Archiv für den Monat Januar 2018

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im Januar 2018 auf 9,3 %

Tatsächliche Quote aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei knapp 14%

Zahl der Flensburger SGB II-Regelleistungsbezieher steigt auf 11.411 Personen an

Arbeitsmarkt

Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Angaben der Agentur für Arbeit Flensburg im Januar 2018 im Vergleich zum Vormonat um 349 (8,0 Prozent) auf 4.697. Im Vorjahresvergleich stieg die Zahl um 48 Personen (1,0 Prozent)  .
Die Arbeitslosenquote stieg somit auf 9,3 Prozent (Vormonat 8,6 Prozent; Januar 2017: 9,3 Prozent).

Weniger offene Stellen

697 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 40 oder 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr, 21 oder -2,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (159), im Handel (125) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (85).

Mehr als 2.000 Flensburger Arbeitslose tauchen in der Statistik nicht auf

Tatsächliche Quote aufgrund der verdeckten Arbeitslosigkeit bei knapp 14%

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten jedoch nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt.

Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Januar 2018 eine Zahl von  17.804 Arbeitslosen (Vormonat  16.406 ), zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es jedoch 22.475 (Vormonat 21.395). Nicht inbegriffen in der offiziellen Arbeitslosenstatistik sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201801 (1) auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Januar 2018, S. 9

Zum Vergleich untenstehend Zahlen der „arbeitslosen Kunden“ des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017, die einen Eindruck über den Anteil derjenigen Arbeitslosen geben, die in der Flensburger Arbeitslosenstatistik nicht berücksichtigt werden.

Grafik aus der Dokumentation des Jobcenter Flensburg für die Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 13.11.2017 Foto: Heinz-Werner Jezewski

Allein 1.260 Arbeitslose befanden sich demnach in bereits oben genannten Maßnahmen. 695 waren krank gemeldet, 258 waren Ältere mit Sonderregelungen und 1.175 Personen waren zwar sozialversicherungspflichtig erwerbstätig, brauchten aber dennoch Hilfeleistungen, da unter anderem ihr Einkommen zur Existenzsicherung nicht reichte (z.B. Teilzeitjobber / Geringverdiener). 736 Personen wurden aufgrund von Schule oder Studium, 626 aufgrund von Pflege und Erziehung und 310 Personen aufgrund sonstiger Gründe nicht als arbeitslos gezählt.  Somit bleiben netto rund 2.200 Arbeitslose, die in der offiziellen Arbeitslosenstatistik der Flensburger Arbeitsagentur nicht auftauchen.

Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen in Flensburg im Januar 2018 nicht 4.697 betragen haben, sondern lag hochgerechnet bei etwa 7.000 und die Arbeitslosenquote bei knapp 14%.  Rechnet man noch die Arbeitslosen dazu, die aus dem Leistungsbezug des ALG I rausgefallen sind, keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben und als arbeitsuchend gemeldet sind, dürfte die Quote sogar noch erheblich höher liegen. Dies verdeutlichen auch die untenstehenden Zahlen.

Zahl der Arbeitsuchenden steigt leicht

Die Zahl der Arbeitsuchenden betrug im Januar 2018 im Geschäftsstellenbereich Flensburg, der die Stadt Flensburg und Randgemeinden umfasst,  11.566 Personen, im Vormonat waren es  11.512 (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Januar 2018, S. 19).

Geringe Zunahme im Agenturbezirk: Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, lag im Janauer 2018 die Zahl der Arbeitsuchenden bei 27.458 Personen und damit um 67 über der des Vormonats von 27.391Personen (siehe Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Januar 2018, S. 6). Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen knapp 9.600 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitslosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben, nicht als arbeitslos im eigentlichen Sinne gelten und daher in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.

Zahl der SGB II-Bedarfsgemeinschaften nimmt zu – Im Jahresvergleich steigt die Zahl der Regelleistungsbezieher um 608 auf jetzt 11.411 Personen

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im Januar 2018 3.278 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II). Das sind 193 Personen mehr als im Vormonat (+6,3%) bzw. 6 Personen (+0,2%) mehr als im Vorjahresmonat.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat um 47 auf 6.638 (+ 0,7%); im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sie sich um 193 (+3,0%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um 13 auf 11.411 (+0,1%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie um 608 (5,6%).

 

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Ein Beitrag des ZDF vom 2.11.2017: Eine Million Arbeitslose mehr – Wie die Arbeitslosenzahl schöngerechnet wird

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich freundlich. Seit Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Doch viele Arbeitslose werden gar nicht mitgezählt. Unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/arbeitslose-wer-in-der-statistik-nicht-beruecksichtigt-wird-100.html

Und zum gleichen Thema ein Beitrag von correktiv.org vom 31. Mai 2017:

Warum eine Million Arbeitslose in der offiziellen Statistik nicht sichtbar sind
Die am Dienstag vorgestellte Arbeitslosenzahl ist um mindestens eine Million zu niedrig. Die geschönte Zahl kommt durch mehrere Gesetzesänderungen zu Stande. Sogar die Bundesagentur für Arbeit spricht sich für eine neue Berechnungsgrundlage aus, damit die offizielle Arbeitslosenzahl mehr der Wirklichkeit entspricht
https://correctiv.org/recherchen/arbeit/artikel/2017/05/31/zeit-fuer-die-echte-arbeitslosenzahl/

 

Sozialsprechstunde der Bürgerbeauftragten am 15.02.2018 von 11-15 Uhr im Flensburger Rathaus

Beratung bei allen Fragen rund um das Sozialrecht und bei Problemen mit Behörden und Dienststellen

Um telefonische Anmeldung unter 0431/988-1240 wird gebeten

Mehr zu Samiah El Samadoni auch hier: https://www.landtag.ltsh.de/beauftragte/bb/

Flensburg. Probleme bei Hartz IV, wie zum Beispiel mit der Übernahme der Kosten für Miete oder Heizung, mit der Hilfe zum Lebensunterhalt, dem Wohngeld oder auch mit Leistungen der Krankenkassen oder Schwierigkeiten beim Kindergeld – die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, hilft bei allen Fragen rund um das Sozialrecht. Darüber hinaus berät die Bürgerbeauftragte auch als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes und als Ombudsperson in der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen dieser Sprechstunde. Zudem ist die Bürgerbeauftragte auch Beauftragte für die Landespolizei und damit Ansprechpartnerin für Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern und Eingaben von Polizeibediensteten.
Die Bürgerbeauftragte berät unabhängig und kostenlos am

Donnerstag, den 15. Februar von 11 bis 15 Uhr Rathaus der Stadt Flensburg, Raum H 42, Rathausplatz 1, 24917 Flensburg.

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um eine telefonische Anmeldung unter 0431/988-1240 gebeten. Unter dieser Telefonnummer können Interessierte auch jederzeit telefonische Beratungstermine vereinbaren (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr, Mittwoch bis 18.30 Uhr).

Die Bürgerbeauftragte Samiah El Samadoni vertritt als unabhängige Stelle die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber den Behörden, Dienststellen und Einrichtungen im Lande. Das spezialisierte Team im Büro der Bürgerbeauftragten bearbeitet jährlich rund 3500 Beschwerden von hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern auf dem Gebiet des Sozialrechts. Dabei geht es um die Erteilung von Auskünften, eine ausführliche Beratung zu den Leistungen, die beantragt werden können, die Rechte der Bürgerinnen und Bürger und auch um die Überprüfung von behördlichen Entscheidungen. Im Konfliktfall nimmt die Bürgerbeauftragte Kontakt zur Behörde auf und kann Einsicht in den Verwaltungsvorgang nehmen. Wenn es gewünscht ist, kann auch die Kommunikation mit der Behörde unterstützt werden.
Als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes hilft Samiah El Samadoni auch bei Benachteiligungen im Arbeitsleben und im Zivilrechtsverkehr auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Auf Wunsch sucht sie das Gespräch mit diskriminierenden Arbeitgebern und Unternehmen.
Die Bürgerbeauftragte ist auch Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen sowie Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Personensorgeberechtigte bei Fragen zum SGB VIII sowie Problemen mit dem Jugendamt. Auch Fragen zu diesen Themen können im Rahmen der Sprechstunde vortragen werden.
Zum 1. Oktober 2016 hat die Bürgerbeauftragte zudem die Aufgabe als Beauftragte für die Landespolizei übernommen. In dieser Funktion können sich gleichermaßen Bürgerinnen und Bürger und Polizistinnen und Polizisten an sie wenden. Beschwerden und Eingaben können auch in dieser Sprechstunde vorgebracht werden.

Wo kann die Bürgerbeauftragte helfen?

Die Bürgerbeauftragte kann helfen und unterstützen in sozialen Angelegenheiten wie zum Beispiel:

  • Arbeits- und Ausbildungsförderung
  • Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV)
  • Gesetzliche Krankenversicherung
  • Gesetzliche Renten- und Unfallversicherung
  • Soziale Pflegeversicherung
  • Sozialhilfe, einschließlich Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Behindertenrecht
  • Soziales Entschädigungsrecht
  • Kinder- und Elterngeld
  • Wohngeld
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Mehr zum Thema Sozialrecht und „Hartz IV“ auch im AKOPOL-Blog unter: https://akopol.wordpress.com/hartz-iv/

Gedenkveranstaltung anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 01.02.2018 in der Bürgerhalle des Flensburger Rathauses

Die Shoah brennt in unseren Herzen

Flensburg. In Anlehnung an den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, der am 27. Januar, dem Tag an dem das KZ Auschwitz durch die Rote Armee befreit wurde, veranstaltet die Jüdische Gemeinde Flensburg gemeinsam mit der Stadt eine Gedenkfeier in der Bürgerhalle des Rathauses.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 1. Februar 2018 um 17:00 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses statt.

Programm:

Musikalische Umrahmung durch die Gruppe „Phon & Zu“, Achim Prigge
Begrüßung und Vorstellung der Gäste durch Gershom Jessen, Vorstandsmitglied der JGF
Grußwort, Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar
Grußwort, Flottillenadmiral Kay-Achim Schönbach, Kommandeur der Marineschule Mürwik
Musikalischer Beitrag des Kinder- und Jugendchores St. Nikolai (Leitung Gerold Jensen)
Grußwort und anschließend Michtam LeDavid, Psalm 16, Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay, Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein
Musikalische Umrahmung „Phon & Zu“
Historischer Rückblick „Verfolgt-vertrieben-ermodet: Jüdische Familien in Flensburg während der NS-Zeit“ Dr. Bettina Goldberg, Historikerin
Verlesen der Namen von Flensburger Holocaust-Opfern, Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums Flensburg
Anzünden der Erinnerungskerzen zum Andenken an alle Opfer des Nationalsozialismus, Dr. Iossif Smolianskij und Eduard Gusinov
Musikalische Umrahmung „Phon & Zu“
Jiskor, Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay
Schweigeminute
Musikalischer Beitrag, Kinder- und Jugendchor St, Nikolai
El Male Rachamim, Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay
Kaddish – Trauergebet, Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay
Musikalischer Beitrag, Kinder- und Jugendchor St. Nikolai

WAS WIRD AUS DEM FLENSBURGER OSTUFER? – Informationsabend und Podiumsdiskussion am 06.02.2018 in der Phänomenta Flensburg

Der Verein FLENSBURGER BAUKULTUR e.V. lädt herzlich ein zu einem Informationsabend mit Podiumsdiskussion zum Thema:

WAS WIRD AUS DEM FLENSBURGER OSTUFER?

am Dienstag, 06. Februar 2018, 19.00 Uhr

in der PHÄNOMENTA,

Norderstraße 157-163

24939 Flensburg

An diesem Abend werden in Kurzbeiträgen bisherige Überlegungen zur Entwicklung des Flensburger Ostufers (Ove Ramm, Flensburger Baukultur) als auch der aktuelle Stand der Planung (Markus Pahl, Geschäftsführer Sanierungsträger FGS) vorgestellt.

Julian Weyer (C.F.Møller arkitekts, Aarhus) und Anders Sanderbo (Haderslev kommune) berichten über die Hafenkonversion in Haderslev/Dänemark.

Im Anschluss leitet Wulf Dau-Schmidt, Kiel, eine Podiumsdiskussion zum Thema des Abends.

Auf dem Podium werden Oberbürgermeisterin Simone Lange, Julian Weyer, Anders Sanderbo, Axel Kohrt (Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Planung) sowie Brigitte Noah (Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der östlichen Altstadt) erwartet.

In diese Diskussion kann sich auch die Öffentlichkeit einbringen.

Die Flensburger Baukultur erwartet, dass durch die Gäste Anregungen und Erfahrungen vermittelt werden können und diese dazu beitragen, die weitere Entwicklung in Flensburg positiv zu beeinflussen.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend und Ihren Besuch.

Mit besten Grüßen

Eiko Wenzel

Flensburger Baukultur eV

Ein zusammenfassender Bericht zur Veranstaltung erschien am 8. Februar 2018 auf shz-online:  Flensburgs Wasserkante – Der Geist des Hafens – Quelle:   https://www.shz.de/19023131 ©2018

Bereits jetzt gibt es konkrete Planungen von Investoren, Bau- und Immobilienunternehmen für das Ostufer. Hier geht´s zu den sog. „Ideenvorschlägen“ im Anhang der Beschlussvorlage_RV-160-2017-1 vom 7.12.2017:

Ideenvorschlag_1

Ideenvorschlag_2

Ideenvorschlag_3

Ideenvorschlag_4

Ideenvorschlag_5

Ideenvorschlag_6

Ideenvorschlag_7

sowie

Anlage 2 Luftbild_mit_Kernbereich_des_Wirtschaftshafens

 

Erfolgreiche Mahnwache vor dem Fliegerhorst Schleswig/Jagel am letzten Samstag

Pastor Ingo Gutzmann spricht zu den TeilnehmerInnen der Mahnwache

Rund 40 Antimilitaristinnen und Antimilitaristen trafen sich am 27.1. zur Mahnwache und zum Protest vor dem Fliegerhorst Jagel

Anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz begann die Veranstaltung mit einer Gedenkminute für die Opfer von Faschismus und Krieg,  Die Mahnwache stand ganz im Zeichen der christlichen Botschaft von Frieden, Nächstenliebe und der biblischen Aufforderung zur Feindesliebe. Dürfen Christen sich somit als Soldaten an Kriegshandlungen beteiligen und Menschen töten?

Ursprünglich sollte zu diesem Thema Pastor Christoph Touché von der St. Petri Gemeinde in Flensburg sprechen, aus Krankheitsgründen vertrat ihn dann aber Pastor Ingo Gutzmann aus Kappeln. Er erklärte unter Bezug auf Bibelzitate, dass das Gebot der Feindesliebe ein wesentlicher Bestandteil der christlichen Humanität sei. Familienangehörige und Freunde zu lieben, sei dagegen nicht schwer. Er stellte dar, dass es immer wieder Versuche gab, die Verpflichtung „Liebet Eure Feinde“ zu relativieren, etwa auf bestimmte Teilgruppen zu beschränken, jedoch sei dies nach biblischem Verständnis eine Forderung an uns alle. Und wer seine Feinde liebe, könne nicht Krieg führen und töten.

In der anschließenden Gesprächsrunde in der Pizzeria Sole Mio in Jagel wurde deutlich, daß nicht alle Kirchenmitglieder so denken, die Kirche aber nicht einfach sagen könne, wer als Soldat an Kriegshandlungen beteiligt sei, könne nicht Christ sein. Ingo Gutzmann sprach davon, daß sich Freikirchen, die grundsätzlich jeden Militärdienst ablehnen, als „Friedenskirchen“ sehen. Als Pastor der evangelisch-lutherischen Kirche sehe er sein Engagement ebenso als friedenskirchlich, auch wenn es in seiner Kirche Christen gäbe, die als Bundeswehrsoldaten an Kriegseinsätzen beteiligt seien. Aber die evangelische Kirche und ihre Mitglieder seien ein Spiegelbild der Gesellschaft. Pastor Gutzmann betonte jedoch, dass er sich entschieden habe, nicht als Militärseelsorger zu arbeiten, er sei aber auch nicht dazu aufgefordert worden.

Einigkeit bestand bei den Friedensaktivisten, dass es notwendig sei, friedensbewegte Menschen mit religiöser Motivation für den Protest gegen Krieg und Aufrüstung zu gewinnen und mit ihnen verstärkt die Zusammenarbeit zu suchen. Angedacht sind deshalb Veranstaltungen in Kirchengemeinden gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Drohnen. Dafür biete sich der Film „National Bird“ an, der den Drohnenkrieg aus der Sicht der Täter und Opfer kritisch beschreibt. Dieser Film wird anlässlich der nächsten Mahnwache am 10. Februar 2018 in der Pizzeria Sole Mio in Jagel gezeigt. Die Mahnwache selbst beginnt wie immer  um „Drei vor Zwölf“ 11.57 Uhr und die Filmvorführung startet gegen 13.30 Uhr.

Ostermarsch am 30. März vom Bahnhof Schleswig zum Fliegerhorst

Ebenso wurde beschlossen, in diesem Jahr den Ostermarsch der Friedensbewegung am Karfreitag, den 30. März 2018 vom Bahnhof Schleswig zum Fliegerhorst Jagel durchzuführen. Die Auftaktkundgebung wird um „Drei vor Zwölf“ 11.57 Uhr vor dem Bahnhof Schleswig stattfinden.

 

Flensburger Spielenacht am 03.02.2018 im 360° Gemeinschaftshaus des SBV am Willi-Sander-Platz 1 in Flensburg

Spielspaß ohne Langeweile für alle

Flensburg. Am Samstag, den 03. Februar 2018  veranstaltet das Kinder- und Jugendbüro von 18:00 bis 24.00 Uhr die Flensburger Spielenacht.

Im 360° Gemeinschaftshaus des SBV (Willi-Sander-Platz 1, 24944 Flensburg) können alle Spielbegeisterten viele neue und altbekannte Brett- und Gesellschaftsspiele spielen. Über 300 Spiele aus dem Fundus des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Flensburg und des Spieletreff Flensburg Rude stehen kostenfrei zur Verfügung.
Jeder kann sein(e) Lieblingsspiel(e) mitbringen.

Fachkundige Spielekenner wie Günter Nörenberg vom Spieletreff Flensburg-Rude werden Spiele erklären und anleiten. Als engagierter Flensburger Bürger wird Bernd Weißenborn die Spielregeln des Carrom-Spieles erklären. Mitarbeiter/innen des Spielmobils sind als Spielexperten vor Ort.
Für einen kleinen Geldbeitrag können während der Spielenacht leckere Snacks und Naschereien erstanden werden. Kalte und warme Getränke werden ebenfalls angeboten.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist offen und jede(r) kann kommen und gehen wann er möchte.
Die Stadtbusse der Linie 3 und 7 halten fast direkt vor dem Eingang (Haltestelle Blasberg)
Die Flensburger Spielenacht ist eine Veranstaltung des Kinder- und Jugendbüros in Kooperation mit dem SBV und dem Spieletreff Flensburg-Rude.

gemeinsam, widerständig, solidarisch – Antifaschistische Demonstration am 03.02.2018 um 13 Uhr ab Bahnhofsvorplatz Flensburg

AUFRUF ZUR ANTIFASCHISTISCHEN DEMONSTRATION!

Mit der AfD hat sich eine klar rassistische Partei wie selbstverständlich im deutschen Parteienspektrum etabliert.

Der globale Kapitalismus hat ein System geschaffen, in dem der Reichtum einiger Weniger auf der brutalen Ausbeutung der Massen basiert.

Während soziale Sicherheitsnetze immer weiter geschröpft werden, läuft die Kriegsmaschinerie heiß.

Menschen, die vor Krieg und Verfolgung zu uns geflohen sind, werden wieder in Kriegsgebiete abgeschoben.

Und Aufständische, die während des G20-Gipfels gegen diesen Wahnsinn protestierten, sollen mit drakonischen Strafen zum Schweigen gebracht werden.

Diese Verhältnisse lehnen wir entschlossen ab!

Daher rufen wir zu einer antikapitalistischen, antifaschistischen und antimilitaristischen Demonstration in Flensburg auf!

Flensburger Demogruppe GeWiSo.

Devilish Metal Night V 2nd Anniversary am 03.02.2018 im Plunschli

Wir laden ein zum 2. Geburtstag der Devilish Metal Night  ins Plunschli

Samstag, 3. Februar 19:00 Uhr
Plunschli Husbyries
Husbyries 1

Der Eintritt ist frei — es geht aber der Hut herum – wer will, mag und kann, darf etwas hinein legen!

Einlass ist um 19:00 Uhr und die erste Band spielt um 20:00 Uhr !

Wir begrüßen folgende Bands :
Dice in Motion (Rock,Blues und Funk)
DUK Rock³ (Kubikrock)
Up to you (Power Metal)
Durothar (Viking Metal)

 

 

„Wir bewegen Flensburg“ am 30. und 31.01.2018 in der FLENS-ARENA mit einem umfangreichen Sport- und Kulturprogramm

Flensburg bietet eine große Vielfalt an Sport, Kultur und offener Kinder- und Jugendarbeit. „Wir bewegen Flensburg“ lädt alle Interessierten in die Flens-Arena ein, um diese Vielfalt zu entdecken.

Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadtgebiet, insbesondere auch an Kinder und Jugendlichen aus den DaZ-Klassen.

Alles sehen, hören, ausprobieren:
Am Dienstag, den 30.1. von 14:00 -22:00 Uhr ist die Flens-Arena für alle Interessierten offen.
Am Mittwoch, den 31.1. von 8:00 bis 13:00 Uhr sind insbesondere Schulklassen willkommen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Schirmherrschaft dieses ersten „Wir bewegen Flenburg“ hat Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange übernommen

Veranstalter sind der Rotary-Club, der Landessportbund Schleswig-Holstein, die Europa-Universität Flensburg und die Sportpiraten Flensburg.

Streetsoccer Turniere, kulturelle Mitmachangebote, Streetbasketball Turniere, Hip Hop, Workshops, BMX Contest, Bungee Run, Artistik, Kletterangebote, Sportmobil, Ruderergometer, Street League Fingerboard Park, Show Act´s, Kickertische, Sportmobil, Hüpfburg, Informations- und Beratungsangebote, eSport, Kampfsport und Kampfkunst Shows, Breakdance, Hüpfburg, Musik, Schusskraftmessanlage, Dancing, Cheerleading, Selfie- Wettbewerbe, Experimente, Essen und Getränke und vieles mehr!

Dafür sorgen die Kooperationspartner:

TSB Flensburgurg, Landessportverband Schleswig-Holstein, Sportverband Flensburg, Jugendzentrum AAK, Sportpiraten Flensburg e.V. mit dem Jugendpark Schlachthof, Phänomenta Flensburg, Flüchtlingshilfe Flensburg e.V., Rotary, Europa- Universität Flensburg, SV Adelby, Schleswig-Holsteinischer Fußballverband, Sportkoordinatorin Stadt Flensburg, Jugendzentrum Alsterbogen, Jugendzentrum St Johannis, Theaterschule Flensburg gGmbH, Flensburger Schifffahrtsmuseum, Museumsberg Flensburg „Junge Kultur“, WAGEMUT pro familia, Löwenherz pro familia, Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester Theaterjugendclub, Jugendkirche Flensburg, Monsterkickerklub Flensburg e.V.,Hip Hop Projekt Waterkant Vibes, Ruderklub Flensburg e.V., Shir o Khan Kampfkunstschule, Flensburger Jugendfeuerwehren, Flensburg Baltics, Musikschule Flensburg e.V., Naturwissenschaftliches Museum Eiszeit-Haus

Das Programm:

Vorführungen und Shows auf der Multifunktionsfläche:
Dienstag, 14.00 – 22.00 Uhr
– 15.30 – 16.00 Uhr
Vorführung Kinder ab 4 Jahre Shir o Khan Kampfkunstschule
– 16.00 – 16.20 Uhr
ein „Kids Flag Turnier“ für alle Kinder ab 6 Jahren mit Shir o Khan Kampfkunstschule
– 16.30 – 17.30 Uhr
Titel der Vorführungen: Tanzen und Turnen im TSB Flensburg Showgruppe Out of Order und TSB-Klabauter
– 18.00 – 20.00 Uhr
Hip Hop Projekt Waterkant Vibes mit Breakdance und Rap Acts

Parallel laufen alle anderen Angebote wie z.B. BMX, Streetsoccer, Streetbasketball Turniere.

Mittwoch, 08.00 – 13.00 Uhr
– 08.15 – 09.15 Uhr
Aktivitäten für Schulklassen Flensburger Schifffahrtsmuseum und der Museumsberg
– 09.30 – 10.30 Uhr
Klasse 5c der KTS mit Karate Vorführungen
– 10.45 – 11.45 Uhr
Kampfsport und Selbstverteidigung mit Shir o Khan Kampfkunstschule
– 12.00 – 12.45 Uhr
Aktivitäten für Schulklassen Flensburger Schifffahrtsmuseum und der Museumsberg

Parallel laufen alle anderen Angebote wie z.B. BMX, Streetsoccer, Streetbasketball Turniere.

Flucht aus der Verantwortung. Wohnen zwischen Marktversagen und staatlichem Scheitern

Gilt auch für Flensburg:

Gentrification Blog

@La Laetti  (CC BY-NC 2.0) @La Laetti (CC BY-NC 2.0)

Jahrelang wurde in Deutschland das Klagelied von der demographischer Krise und einem bedrohlichen Rückgang der Bevölkerungszahlen angestimmt. Kaum kehrt sich der Trend um, kollabiert nicht nur der Verwaltungsapparat des Landes sondern vielerorts auch gleich noch der humanistische Anstand. Bis vor ein paar Wochen wurde die Politik von vielen für ihre allzu abwartende und inaktive Haltung kritisiert. Jetzt handelt die Politik – und wieder gibt es Kritik. Denn im Schatten der Flüchtlings-Krisen-Hysterie hat sich eine Zombi-Politik formiert, die im wilden Aktionismus längst überwunden geglaubte Konzepte ins Rennen schickt. Zäune, Grenzsicherungspläne, Transitzonen, beschleunigte Abschiebungen, verschärfte Residenzpflichtauflagen, abenteuerliche Einstufungen von vorgeblich sicheren Drittstaaten…

Die Albträume eines nationalen Kontroll- und Sicherheitsstaates geistern nicht nur durch die Medien, sondern werden von Teilen der politischen Elite als Lösungen für die aktuellen Herausforderungen präsentiert. Diese Auferweckung von politischen Konzepten der Vergangenheit bleibt nicht auf die Fragen von Grenzkontrollen und Asylverfahren beschränkt. Auch…

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