Archiv für den Monat Dezember 2018

Ende der Mietpreisbindung für 1.117 Sozialwohnungen in Flensburg – DIE LINKE fordert zügige Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft

Scharfe Kritik an Flensburger Parteien und Verwaltung

Am 28.12. berichtete das Flensburger Tageblatt über das Ende der Mietpreisbindung für über 20.000 Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein ab 31.12.2018 und über die Praxis der Wohnungskonzerne über intransparente Betriebskosten zusätzliche Profite einzuheimsen: Sozialwohnungen in SH – Mehr als 20.000 Haushalten droht eine Mieterhöhung – Quelle: https://www.shz.de/22087497 ©2018 . Allein in Flensburg gehen damit über 1.100 Sozialwohnungen verloren und den MieterInnen drohen nun saftige Mieterhöhungen. Hierzu auch die kritische Stellungnahme der Partei DIE LINKE Flensburg:

Über 1000 Wohnungen fallen in Flensburg zum 1. Januar aus der Mietpreisbindung: Drastische Mietsteigerungen befürchtet!

Der soziale Wohnungsbau ist in einer tiefen Krise: Immer mehr Wohnungen fallen aus der Bindung. Verwaltung und Mehrheit der Parteien haben den Bau bezahlbarer Wohnungen über 10 Jahre gegen den Rat der LINKEN bewusst verpennt!

Das Flensburger Tageblatt macht am 28.12. mit einer erschreckenden, aber leider vorhersehbaren Meldung auf: Zu Jahresbeginn fallen in Flensburg 1.117 Wohnungen aus der Mietpreisbindung – das heißt, sie sind keine Sozialwohnungen mehr. Das betrifft nahezu jede 20. aller Flensburger Wohnungen. Für die Betroffenen könnten die Mieten in drei Jahren nun um 20 Prozent steigen – bisher waren für den gleichen Zeitraum noch nicht einmal 5 Prozent erlaubt.

Seit Jahren setzt sich DIE LINKE Flensburg für einen verstärkten Bau von Sozialwohnungen (am besten durch die Gründung einer stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft) ein, beißt aber bei den meisten anderen Parteien immer wieder auf Granit. Bereits Anfang 2016 hätte die Flensburger Ratsversammlung einem Antrag der LINKEN-Fraktion auf Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zustimmen können, die den Bau von Sozialwohnngen federführend in Angriff nehmen sollte. Die Mehrheit der Ratsparteien lehnte dies jedoch ab.

Der Kreisvorsitzende Herman U. Soldan erklärt dazu: „Es ist eine unerträgliche Arroganz, dass die anderen Parteien und die Verwaltung konsequent und willentlich an den Bedürfnissen der Flensburgerinnen und Flensburger vorbei bauen lassen und dabei immer wieder nur die privaten Investoren bedienen! Wenn die Stadt ihre eigenen Rahmensetzungen für geförderten Wohnraum auch nur annähernd einhalten will, müssen von jetzt an nur noch Sozialwohnungen gebaut werden! Aber selbst das ignorieren die Verantwortlichen im Flensburger Rathaus.“

Dass es jetzt noch viel weniger bezahlbare Wohnungen in Flensburg gibt, dürfte den Mietendruck noch weiter erhöhen, zumal auch die Nebenkosten durch viele Vermieter unverhältnismäßig stark angehoben werden. – „Das Ganze ist nicht nur einfach Wohnungsnot, sondern eine soziale Katastrophe – in erster Linie für die Betroffenen, die in diesen mehr als tausend Wohnungen leben, und gleichzeitig auch für die gesamte Stadt. Die bisherige Wohnungspolitik der Stadt hat auf kompletter Linie versagt. Nun muss ohne weitere Taktiererei und ohne weitere Verbandelung mit der privaten Bauwirtschaft eine klare Umkehr zum sozialen Wohnungsbau her. Vorsätzlicher Wohnungsleerstand muss sanktioniert werden, und die Stadt muss in eigener Regie Wohnungen neu oder zurückkaufen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Und dann muss natürlich ganz schnell eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft her!“, fordert Herman U. Soldan.

Zum gleichen Thema auch der AKOPOL-Beitrag: „Die Wohnungsnot ist politisch gemacht worden“ – Auch in Flensburg unter: https://akopol.wordpress.com/2017/08/05/die-wohnungsnot-ist-politisch-gemacht-worden-auch-in-flensburg/

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Flensburger SPD-Funktionär tritt aus Partei aus und schließt sich der LINKEN an

Nicolas Jähring, bisheriger Vorsitzende des Flensburger SPD-Ortsvereins Adelby-Engelsby und Pressesprecher von Simone Lange erklärt dazu in einem Facebook-Post am 29.12.2018:

„Das neue Jahr startet für mich mit einer Veränderung. Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen, die SPD zu verlassen. Es gibt viele Gründe, die mich dazu bewegt haben. An dieser Stelle möchte ich mich bei denen bedanken, die mich immer unterstützt haben.
Meine politische Arbeit werde ich fortan bei der Partei DIE LINKE einbringen. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen, dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich freue mich auf die zukünftige, gemeinsame Arbeit für soziale Gerechtigkeit und Frieden sowie der gerechten Verteilung des Reichtums. Der zunehmenden Spaltung und dem wachsenden Rassismus stelle ich mich entschieden entgegen. Aber auch für eine konsequente Klima und Umweltpolitik setzte ich mich ein, denn hier ist dringender Handlungsbedarf nötig. Wir haben nur diesen einen Planeten. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019. Bis bald.“

Jähring hat unter anderem auch das Vorwort für Simone Langes neues Buch „Sozialdemokratie wagen!“ geschrieben und ist ein enger politischer Vertrauter der Oberbürgermeisterin. In der SPD Flensburg galt er neben dem ehemaligen Kreisvorsitzenden Florian Matz als einer der jungen Erneuerer, die jedoch vom Flensburger Parteiestablishment um den SPD-Fraktionsvorsitzenden Helmut Trost regelmäßig abgewatscht wurden.

Der shz berichtet zudem heute auf seinem Online-Portal, dass Jähring auf Anfrage deutlich gemacht habe, dass er sich schon seit längerer Zeit über den Zustand der SPD geärgert habe. Zudem kritisiere er auch das Vorgehen der Parteiführung gegenüber der Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange anlässlich ihrer Kandidatur für den SPD-Bundesvorsitz.

Gabriele Ritter, Fraktionsvositzende der LINKEN in der Flensburger Ratsversammlung begrüßte den Schritt von Jähring und freut sich schon auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Programm des Kulturhof Flensburg im Januar 2019

Liebe Freunde des Kulturhofs,

das neue Jahr steht vor der Tuer und wir hoffen, dass Ihr alle gesund hineinkommt.

Im Januar gibt es mehrere Wohnzimmerkonzerte und viele andere spannende und andere Events.

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Eure Ulrike

Kulturhof Flensburg e. V.
Große Straße 42 – 44

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

FEUERSPUREN – Jahreswechsel-Ausstellung mit Arbeiten von sechs KeramikerInnen noch bis 13.01.2019 in der Galerie TonArt Flensburg

 

Kunst- und Kulturquartier TonArt, Schloßstr. 16, 24939 Flensburg www.tonart-flensburg.de

 

SBV und TBZ werten Flensburger Hochzeitswiese an der Marienau auf

Michael Ebsen, Jürgen Möller, Heiko Ewen bei der Baumpflanzung auf der Hochzeitswiese

Pflanzung von zehn Obstbäumen – SBV spendet 15.000 Euro

Mit einer gemeinsamen Baumpflanzung haben die Vorstände des Selbsthilfe-Bauvereins (SBV) Jürgen Möller (Vorsitzender) und Michael Ebsen zusammen mit dem Geschäftsführer des Technischen Betriebszentrum Flensburg (TBZ) Heiko Ewen den Auftakt für die weitere Aufwertung der sogenannten Hochzeitswiese an der Marienau gegeben. Der SBV übernimmt die Kosten für die Pflanzung von zehn Bäumen mit einer Spende in Höhe von 15.000 Euro.

Der Hochzeitswiese in der Marienau war ursprünglich eine Streuobstwiese, auf der später zu Anlässen wie Hochzeiten oder Taufen Bäume angepflanzt werden konnten. In den letzten Jahren sind diese Möglichkeit und die Hochzeitswiese allerdings zunehmend in Vergessenheit geraten. Nachdem das TBZ in Zusammenarbeit mit dem NABU und dem Verein Villekula bereits im vergangenen Jahr diese Tradition wieder aufleben ließ, bietet sich dank der Spende des SBV nun die Chance, die Hochzeitswiese deutlich aufzuwerten. Nicht mehr gesunde Bäume können ersetzt sowie neue gepflanzt werden.

„Wir freuen uns, dass mit unserer Spende die ursprüngliche Streuobstwiese erhalten werden kann. Die Pflanzung eines Baumes zu einem festlichen Ereignis ist eine schöne Tradition, die wir gerne unterstützen.“ betonte der SBV-Vorstandsvorsitzende Jürgen Möller. TBZ-Geschäftsführer Heiko Ewen ergänzte: „Mit dem Verein Villekula e.V. haben wir einen engagierten Partner gefunden, an den sich Hochzeitspaare oder Taufpaten wenden können um Unterstützung bei der Baumpflanzung zu erhalten. Wir würden uns natürlich freuen, wenn möglichst viele Flensburgerinnen und Flensburger dieses Angebot nutzen.“

Blick über die Dächer der Stadt – Webcam auf dem Flensburger Rathaus geht ans Netz

Ab sofort gibt es einen ganz neuen Blick auf die Stadt Flensburg. In Kooperation mit der Tourismus Agentur Flensburger Förde (TAFF) hat die Stadtverwaltung auf dem Rathaus eine neue Webcam installiert, die Richtung Norden ausgerichtet ist. Während die TAFF die Anschaffung der Technik ermöglicht hat, ermöglichte die Stadt Flensburg die technischen Aspekte der Aufstellung.

Die Bilder werden ins Netz gestellt über die Webseite foto-webcam.eu, die gemeinsam von Dipl. Ing. Gerhard Keuschnig mit Sitz in Mörtschach in Östereich und von Dipl. Ing. Florian Radlherr in Fürstenfeldbruck betrieben wird. Es handelt sich dabei nicht um eine Life-Webcam sondern um eine Foto-Webcam, die im Abstand von 10 Minuten jeweils ein neues Foto „schießt“. Dieses Verfahren bietet den Vorteil, dass erstens immer ein sehr aktuelles Bild zur Verfügung steht und zweitens durch eine gute Lichtempfindlichkeit auch attraktive Nachtaufnahmen ermöglicht werden. Geboten werden auf dieser Website nicht nur ein toller Blick auf Flensburg, sondern auch entsprechend attraktive Aufnahmen von vielen anderen Orten in Deutschland und Österreich und darüber hinaus.

Das Bild von Flensburg ist ab sofort zu sehen unter: flensburg.de/webcam

„Wir möchten allen Menschen, die sich für Flensburg interessieren, diesen schönen Blick auf unsere Stadt bieten“, erklären Oberbürgermeisterin Simone Lange und TAFF-Geschäftsführer Gorm Casper unisono. „Außerdem möchten wir damit natürlich zusätzliche Gäste nach Flensburg bringen“, fügt Casper hinzu.

Anbei eine Auswahl der Bilder der vergangenen Wochen (zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken)

Webcam 1

Webcam 2

Webcam 3

Webcam 4

Webcam 5

Webcam 6

 

Der Ausklang zum Jahresende: Weihnachtliches Programm im Kulturhof Flensburg ab 21.12.

Aktuelle Termine und weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr auch bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Webseite des Kulturhofs https://www.kulturhof-flensburg.de/

Was ist der Kulturhof Flensburg e. V.?

Gegründet wurde unser Verein am 15.9.16 im Brasseriehof, wo seit Sommer 2015 die ersten Cafés (Familiennetzwerk „Mit uns für Alle“) stattfanden. Seit 28.2.17 ist er offiziell eingetragen und als gemeinnützig anerkannt. Wir fördern laut Satzung die Völkerverständigung und die Flensburger Stadtkultur.

Was machen wir?

Jede/r kann bei uns ein Café ausrichten und seine Kultur vorstellen. In Flensburg gibt es Menschen aus ca. 130 Kulturen, sodass ein buntes Programm möglich ist. Bisher gab es im Brasseriehof-Café u. a. folgende Cafés: iranisch, syrisch-orientalisch, kurdisch, türkisch, mexikanisch, kamerunisch, ghanaisch. Wenn auch DU Deine Kultur in Form von köstlichen Speisen und mehr vorstellen möchtest, bist Du herzlich willkommen.

Neben den Cafés, die meist nachmittags stattfinden, veranstaltet der Verein auch Konzerte, bietet Lesungen, Themenabende mit Diskussionen und Ausstellungen an.

Ein besonderes Anliegen ist uns, für den Einbau eines behindertengerechten WCs zu sammeln. Insbesondere die Spenden aus den Hutkonzerten sind dafür vorgesehen.

Außerdem unterstützen wir das Projekt „Foodsharing“.

Wir freuen uns über neue Mitglieder uns weitere spannende Veranstaltungen im Kulturhof Flensburg! Möchtest Du ab und an einen selbstgebackenen Kuchen spenden? Den Schaukasten monatlich gestalten oder die Räumlichkeiten sauber halten?

Dann schaue einfach mal während der Öffnungszeiten herein.

Kulturhof Flensburg e. V., im Brasseriehof, Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Ein Abend im Deutlichland – Film und Diskussion am 20.12. in der Neustadt 12 in Flensburg


In einer gemütlichen Runde sehen wir den Film „Deutlichland“ und können uns danach mit den Filmemacherinnen unterhalten, bevor mit ein bisschen Musik der Abend langsam ausklingen kann.

Einlass ist ab 18 Uhr.
Um 19.00 Uhr bis 19.45 Uhr
spielt der Film.

19.45 Uhr bis 20.30 Uhr
Gespräch mit den Filmemacherinnen Eugenia Bakurin und Laura Carlotta Cordt und dem Hauptdarsteller Momen

Deutlichland

Film, ca. 40 Minuten

Portraitiert werden sechs, in verschiedenen Ländern geborene Personen, die zusammen in Kiel Musik machen. Ihre alltägliche und persönliche Welt wird, über Konzerte und Bandproben hinaus, visualisiert. Melodien traditioneller arabischer Stücke verschmelzen mit europäisch beeinflussten Arrangements. Aus verschiedenen Perspektiven dokumentieren die Filmemacherinnen Situationen, welche in kontrastierenden Bildstilen wiedergegeben werden. Thematisiert wird die Veränderung des vorherigen Lebens, welche durch die aktuelle politische Situation herbeigeführt wurde. Möglichkeiten einer kulturellen Weiterentwicklung im europäischen Raum werden beschrieben, durch welche es Menschen gelingt, sich auch über nonverbale Formen der Kommunikation – wie Musik – miteinander zu verständigen. Die Unerlässlichkeit einer Neuordnung in Form einer heterogenen Gesellschaft, in der sich Menschen gegenseitig respektieren, wird bildlich…
Die Regisseurinnen Laura Charlotta Cordt und Eugenia Bakurin sind anwesend

Eintritt frei!

https://vimeo.com/253641703

https://www.8000eins.de/

Gastgeber: Kunst Kulturbaustelle 8001 e. V.  

Ratsversammlung beschließt einstimmig Resolution für den Erhalt des DP CSC-Standortes Flensburg

Angesichts der möglichen Schließung des Deutsche Post CustomerServiceCenter (DP CSC) in Flensburg fordert die Ratsversammlung die Unternehmensleitung von DP CSC auf, die Arbeitsplätze in Flensburg langfristig zu sichern. Hier der auf der Sitzung der Ratsversammlung am 13.12.2018 einstimmig verabschiedete Resolutionsantrag im Wortlaut:

Resolution der Flensburger Ratsfraktionen zum Erhalt der Arbeitsplätze der Deutschen Post CSC GmbH in Flensburg

Antrag:

Die Flensburger Ratsversammlung nimmt mit großer Sorge zur Kenntnis, dass das Unternehmen Deutsche Post CustomerServiceCenter (DP CSC) beabsichtigt, mehr als 130 Arbeitsplätze am Standort Flensburg durch Standortschließung zu opfern.

Wir fordern die Unternehmensleitung dazu auf, die Arbeitsplätze in Flensburg langfristig zu sichern. Die Stadt Flensburg und die hiesige Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiREG mbH haben verschiedene Angebote für in Frage kommende Immobilien gemacht und tragen damit jetzt wie schon bei Eröffnung des Standortes im Jahr 2010 verantwortungsvoll zur Findung einer Lösung des Raumproblems bei.

Die DP CSC ist Tochterunternehmen der Deutschen Post AG, an der Bund und Länder über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) immer noch zu 21 % beteiligt sind. Hieraus erwächst eine besondere soziale Verantwortung des Unternehmens – für 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch für ihre Familien, etwa 350 Menschen in Flensburg. Wir erwarten von der Deutschen Post AG, dass sie mit ihren Tochtergesellschaften auch langfristig in allen Regionen vertreten bleibt.

Als drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins begreift Flensburg die Deutsche Post AG sowie deren Tochterunternehmen als Partner einer wachsenden Stadt mit ebenso wachsendem Kundenpotential.

Außer Frage steht die hohe Qualifikation, die Kunden- und Serviceorientierung, sowie das im Vergleich zum Bundesdurchschnitt optimale Lohn-/Leistungsverhältnis der Flensburger Belegschaft. Mit über 2.000 aktiv im Bereich der professionellen Service-Center tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Stadt Flensburg, bietet unsere Stadt ein Fachkräfte-Potential, welches europaweit seines gleichen sucht. Die Potentiale der sich aus diesen Vorteilen ergebenden Partnerschaft mit der Stadt Flensburg leichtfertig und ohne jede Verhandlungsbereitschaft zu verspielen, hält die Flensburger Ratsversammlung für eine verfrühte und signifikant unternehmensschädigende Fehlentscheidung der DP CSC Geschäftsführung.“

Wir erwarten von der Unternehmensleitung daher die Aufnahme konkreter, konstruktiver Gespräche mit der Stadt Flensburg, namentlich der Oberbürgermeisterin.

Landes- und Bundesregierung fordern wir auf, in den entsprechenden Gremien darauf hinzuwirken, dass Arbeitsplätze der DP CSC in Flensburg und an anderen Standorten Deutschlands in einer boomenden Branche nicht abgebaut oder ins Ausland verlagert werden.

Wir appellieren entsprechend an die zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, sich für den Erhalt der Arbeitsplätze am Flensburger Standort der DP CSC und allen weiteren Standor-ten einzusetzen.

Berichterstattung: Ellen Kittel-Wegner

gez. Arne Rüstemeier Gez. Helmut Trost gez. Susanne Schäfer-Quäck gez. Ellen Kittel- Wegner
Fraktionsvorsitzender CDU Fraktionsvorsitzender SPD Fraktionsvorsitzende SSW Fraktionsvorsitzende B 90/Die Grünen

 

gez. Andreas Roth-gänger gez. Gabriele Ritter gez. Dr. Karsten Kuhls gez. Kay Richert
Fraktionsvorsitzender WiF Fraktionsvorsitzende Die Linke Fraktionsvorsitzender Flensburg WÄHLEN ! Fraktionsvorsitzender FDP

 

Flensburger Ratsversammlung beschließt Doppelhaushalt 2019/2020

Gesamtneuverschuldung bei 23,4 Mio. Euro

Mit großer Mehrheit hat die Flensburger Ratsversammlung in ihrer Sitzung am 12. Dezember den Haushaltsplan für die Jahre 2019/2020 beschlossen. In seiner Haushaltsrede wies Kämmerer Henning Brüggemann darauf hin, dass die Kommune die Ebene ist, die mit ihrem Handeln am unmittelbarsten vom Bürger wahrgenommen wird, da sie Leistungen erbringt, die den Alltag der Menschen bestimmen. Hierin zeigt sich der Auftrag der Stadt Flensburg. Die Haushaltsentwicklung einer Stadt muss immer vor diesem städtischen Anspruch gesehen werden.  Ein Schwerpunkt des Haushaltes 2019/20 liegt in der Investitionsplanung mit einem weiteren Aufwuchs der Verschuldung, gerade auch um den Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die städtische Infrastruktur muss in einen Zustand versetzt werden, der die Werte erhält und eine Nutzung zulässt. Ein Sparkurs, der dies ausblendet, läuft in die falsche Richtung, so Henning Brüggemann in seiner Haushaltsrede.

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