Wohnungsbauprojekt „Westlich der Friedenskirche Weiche“: DIE LINKE fordert Nachbesserungen bei gefördertem Wohnraum

Mindestziel sollte 30% geförderter Wohnraum sein

Die Ratsfraktion DIE LINKE spricht sich in einer Antragsvorlage für den Planungsausschuss für eine Neubeurteilung des Bauprojektes „Westlich der Friedenskirche Weiche“ aus. Sie fordert darin die Verwaltung auf, die bestehende Beschlussvorlage zurückzunehmen und eine Neuverhandlung mit dem Investor aufzunehmen mit dem Ziel, eine Quote von mindestens 30% geförderten Wohnraum zu erreichen.

Sollte dieses Verhandlungsergebnis nicht erreicht werden, fordert die Fraktion das Projekteinzustellen, das Grundstück zurückzukaufen und in letzter Konsequenz ein städtisches Wohnprojekt an dieser Stelle zu realisieren.

Frank Hamann, bürgerschaftliches Mitglied des Planungsausschusses teilt dazu mit: „Das in den Leitlinien zum Wohnungsbau der Stadt gesteckte Ziel von 15% geförderten Wohnraums über den gesamten Flensburger Wohnungsbestandes ist schon jetzt kaum zu realisieren. Umso wichtiger ist es, die knapp gewordene Ressource Baufläche unter strenger Beachtung der gesetzten Ziele achtsam zu nutzen“.

Das Projekt „Westlich der Friedenskirche“ ist nur der Auftakt zu weiteren Bauvorhaben in dem Quartier. Insgesamt sollen dort 555 Wohnungen entstehen. Daher, so Hamann, müsse nun der Grundstein gelegt werden für eine angemessene und wirksame Quote für bezahlbares Wohnen.

DIE LINKE untermauert vor diesem Hintergrund ihre Forderung nach einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Der Markt allein könne den wachsenden Bedarf an günstigem Wohnraum nicht bereitstellen. Hier müsse die öffentliche Hand regulierend eingreifen. Wohnen, so die Ratsfraktion DIE LINKE, sei ein Menschenrecht.

HIER kann man den Antrag der Flensburger Ratsfraktion DIE LINKE einsehen: https://ratsinfo.flensburg.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZQotZoxTjVA0QMai7yaQmzWLbytnZhm1pOrIr6nu5Fjf/Beschlussvorlage_LINKE_RV-49-2018_1.–Ergaenzung_2._Nachtrag.pdf

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Veröffentlicht am 19. April 2018, in Daten und Zahlen, Flensburg News, Rat & Ausschüsse, Soziales, Stadtplanung, Wirtschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Das ist ein Ding: Stadtbekannte Investoren wollen noch mal schnell vor der Kommunalwahl ihr Wohnungsbauprojekt trotz Ablehnung im SUPA in der Ratsversammlung durchpeitschen, Aber mit so wenig Sozialwohnungen, wie möglich. Das schmälert sonst den Profit. Gut, dass die LINKE-Fraktion dagegen hält.

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