Archiv für den Tag 7. November 2018

Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!

Aufruf

Seit der Schließung des „Club 88“ und der Zusammenlegung der NPD Kreisverbände im KV Mittelholstein mit dem Epizentrum Neumünster entwickelt sich die Nazikneipe „Titanic“ in der Stadt an der Schwale mehr und mehr zum zentralen Treffpunkt der Naziszene in Schleswig-Holstein. Schon vor mehr als zehn Jahren gingen von hier Jagden auf Menschen aus, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, es gab damals sowie in den Folgejahren immer wieder Übergriffe auf die Moschee oder die Aktion Jugendzentrum. Vor allem auch die Nazirocker der Bandidos frequentierten die Kneipe häufig, ihr Unterstützerverein Contras, dem auch der Sohn von Horst Micheel angehörte, feierte hier sein einjähriges Bestehen, regelmäßig kam es in oder vor der Titanic zu Schlägereien oder Messerstechereien zwischen verfeindeten Rockergruppen. Parallel bot die Partei schon damals der extrem rechten NPD ein Zuhause, neben Landesvorstandstreffen gab es hier aber auch regelmäßig Rechtsrockkonzerte mit menschenverachtenden Texten. Im Kommunalwahlkampf 2018 spielte die Kneipe in der Wippendorfstraße dann endgültig die zentrale Rolle: Hier fanden sowohl das Vortreffen der KandidatInnen als auch der Wahlkampfauftakt, zu dem der mehrfach vorbestrafte NSU-Unterstützer Thorsten Heise als Redner eingeladen wurde, und die Wahlparty statt. Hier laufen die Stränge von Reichsbürgern, extrem rechter Parteipolitik, Kameradschaftszene und rechtsterroristischem Umfeld zusammen, die Kneipe schafft es aber dennoch immer wieder, einen unpolitischen Charakter vorzugaukeln. Mit Dartturnieren, WM-Übertragungen oder Discoabenden, für die jeweils mit bunten Plakaten geworben wird, will aber Horst Micheel, der inzwischen für die NPD in der Ratsversammlung sitzt, nicht nur von seinen Naziumtrieben ablenken, sondern auch Menschen am Stammtisch agitieren und an die Partei und die Naziszene heranzuführen.

Die am 20. Oktober 2018 anlaufende antifaschistische Kampagne „Für mehr Eisberge – Titanic versenken“ will eben diesen braunen Sumpf trockenlegen. In der Stadt an der Schwale sollen die Menschen wieder für die extrem rechten Umtriebe der Titanic sensibilisiert werden, um es den Nazis schwer zu machen, als Wolf im Schafspelz Wähler_innenstimmen zu fischen. Wir laden zudem die Einwohner_innen und Besucher_innen der Stadt dazu ein, sich in Zeiten des Rechtsrucks und neu auflodernder rechter Pogrome klar für ein solidarisches Miteinander und gegen ein rassistisches, nationalistisches und antisemitisches Weltbild auszusprechen und der Titanic als dem zentralen Ort neonazistischer Aktivitäten in Schleswig-Holstein die rote Karte zu zeigen. Erst recht nach den Erfahrungen der NSU-Mordserie und Pogromen wie in Chemnitz fordern wir:

Titanic versenken – Nazikneipen dichtmachen!


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titanic-versenken at riseup dot net

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„Wir im Quartier!“: Bis zu 3.000 € für Projektideen – jetzt beantragen!

Flensburg. Mit dem Titel „Wir im Quartier!“ startete im März 2018 eine neue Förderstruktur der Stadt Flensburg. Ziel der Förderung ist es, Ideen der Flensburgerinnen und Flensburger finanziell zu unterstützen, sodass diese umgesetzt werden können.

Der Kreativität ist dabei kaum eine Grenze gesetzt. Vorrangig sollen möglichst viele Menschen von den Projekten angesprochen werden und die Begegnung von Jung und Alt, unterschiedlicher Geschlechter und Menschen verschiedener Kulturen gefördert werden. In diesem Jahr wurden beispielsweise das Projekt „Sing mal wieder!“ der Alzheimer Gesellschaft Flensburg und Umgebung e.V., sowie ein Stadtteilfest in Fruerlund „Wir sind Kinder aller Länder“ gefördert. Auch das „Sommerkino auf dem Margarethenplatz“, das der Verein zum Erhalt der östlichen Altstadt organisiert und „Durchgezogen – ein Norderschnur-Projekt“ des Forums Hafenquartier wurden finanziell unterstützt.
Insgesamt wurden 45 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von über 64.000 € von den ehrenamtlichen Förderbeiräten positiv bewertet und somit unterschiedlichste Ideen und Vorhaben unterstützt.

Auch im kommenden Jahr wird die Förderung fortgesetzt. Die Antragstellung ist noch bis zum 1.12.2018 möglich. Weitere Informationen und die Antragsformulare stehen unter www.flensburg.de zur Verfügung.

Weitere Informationen auch hier: Info Flyer Wir im Quartier

Stadtführung in Flensburg am 14.11.: „Historisches, Heutiges, Herzliches“ – jetzt anmelden!

Herzwochen: Stadtführung mit Defibrillatoren-Standorten in der Innenstadt

Flensburg. Die Stadt Flensburg und die Hochschule Flensburg bieten im Rahmen der bundesweiten Herzwochen am Mittwoch, 14. November von 15.30-17 Uhr eine Stadtführung der besonderen Art an: Vom Neptunbrunnen am Nordermarkt geht es auf zu einer 1,5-stündigen Tour durch die Innenstadt. Dabei geht es um Historisches, das heutige Stadtleben und nebenbei werden noch ein paar Standorte der Defibrillatoren (AED`s) gezeigt.

Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung unter 0461-85 5000 ist erforderlich.

Am 17.11. in der Sporthalle der Handelslehranstalt: Üben für das Tanz-Event auf dem Südermarkt!

Choreographie einstudieren für One Billion Rising

Flensburg. Das zweite „Probetraining“ für das im Februar 2019 geplante Großtanzprojekt „One Billion Rising“ auf dem Flensburger Südermarkt findet am Samstag, 17. November von 14-16 Uhr in der Sporthalle der Handelslehranstalt statt. Das Flensburger Gleichstellungsbüro lädt alle, die Spaß am Tanzen haben und gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzten möchten, herzlich ein, mit Steffi Reitner von der Tanzschule „Line of Dancing“ die Schritte zum Song „Break the Chain“ von Tena Clark einzustudieren.

„One Billion Rising“ ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung wird!
Die Aktion wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert und findet am 14. Februar jeden Jahres statt. Die Kampagne ist eine der größten weltweit, um zur Beendung von Gewalt gegen Frauen aufzurufen – mit Tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt.
Erstmalig wird am 14. Februar nächsten Jahres die internationale Kampagne „One Billion Rising“ (kurz: OBR, deutsch: Eine Milliarde erhebt sich) auf dem Flensburger Südermarkt Einzug halten.

Für Rückfragen stehen gern zur Verfügung:
Franka Albrecht (Initiatorin): 0461 / 5050278 oder 0151 / 55969600 Gleichstellungsbüro der Stadt Flensburg: 0461 / 85-2806

65. Landesschau des BBK vom 11.11.2018 – 10.02.2019 auf dem Museumsberg Flensburg

Gezeigt werden ausgewählte Werke von Bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus Schleswig-Holstein.

Eröffnung der 65. Landesschau am Sonntag, den 11. November 2018, um 11.30 Uhr in der Aula des Christiansen Hauses, Museumsberg Flensburg.

Begrüßung:
Dr. Michael Fuhr, Museumsdirektor

Es sprechen:
Staatsekretär Dr. Oliver Grundei
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein

Anders Petersen
Vorsitzender des BBK-SH

Musik: Thibauld Le Pogam, Hornist

Bekanntgabe des Landesschau Preises und des Förderpreises der Landesschau.

Ausstellungsdauer: 11.11.2018 – 10.02.2019

Museumsberg 1
24937 Flensburg
Tel.: 0461 – 852956

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 10,00 Euro.

Die Ausstellung wurde gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr
Geschlossen: Heilig Abend, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr.

Mehr Infos und das Ausstellungsprogramm unter: https://www.museumsberg-flensburg.de/de/ausstellungen/details/id-65-landesschau-des-bbk.html

Wohnungspolitisches Hearing am 28. November 2018 in Flensburg – jetzt zur Teilnahme anmelden!

Trotz Wohnungsnot in Flensburg – Spekulativer Leerstand auf Duburg Foto: Jörg Pepmeyer

Entwicklung von Strategien zur Lösung von Ungleichgewichten auf dem Flensburger Wohnungsmarkt

Kommunale Wohnungspolitik – was kann und muss Flensburg tun?

Die öffentliche Veranstaltung findet von 10:00 – 17:00 Uhr im Europaraum im Rathaus statt

Trotz beeindruckender Aktivitäten und Fertigstellung erheblicher zusätzlicher Wohnungen spitzt sich die Lage am Wohnungsmarkt zu. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen haben auf dem Flensburger Wohnungsmarkt erhebliche Schwierigkeiten, angemessenen, qualitativ befriedigenden Wohnraum zu erschwinglichen Preisen zu finden.

Welche Möglichkeiten hat die Kommunalpolitik, hier steuernd einzugreifen? Das öffentliche Hearing soll den örtlich verantwortlichen Akteuren zur Orientierung dienen, welche Instrumente zur Verfügung stehen, wie sie eingesetzt werden können und welche möglichen „Nebenwirkungen“ zu berücksichtigen sind.

Vorgesehen sind zunächst Fachbeiträge ausgewiesener Expertinnen und Experten zu folgenden Themen:

  • Gerhard Petermann und Olaf Kühl, IB.SH: Ist die Festlegung einer festen Quote zum Bau öffentlich geförderter Wohnungen ein Erfolgsgarant? Wo liegen die Grenzen der Wirtschaftlichkeit für private Investoren?
  • Carolin Wandzik, Geschäftsführerin der GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung: Führt ein Mietenspiegel mittel- und langfristig zu einer Mietpreisdämpfung?
  • Dr. Matthias Raasch (angefragt), Trave Lübeck: Welche besonderen Möglichkeiten hat ein kommunales Wohnungsbauunternehmen zur Abfederung sozialer Härten von Gruppen, die besonders unter dem Wohnraummangel und dem damit verbundenen Mietenanstieg leiden?
  • Dr. Maik Krüger, Innenministerium: Greifen die Instrumente der Wohnungsbauförderung? Hilft das in der Diskussion befindliche Wohnungssicherungsgesetz zur Bewältigung der skizzierten Problematik?

Ziele der Veranstaltung sind:

–    Schärfung der kommunalen Wohnungspolitik – was kann und muss Flensburg tun?

–    Fortschreibung der Leitlinien zur Steuerung des Wohnungsbau in Flensburg,

–    Aufbau von strategischen Partnerschaften,

–    Benötigen wir weitergehende Hilfen vom Bund oder Land?

Es ist vorgesehen, relevante Themen in Workshops zu vertiefen, ein detailliertes Programm erscheint rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung.

Bitte reichen Sie die Einladung an Personen und Institutionen weiter, denen Sie Interesse an dem Thema unterstellen. Und bitte melden Sie Ihre Teilnahme in unserem Sekretariat helbing.sabine@flensburg.de bis zum 22. 11. 18 an, damit wir einen Überblick über die Teilnehmeranzahl erhalten.
Wir freuen uns auf Ihr Mitwirken am 28. 11. 18

Mit freundlichen Grüßen
Frank Rolfes

Stadt Flensburg
Die Oberbürgermeisterin

Urbanes Wohnen
Am Pferdewasser 14
24931 Flensburg

Fon 0461 85 1301

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