Flensburger LINKE-Direktkandidat Herman U. Soldan zur Rentendebatte: „‚Schwierige Biografien…?‘ – Nein, der Rentenkahlschlag ist schuld an Altersarmut!“

Scharfe Kritik an Angela Merkels Ausführungen anlässlich einer ZDF-Diskussionssendung

„Alles zu wollen, ist nicht zu viel“, meint der Flensburg-Schleswiger LINKE-Direktkandidat Herman U. Soldan zu den Rentenvorschlägen seiner Partei: „Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie Armut zum Normalzustand wird, während sich die anderen Parteien vor sozialer Verantwortung aus dem Staube machen.“

LINKE-Direktkandidat Herman U. Soldan

Die anderen Parteien bieten keine durchgreifenden Lösungen gegen Armut im Alter, die all den Menschen droht, die durch die gewollte Politik von SPD, Grünen, CDU und FDP jahrelang zu Niedriglöhnen oder anderen prekären Beschäftigungsformen arbeiten mussten. An diesen entwürdigenden Arbeitsverhältnissen oder am Hartz-IV-Zwangsregime und der dadurch vorprogrammierten Altersarmut wollen sie nichts Grundlegendes ändern. Da wird millionenfaches Abhängen von einem sicheren Leben zum Programm: Entwürdigung und Enteignung – mit etwas mitleidsvollem Dackelblick und Achselzucken!

Im ZDF-Fernsehinterview erteilte Kanzlerin Merkel jüngst einer Gebäudereinigerin, die über ihre drohende Armut sprach, – und damit Millionen anderer Menschen – eine kaltschnäuzige Abfuhr für ein besseres Leben im Alter: „Ihre Biografie ist schwierig (SIC!). Aber dafür haben wir ja Grundsicherung und Wohngeld eingeführt.“

Ja, geht’s noch! – DIE LINKE bietet gegen solche Ignoranz und Kaltschnäuzigkeit eine klare soziale Alternative an: „Um Menschen, die jahrzehntelang hart gearbeitet und oft auch für ihre Familie gesorgt haben, ein gesichertes Leben im Alter zu garantieren, muss das Rentenniveau auf 53 Prozent angehoben werden, wie es bis vor dem rot-grünen und schwarz-gelben Rentenkahlschlag der Fall war“, erklärt Direktkandidat Herman U. Soldan.

„Und wenn das immer noch nicht reichen sollte, will DIE LINKE eine Mindestrente von 1.050 Euro einführen, damit das Leben im Ruhestand lebenswert und planbar sein kann“, und er fügt hinzu: „Als ich neulich in einer Podiumsdiskussion die CDU-Kollegin sagen hörte, dass das Problem niedriger Renten nicht so einfach zu lösen sei, ging ich mit einer kurzen Bemerkung dazwischen: ‚Gute Löhne garantieren gute Renten!’ – doch ich erntete nur einen inhaltsleeren Blick. Die anderen Parteien haben sich von der Wirklichkeit entfernt und wenden sich vom großen Armutsproblem ab. Deshalb sind wir LINKE die einzigen, die eine klare Haltung zeigen und sich für ein würdevolles Leben aller Menschen einsetzen!“

Hier die LINKEN Positionen für eine soziale Rente lesen: https://www.die-linke.de/themen/rente/

Pressemitteilung der Partei DIE LINKE

Hier das Video

Reinigungskraft kritisiert Angela Merkel scharf bei „klartext Frau Merkel“

 

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Veröffentlicht am 15. September 2017 in Bürgerbeteiligung, Daten und Zahlen, Flensburg News, Hartz IV, Soziales, Wirtschaft und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ja, wollen wir der Partei DIE LINKE mal tüchtig mehr Stimmen wünschen – aber auch dafür selber sorgen. Die ungebremste Lust der GROKO an der Verschärfung sozialer Gesetze hat sie am 2.12.2016 im dt. Bundestag mal wieder bewiesen, in dem sie Rentner u. Renterinnen, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, aber trotzdem noch ein paar Euros hinzuverdienen möchten, (und das gesundheitl. auch können und daran ist nichts auszusetzen) ja, die hat man nun auf die HARTZ-4 Ebene „gleich“ gestellt.

    SGB XII Änderungen 2017 durch das Regelbedarfsermittlungs- und SGB II/XII Änderungsgesetz vom 2.12.2016 – Gültig ab 1. Juli 2017
    • Anrechnung von Einkommen (Wehe, jemand lebt mal besser als von 409 Euro)
    • Gewährung des Antrags nur noch für 6 Monate, danach Neubeantragung!!!
    • Gewährter Urlaub im Ausland nur noch für 4 Wochen am Stück pro Jahr
    • bei nicht „pünktlicher“ Rückmeldung aus dem Ausland ab dem nächsten Tag Entfall der Grundsicherung im Alter

    Erst klaut man ihnen die Rente und dann werden sie bevormundet, in welchem Land und wie lange sie dort ihre Rente erleben möchten – mit solchen Parteien ist weder ein zeitgemäßer, noch zukunftsanfordender Staat herzustellen.

    Grundsicherung im Alter, das benötigen auch die gebrechlichen, die kranken Rentner, die dürfen nach Nahles/SPD Parallelwelt-Vorstellung alle 6 Monate zum Amt schlurfen und neubeantragen, das ist alles nicht mehr zu fassen.

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