Ausflugsziel: Schafherde wandert durch Flensburg

Grünflächenpflege im Naturschutzgebiet Twedter Feld, Twedter Mark, an der Fördestraße und nahe Osterallee

Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden

Flensburg. Ab dem 26. August beweidet wieder eine rund 600 Schafe (Heidschnucken) und Ziegen umfassende Herde die ökologisch hochwertigen Offenlandbereiche im Flensburger Naturschutzgebiet Twedter Feld. Die seltenen, licht- und wärmebedürftigen sowie auf Nährstoffarmut angewiesenen Trocken- und Magerrasenbiotope sowie Heidebestände in der Nähe des Flensburger Reit- und Fahrvereins werden durch die Beweidungsaktion von Gehölzen freigehalten und in ihrem Bestand gesichert. Die Beweidungsaktion im Naturschutzgebiet Twedter Feld, für die Schäferin Angela Dornis mit ihrer Herde eine Woche nach Flensburg kommt, findet bereits seit 10 Jahren dreimal jährlich statt. Diesmal wird die Herde noch eine weitere Woche lang durch Gebiete Flensburgs ziehen, um auch die Grünflächen im Landschaftspark Twedter Mark, an der Fördestraße sowie im Biotop in der Nähe der Osterallee abzugrasen.

Die Wanderschafherde ist – insbesondere auch mit Kindern – ein lohnendes Ausflugsziel und bietet schöne Fotomotive. Für einen unbeschwerten Ausflug weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen und die altddeutschen Hütehunde aggressiv auf andere Hunde reagieren können. Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil sollten während der Beweidungsphase möglichst nur ohne Hund betreten werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten.

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden auch 2018 schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in den genannten Offenlandflächen umgesetzt. Daneben ist die zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderliche Reduzierung von nicht heimischen und standortfremden Pflanzen – so genannten Neophyten – Ziel. Diese Pflanzen wandern leider oft durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet ein und verdrängen die heimischen Arten. Daher bittet die Stadtverwaltung nachdrücklich darum, keinerlei Pflanzen, Gartenabfälle oder sonstige Stoffe in das Schutzgebiet einzubringen!
Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung finanziert.

 

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Veröffentlicht am 23. August 2018 in Ökologie, Bürgerbeteiligung, Flensburg News, Veranstaltungstipps und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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