der Anziehungskraft von Antisemitismus und Verschwörungstheorien;
– Ansatzpunkte, um das Thema im pädagogischen Kontext einzubringen und junge Menschen zu sensibilisieren;
– die Erarbeitung von praxisbezogenen Strategien der Primärprävention im Bereich der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.
Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel, AKJS Schleswig-Holstein e.V., AWO Schleswig-Holstein. Am Dienstag, 19. März, und am Mittwoch, 20. März, findet jeweils ab 9 Uhr ein vergleichbarer Workshop für Schüler statt.

Anmeldung ist erforderlich unter 04331 440 430 oder service@landesmuseen.sh

Szene im Jüdischen Museum Rendsburg © Landesmuseen Schloss Gottorf 2019

Dienstag, 12. März, 19 Uhr: Die „Neue Rechte“ und die Juden. Antisemitismus, Erinnerungspolitik, Pro-Israelismus

Im Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute“ führt der Berliner Historiker Dr. Marcus Funck in ein zuletzt viel diskutiertes Thema ein: Das Verhältnis der „Neuen Rechten“ zu den Juden.
Mit der AfD ist eine in Teilen völkisch ausgerichtete rechte Partei in die Parlamente eingezogen. Ihr völkisch-rechtsradikaler Flügel ist eng mit der „Neuen Rechten“ verwoben. Deren Verhältnis zu Juden in Deutschland, zu einer kritischen Erinnerungskultur und zu Israel ist höchst widersprüchlich.
Wie lassen sich also die Orientierungen der ‚Neuen Rechten‘ einordnen? In welchem Verhältnis stehen sie zu klassischen antisemitischen Positionen der radikalen Rechten? Und was bedeutet dies für in Deutschland lebende Juden? Dr. Marcus Funck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studiengangsleiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, hat sich intensiv mit dem Entstehen der „Neuen Rechten“ und ihren Beziehungen zur AfD befasst.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Anmeldung nicht erforderlich.

Fotomontage zur Ausstellung „Angezettelt“ © Landesmuseen Schloss Gottorf 2019

Dienstag, 19. März, und Mittwoch, 20. März, jeweils 9 Uhr: Workshop für Schüler „Antisemitismus heute. Wie Verschwörungstheorien entstehen und wirken.“ – Jetzt anmelden!

In den Workshops für Schulklassen (Sekundarstufe I und II) schauen sich die Teilnehmer gemeinsam an, was so anziehend ist an Verschwörungstheorien und wie leicht es ist, glaubhafte Behauptungen zu einer Erzählung zu machen. Dabei verbinden sie Theorie mit praktischen Übungen, um Muster und Wirkungsweise von menschenverachtenden, verschwörerischen Erzählungen auf die Schliche zu kommen.
Ein Angebot in Zusammenarbeit mit: Regionales Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel, AKJS Schleswig-Holstein e.V., AWO Schleswig-Holstein.

Anmeldung unter 04331 440 430, service@landesmuseen.sh

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

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