Stadtpräsidentin Swetlana Krätschmar ruft zur Teilnahme an der Gedenveranstaltung am 8. Mai in Flensburg auf

Flensburg. Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar lädt am Dienstag, 8. Mai ab 12 Uhr zum stillen Gedenken der Opfer des 2. Weltkrieges auf dem Flensburger Friedenshügel ein.

Sie erinnert: „Das Kriegsende 1945 ist in besonderer Weise mit der Stadt Flensburg verbunden. Die Bilder von der Verhaftung der letzten Reichsregierung in Flensburg gingen um die ganze Welt – als letzte Bestätigung, als greifbares Zeugnis, dass dieser barbarische Krieg wirklich zu Ende gegangen ist.“

Ihr ist es eine Herzensangelegenheit, dass den Opfern der Gräueltaten gedacht wird: „Da es keine Worte aus unseren Munde geben kann, die das Leiden dieser Menschen auch nur annähernd ausdrücken könnten, möchte ich im stillen Gedenken an den Grabfeldern der Opfer, die vor 73 Jahren auf dem Flensburger Friedenshügel ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ohne Reden – aber im Zeichen tiefster menschlicher Anteilnahme am Schicksal und Leiden der dort Begrabenen – innehalten.“

Um 12 Uhr wird die Stadtpräsidentin an der Veranstaltung des DGB teilnehmen und Blumen der Stadt Flensburg am Ehrenmahl für die Opfer des Nationalsozialismus niederlegen.

Im Anschluss geht es zum Gräberfeld für polnische Staatsangehörige, wo gegen 12.15 Uhr am Gedenkstein für 95 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie für 99 Säuglinge, Kinder und Jugendliche Blumen in Gedenken an deren Leiden niedergelegt werden.

Um 12.30 Uhr wird dann am Ehrenmal für sowjetische Kriegsopfer auf dem Friedenshügel den Toten gedacht.

In der sogenannten Abteilung O (O steht für Ostarbeiter) gibt es drei Grabfelder für 165 sowjetische Staatsangehörige. Im Hauptgrabfeld sind 109 sowjetische Kriegsgefangene bestattet -108 namentlich bekannte und ein namentlich unbekannter -, die teilweise auch aus verschiedenen KZs aus Norddeutschland auf Fußmärschen oder auf dem Seeweg nach Flensburg getrieben wurden. Auf dem Gräberfeld befindet sich auch ein Gedenkstein mit kyrillischer Inschrift:“ Im ewigen Gedenken an die russischen Soldaten, die durch den faschistischen Terror ihr Leben verloren haben – Hier ruhen 108 russische Kriegsgefangene, die in der Gefangenschaft umgekommen sind. Die Heimat kennt Eure Leiden.“ Eine weitere Grabstelle ist 55 sowjetischen Zwangsverschleppten und ihren Kindern gewidmet. Die Inschrift auf diesem Gedenkstein lautet: „Hier liegen 55 sowjetische Bürger, die in faschistischer Gefangenschaft 1941-1945 umgekommen sind.“ Nach 1945 wurden die meisten Gebeine, der in Flensburg beerdigten Kriegsgefangenen, in ihre Heimatländer überführt. Die sterblichen Überreste der sowjetischen Kriegsgefangenen jedoch sind in Deutschland verblieben.

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Veröffentlicht am 5. Mai 2018, in Aufrufe, Bürgerbeteiligung, Bildung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Soziales, Veranstaltungstipps. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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