Archiv für den Tag 19. Oktober 2018

Wohnbauentwicklung am Blasberg – Bürgerversammlung am 25.10.2018 im Technischen Rathaus

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Donnerstag, 25. Oktober um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer ein.

Im November 2017 beschloss die Ratsversammlung für das Grundstück Blasberg 5 ein Bauleitplanverfahren einzuleiten, das Planrecht für bis zu 25 Wohneinheiten schaffen soll. Die fortentwickelte Konzeptentwicklung sieht eine Bebauung in bis zu drei Gebäudekörpern mit zwei Vollgeschossen zuzüglich Staffelgeschoss vor (bis zu 20 Wohneinheiten).

Vorgestellt und diskutiert werden sollen die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung und sich wesentlich unterscheidende Lösungen. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch Herrn Axel Kohrt vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.
Der Eingang (barrierefrei) erfolgt vom Hof aus, in dem einige Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die vollständige Beschlussvorlage für den Bebauungsplan gibt es hier

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Aus Bombengut geborgen – Die Eisenkunstguss-Sammlung von Ewald Barth

Abendvortrag im Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf am 24. Oktober, 19 Uhr

Standuhr, Königlich-Preußische Gießereien, um 1820-30, Bildnachweis: Museum für Stadtgeschichte Dessau, Foto: Ulrich Lange

Karin Weigt vom Museum für Stadtgeschichte Dessau referiert am Mittwoch, 24. Oktober, um 19 Uhr über das wechselvolle Schicksal der Eisenkunstguss-Sammlung von Dr. Ewald Barth, die in den Wirren des 2. Weltkrieges verloren ging und heute wieder in Dessau zu finden ist.

Von den 1920er Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg trug der Dessauer Zahnarzt Ewald Barth (1898-1968) unterschiedliche Objekte zusammen, die allesamt aus Eisen gegossen waren. Darunter funktionale Gebrauchsgegenstände, Medaillen und filigraner Schmuck, aber auch Statuetten und Büsten nach Entwürfen bedeutender Künstler wie Christian Daniel Rauch und Karl Friedrich Schinkel. Seine Sammlung umfasste schließlich 1800 Objekte und galt in ihrer Zeit als herausragendste Privatsammlung von Eisenkunstguss im deutschen Raum. Im Kriegsjahr 1944 aus der Rüstungs- und Industriestadt Dessau ausgelagert, beginnt die abenteuerliche Geschichte von Verlust, Rettung und Rückkehr der Sammlung in die Stadt ihrer Entstehung und deren bis heute andauernden Aufarbeitung und Restaurierung.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Anmeldungen werden erbeten unter +49 (0)4331 43370-22 oder via service@landesmuseen.sh

Jüdisches Museum Rendsburg verlängert Ludwig Meidner-Ausstellung „Im Nacken das Sternemeer“

Werke aus der Sammlung Bönsch noch bis zum 2. Dezember 2018 zu sehen

Das Jüdische Museum in Rendsburg, das in diesem Jahr sein 30. Jubiläum begeht, verlängert die Ausstellung des expressionistischen Künstlers Ludwig Meidner (1884 –1966) bis zum 2. Dezember. Das Museumsteam um Dr. Carsten Fleischhauer hat entschieden, die gelungene und beim Publikum beliebte Ausstellung während der Jubiläumsfeierlichkeiten weiter laufen zu lassen. Seit 6. Juli sind in der Rendsburger Prinzessinstraße knapp 80 Werke aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch zu sehen. Eigentlich sollte an diesem Sonntag, 21. Oktober, die Ausstellung enden.

Meidner wurde durch sein Verfolgungs- und Verfemungsschicksal unter dem nationalsozialistischen Regime – als Jude und zudem als sogenannter „entarteter“ Künstler – besonders nachhaltig um seine öffentliche Anerkennung gebracht. Erst in den 1980er Jahren wurde er als einer der wichtigen Vertreter des urbanen Expressionismus und eine der interessantesten Doppelbegabungen seiner Zeit wieder entdeckt.

Als bildender Künstler ebenso wie als Schriftsteller und Dichter setzte Ludwig Meidner sich mit dem Krieg auseinander. 1916 bis 1918 diente er als Dolmetscher in einem Kriegsgefangenenlager und verarbeitete seine Erlebnisse in eindringlicher Weise – vor allem in Grafiken, die heute überraschend modern und karikaturesk wirken.

Unmittelbar nach dem Krieg veröffentlichte Ludwig Meidner zwei Bände mit expressionistischer Prosa. Die Lithographien, mit denen er diese Publikationen illustrierte – „Im Nacken das Sternemeer“ (1918) und „Septemberschrei“ (1920) – bilden einen der Schwerpunkte der Ausstellung. Sie zeigt darüber hinaus die fesselnden apokalyptischen Werke aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, Selbstbildnisse sowie Portraits von Künstlerfreunden aus der Weimarer Republik. Weitere Themen sind die religiösen Arbeiten und die eigenwilligen Werke aus der Zeit des englischen Exils.

Seit 2016 sind Schloss Gottorf und die Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch miteinander verbunden. Mit der Ausstellung zu Ludwig Meidner ist der Schauplatz nun erstmals das Jüdische Museum in Rendsburg. Fast 15 Jahre nach der ersten Meidner-Ausstellung – damals lag der Schwerpunkt auf den Ölgemälden – hat sich Museumsleiter Dr. Carsten Fleischhauer bewusst dafür entschieden, gerade diesem Künstler die große Ausstellung im Jubiläumsjahr zu widmen.

Inwieweit Kunstausstellungen zu einem Jüdischen Museum passen und welchen spezifischen Beitrag sie zum Verständnis jüdischer Kultur und Geschichte zu leisten vermögen – das ist immer wieder auch Gegenstand von Debatten. Ludwig Meidner ist einer der wenigen Künstler, bei dem derartige Fragen praktisch gegenstandslos sind. Man kann ihn mit großer Berechtigung als einen „jüdischen Künstler“ bezeichnen, ohne damit eine Fremdzuschreibung vorzunehmen oder sein Werk zu verkürzen.

Öffnungszeiten

Di – Sa 12 – 17 Uhr, So 10 – 17 Uhr (Sonntags freier Eintritt)
Für Schulklassen ist ein Besuch auch am Vormittag möglich.

Ausführlichere Informationen zur Ausstellung gibt es zum Download hier

Jüdisches Museum Rendsburg
Prinzessinstraße 7-8 | 24768 Rendsburg | Tel 04331 440 43-0
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend 12-17 Uhr | Sonntag 10-17 Uhr (oder tel. Vereinbarung)

http://www.schloss-gottorf.de/juedisches-museum

 

Brandbrief und Hilferuf: Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Der Sportverein Roter Stern Flensburg e.V. wendet sich mit einer Mail und einem Aufruf an verschiedene Flensburger Organisationen und die Flensburger Öffentlichkeit, um auf seine problematische Situation aufmerksam zu machen. Dazu gibt es auch die Möglichkeit die nachfolgende Petition zu unterzeichnen: https://www.rotersternflensburg.de/base/platzangst-2/

Liebe Damen und Herren,

mit dieser Mail wendet sich der Roter Stern Flensburg e.V. an verschiedene Flensburger Organisationen, um auf unsere problematische Situation aufmerksam zu machen. Mittlerweile existiert der Verein seit fast zehn Jahren und steht immer noch ohne eigenen Platz, Umkleiden, ausreichende Trainingszeiten und ohne ein Vereinsheim dar. Weitere Informationen und die von uns angedachten Lösungen entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Unterstützer*innenschreiben und dem kürzeren Flyer. (Untenstehend)

Wir freuen uns, wenn Sie sich über unsere Situation durch die angehängten Schriftstücke informieren und freuen uns über jede Reaktion darauf. Wenn Sie unsere Platzangstkampagne unterstützen wollen, setzen wir Sie gerne auf die Unterstützer*innenliste. Schreiben Sie uns dafür gerne eine Mail an: platzangst@rotersternflensburg.de.

Auch über finanzielle oder ideologische Unterstützung freuen wir uns sehr. Außerdem möchten wir unser Anschreiben explizit als Gesprächsangebot verstanden wissen. Gerne treffen wir uns persönlich mit Ihnen.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Das untenstehende Unterstützer_innen-Schreiben gibt es hier zum Weitergeben und Download

Roter Stern Flensburg e.V.
Norderstraße 37
24937 Flensburg
platzangst@rotersternflensburg.de
Flensburg, den 17.10.2018

Roter Stern Flensburg e.V. hat „Platzangst“

Geschichte des Roten Sterns:

2009 gründete sich der alternative Sportverein Roter Stern Flensburg e.V., der sich für leistungsdruckbefreiten Sport frei von Rassismus und Sexismus, sowie einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzt. Die Mitgliedszahl verzehnfachte sich in den letzten 10 Jahren von 20 Mitgliedern auf 223 Mitglieder dieses Jahr. Bot der Verein 2009 lediglich die Sportarten Fußball und Kickboxen an, gehören nun auch Rugby, Tischfußball, Dart, Akrobatik und Hula-Hoop, Basketball, Ultimate Frisbee, E-Sports, Skateboarding und Tischtennis zum festen Angebot.

Da zu den Anfangszeiten des Roten Sterns keine Platzzeiten in Flensburg zu bekommen waren, wichen die Fußballer nach Glücksburg aus. Später wurde dem Roten Stern die Sportanlage der Comenius-Schule in Flensburg stark zeitlich begrenzt zugesprochen. An diesem Standort fühlt sich der Verein zu Hause, da der Rote Stern Flensburg sich stark sozial engagiert und für Integration einsetzt.
In diesem Stadtteil gibt es keinen vergleichbaren Sportverein, sodass der Rote Stern dort Strukturen schafft und weiter schaffen wird. Das Training im Winter findet allerdings auch heute noch in Glücksburg statt, wenn die Sportfläche an der Comenius-Schule unbespielbar ist. Die dadurch entstehenden Kosten muss der Verein selbst tragen.

Aktuelle Situation:

Die Fußballsparte des Roten Sterns darf den Platz der Comenius-Schule wöchentlich viermal 90 min nutzen. Diese Regelung gilt allerdings nicht in denFerienzeiten, im Spätherbst, im Winter, zum Frühlingsbeginn und bei Regen. Der Rote Stern Flensburg darf die Kabinen, Duschen und Toiletten der Comenius-Schule während der Trainingszeiten nicht in Anspruch nehmen. Diese stehen nur während der Heimspiele zur Verfügung, allerdings kommt es nicht selten vor, dass die Spielerinnen und Spieler sich in der Aula der Schule umziehen müssen, um den Gastteams eine eigene Kabine anbieten zu können.
Die genehmigte Platznutzungszeit für alle Sparten beträgt sechs Stunden. Hinzu kommen drei Stunden auf dem Kunstrasenplatz des TSB am Schützenhof. Der tatsächliche Bedarf des Vereins ist etwa dreimal so hoch und beträgt mindestens 18 Stunden für die drei Rasensportsparten Fußball, Rugby und Ultimate Frisbee.

Außerdem würde der Rote Stern gerne ein Junior*innentraining anbieten, welches aufgrund der fehlenden Infrastruktur bisher nicht möglich ist. Dieses würde ebenfalls einmal pro Woche 60 min benötigen. Die Diskrepanz zwischen tatsächlich genehmigter Platznutzungszeit und dem realen Bedarf ist somit immens hoch.

Im Jahr 2018 suchte zudem eine Maulwurfsfamilie den Rasenplatz der Comenius-Schule heim, sodass der Platz für viele Monate nicht bespielbar war. Das Heimrecht für die Spiele der Fußballer*innen musste abgegeben werden, sodass zusätzliche Kosten durch Fahrten entstanden sind. Ein Training war häufig nicht möglich, da nicht immer alternative Plätze gefunden werden konnten.
Die derzeitige Situation gestaltet sich so, dass die zwei Herrenteams mit 30 bis 40 Leuten auf dem Kunstrasenplatzes des TSB unterkommen. Eine sinnvolle Unterteilung dieser großen Trainingsgruppe ist auf Grund der geringen Platzzeiten nicht möglich. Für die Old Boys und das Frauenteam konnten bisher keine Trainingsmöglichkeiten für den Winter realisiert werden. Die Rugby- und Frisbeesparte trainieren beide auf öffentlichen Grünflächen oder am Strand, da diese bisher keine bzw. zu wenig Platzzeiten bekommen konnten. Auch ihre Situation wird sich im Winter extrem verschlechtern.

Seit Vereinsgründung ist der Rote Stern Flensburg zusätzlich auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für ein Vereinsheim, dieses sollte im besten Falle auch die Dartsparte beherbergen können, da deren aktuelle Räumlichkeiten in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden können. Wie sich die Situation der Dartsparte in den kommenden Monaten gestalten wird, ist leider weiterhin vollkommen offen.

Forderungen:

Neben dem aktuellen Sportplatz der Comenius-Schule soll der Neubau der Schule Ramsharde entstehen. Bisher wurde der Rote Stern Flensburg in die Planungsprozesse nicht mit einbezogen. Um den Verein für neue Mitglieder attraktiv zu gestalten und den Trainings-, sowie den Spielbetrieb aller Teams aufrecht erhalten zu können, fordert derVerein:

1) Den Einbezug in die Planungsprozesse der Schule Ramsharde
2) Einen Kunstrasenplatz
3) Eine Flutlichtanlage
4) Den Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten auch zu den Trainingszeiten
5) Ein Vereinsheim in Platznähe

Der Rote Stern Flensburg fordert als Mitnutzer der angrenzenden Anlagen eine Einbeziehung in die laufenden Planungsprozesse der Schule Ramsharde. Ein Kunstrasenplatz ist in unseren Augen die einzige Möglichkeit, den hohen Belastungen der vielen Trainingszeiten Stand zu halten. Dadurch wäre das ganze Jahr über ein Trainings- und Spielbetrieb gesichert.
Durch eine Flutlichtanlage wäre es auch im Winter möglich, auf dem eigenen Platz zu trainieren und Trainingsausfahrten nach Glücksburg könnten der Vergangenheit angehören.
Der Zugang zu Umkleiden, Duschen und Toiletten während der Trainingszeiten ist normalerweise eine Selbstverständlichkeit.
Ein Vereinsheim sollte jedem Verein zur Verfügung stehen und auch der Rote Stern Flensburg benötigt ein solches, um das Vereinsleben zu stärken und nicht in fremde Räume in Flensburg ausweichen zu müssen.

Unterstützung für den Roten Stern Flensburg

Die Nordstadt braucht einen integrationsfördernden und strukturstärkenden Verein wie den Roten Stern, welcher für Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrem sozialen Status offen steht!
Auch der erste Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) betonte gegenüber der SHZ: „Ein Verein wie der Rote Stern Flensburg, der sich gerade in der aktuellen Situation in Deutschland um die Integration von Flüchtlingen bemüht, hat sportpolitisch eine hohe Strahlkraft“. Eben diese uns so wichtige Integrationsarbeit wird durch fehlende Infrastruktur stark erschwert!

Seit 10 Jahren ist der Rote Stern Flensburg der einzige Verein in der Stadt Flensburg, der für das Fußballtraining keinen festen Trainingsplatz mit Kabinen hat und deshalb auf der ständigen Suche nach Trainingsorten, sowie Zeiten ist.

Durch die steigenden Mitgliederzahlen und das vergrößerte Spartenangebot wird die Gesamtsituation immer schlechter für den Verein. Der Mitgliedsbeitrag des Roten Sterns ist günstig und fair, sodass unabhängig vom Einkommen eine Mitgliedschaft ermöglicht werden kann.
Daher haben wir uns entschlossen, in der Öffentlichkeit nach Unterstützung zu suchen. Der Rote Stern Flensburg möchte nicht nur für die Mitglieder attraktiv bleiben, sondern auch für neue Mitglieder und die Nachbarschaft in der Neustadt ein wichtiger Bezugspunkt bleiben.

Unsere Öffentlichkeitskampagne und die von uns aufgestellten Forderungen kosten nicht nur Arbeit, sondern auch Geld. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung!

Unterstützen Sie uns:
IBAN DE45 2175 0000 0186 0084 54
BIC NOLADE21NOS
Verwendungszweck: Platzangst

Die Unterstützungsmöglichkeiten für Privatpersonen bestehen in einer Unterschriftenliste, einer Fördermitgliedschaft im Verein, die Teilnahme an der Solipartyreihe, dem Kauf eines Soli-T-Shirts oder dem Besuch von Ligaspielen der Fußballteams. Vereine, Initiativen, Firmen und andere Gruppierungen können ihre Unterstützung mit ihrer Unterschrift zeigen, unser Infomaterial auslegen oder an den Verein spenden.

Mit sportlichen Grüßen

Johannes Wollny
1. Vorsitzender Roter Stern Flensburg e.V.
www.rotersternflensburg.de

Hier gibt es das untenstehende und kürzere Informationsschreiben zum Weitergeben und -senden als Flyer zum Download

 

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