Archiv für den Tag 3. Juli 2018

„Die Identitären“ – Vortrag und Diskussion mit Natascha Strobl und Julian Bruns am 12.07.2018 in der Alten Meierei in Kiel

Jugendbewegung der neuen Rechten in Europa

12.07.2018, 19:00 – 22:00 Uhr
Alte Meierei, Hornheimer Weg 2, 24113 Kiel

Vortrag und Diskussion mit Natascha Strobl und Julian Bruns, Autor*innen des ersten Handbuches über die Identitären.

In Berlin haben sie im Herbst 2016 eine Veranstaltung mit Jacob Augstein und Margot Käßmann zu sprengen versucht, haben sie das Brandenburger Tor und die Bundesgeschäftsstelle der Grünen besetzt.

Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl: Die Identitären Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa, – 4. Auflage -, Unrast-Verlag, 320 S., 18,00 €

In Österreich unterstützten sie die Präsidentschaftskampagne Norbert Hofers von der FPÖ, in Frankreich den Front National, in Deutschland sind sie sind eng mit der AfD verbunden. Im Sommer 2017 versuchten sie mit einem Schiff auf dem Mittelmeer NGOs einzuschüchtern und bei der Rettung von
Flüchtlingen zu behindern.

Die Identitären sind Teil einer Strategie der Neuen Rechten, die dieses Spektrum auf die Straßen geführt hat. Sie stellen den aktivistischen und jugendlichen Teil der Neuen Rechten dar, dem es mit ursprünglich linken Aktionsformen und intelligenter Nutzung Sozialer Medien gelingt, den Diskurs weiter nach rechts zu verschieben.

Wo kommen sie her, was ist von ihnen weiter zu befürchten und welche Gegenstrategien bieten sich an? Diese Fragen werden Natascha Strobl und Julian Bruns, Autor_innnen des ersten Handbuches über die Identitäre Bewegung, beantworten und zur Diskussion stellen.

Donnerstag | 12. Juli 2018 | 19 Uhr | Alte Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel)

Wie immer gibt es zusätzlich spitzenmäßige vegane Snacks, einen gut gedeckten Propaganda-Tisch vom Libertären Laden, Infoblock, Klönschnack und kühle Getränke am Tresen.

Zum Inhalt des Handbuchs:

Die Identitären, deren Anfänge um das Jahr 2002 auszumachen sind, verstehen sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa. Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet, die untereinander vernetzt sind und sich im Aufbau von grenzüberschreitenden Strukturen befinden.

Basierend auf Text-, Bild- und Videomaterial, den Gruppen-Standpunkten, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen werden in diesem Handbuch Aktionismus und Aktivist_innen benannt und analysiert. Die politische Logik ihrer  Thesen wird ebenso eingeordnet, wie die Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial), derer sie sich bedienen und es wird der Frage nachgegangen, auf welche Theorien und vorhandene Literatur sich die Identitären stützen.

Das Buch gliedert sich in mehrere Teile und beleuchtet so die Verbreitung in ganz Europa, ihre Verortung als ›Neue Rechte‹, ihre Ideologien und historisch-theoretischen Unterbau, ihre Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung.

»Das Handbuch bietet eine solide Grundlage für weiterführende Analysen und die Entschlüsselung neurechter Codes und Symbole.« Björn Allmendinger, Portal für Politikwissenschaft, 12. Juni 2014

»Das Werk lässt nichts aus. Ein Standardwerk für politisch Interessierte.« Roman Schweidlenka, litges.at, September 2014

»… geht weit über die Aufgaben eines gängigen Nachschlagewerks hinaus.« Benjamin Bauer, Distanz Magazin, 25. Februar 2015

»Sehr detailliert, mit vielen Anmerkungen, doch flüssig geschrieben und gut lesbar. Mit umfangreicher Bibliografie. Durch ihre ›Besetzung‹ des Brandenburger Tors in Berlin am 27.08. erlangten Identitäre Medienpräsenz. – Allgemein empfohlen.« Eva-Maria Eberle, ekz-Bibliotheksdienst 2016/36, 5. September 2016

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Antifa-Café, Reihe „Rechtsruck und autoritäre Formierung in Europa. Bestandsaufnahmen, Analysen und Gegenstrategien“

 

Röhms Kindergarten maskiert sich als „Revolutionäres Kollektiv“

Zum Revolutionären Kollektiv Flensburg ein Beitrag der DKP-Gruppe Flensburg

DKP Flensburg

Röhms Kindergarten missbraucht die Werkzeugfahne

Als Kommunisten könnten wir uns darüber freuen, das Symbol der Werkzeugfahne, Hammer und Sichel im Flensburger Stadtbild zu sehen. Leider ist es immer so lieblos und dilettantisch dahingeschmiert, dass es eher abschreckt als Sympathien weckt. Die Schmierer unterzeichnen mit RK und haben recht wenig mit kommunistischer Politik zu tun. Marxistische und leninistische Bildung ist bei ihnen nicht vorhanden, jedenfalls nicht bei ihnen zu erkennen, dafür einfach platte Gewaltverherrlichung, die mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten linker Politiker verknüpft wird. Dies dient der Verächtlichmachung des Kommunismus durch angebliche „Kommunisten“. Die Gewaltverherrlichung der Gruppe „Revolutionäres Kollektiv“ RK ist mit dem „linken Radikalismus als Kinderkrankheit des Kommunismus“ nicht allein zu erklären. Die hat nur wenig mit Mao Tse Tung zu tun, aber sehr viel mit dem Faschismus von Mussolini und Ernst Röhm. Nicht nur die vom RK propagierte „innerlinke“ Gewalt ist menschenverachtend sondern deren Gewaltfetischismus generell, auch dann…

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