Kieler Staatssekretär Torsten Geerdts besucht Runden Tisch für Integration

Flensburg. Gestern Vormittag besuchte der Staatssekretär Torsten Geerdts vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration der Landesregierung den Vorstand des Runden Tisches für die Integration von Menschen mit Mitgrationshintergrund der Stadt Flensburg im Rathaus.

Oberbürgermeisterin Simone Lange eröffnete die Runde und wies gleich am Anfang darauf hin, dass ihr beim Thema Integration drei Themenfelder besonders wichtig sind, nämlich Sprache, Arbeit und Kultur. Vor allem der schnelle Zugang von Menschen zu Sprachkursen und Bildungsangeboten ohne lange Wartezeiten sind ein besonderes Anliegen von Frau Lange, da die Sprache ein wichtiger Bestandteil von Integration ist und vieles Weitere davon abhängt. Die berufliche Integration sowie die Bewältigung alltagsrelevanter Aufgaben sind ohne Sprachkenntnisse nur schwer möglich.

Im Anschluss übernahm Barbara Winkler, die Vorsitzende des Runden Tisches, die Moderation. Sie schilderte kurz die Gründung des Runden Tisches im April 2010. Bisher hat sich dieses ehrenamtliche Gremium 62 Mal getroffen. Es waren im Durchschnitt immer 40 bis 50 Personen anwesend und es wurde über zahlreiche Themen informiert und diskutiert. Die gute Zusammenarbeit mit den anderen Runden Tischen und Foren in Schleswig-Holstein wurde angesprochen.

Eike Fischer, der stellvertretende Vorsitzende des Runden Tisches, leitet die „Arbeitsgruppe Stadtbibliothek“ und erläuterte die länderbezogenen Lesungen, die seit Jahren in der Bücherei für Kinder stattfinden.

Des Weiteren nahm Serhan Bilgic, der Einrichtungsleiter der AWO in Flensburg und Mitglied des Runden Tisches sowie Peter Rohrhuber von der Koordinierungsstelle für Integration der Stadt Flensburg an dem Treffen teil. Serhan Bilgic berichtete über die aktuelle Situation im Übergangsmanagement von ehemals unbegleiteten, minderjährigen Ausländern sowie von weiteren Herausforderungen bei der Integration mit besonders vulnerablen oder schutzbedürftigen Personengruppen wie beispielsweise alleinreisenden Frauen, Frauen und Kindern mit Gewalterfahrungen, Traumatisierten, Behinderten oder psychisch Kranken. Hier wurde auf Versorgungslücken aufmerksam gemacht und verdeutlicht, dass auch in diesem Zusammenhang die Regelangebote noch lange nicht interkulturell geöffnet sind.

Peter Rohrhuber berichtete von einer Gesprächsgruppe, bestehend aus Vertretern der fünf islamischen Gemeinden und der Polizei vor Ort, die sich seit 2016 alle 3 Monate trifft, um die Zusammenarbeit und das Vertrauen zu fördern.

Zur Zeit besucht Staatssekretär Geerdts Partizipationsforen in Schleswig-Holstein, um sich über ihre Arbeit, aktuelle Themen und Anregungen zu informieren.

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Veröffentlicht am 20. April 2018, in Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Inklusion und Integration, Soziales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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