Finnische und russische Deutsch-ReferendarInnen zu Besuch bei Flensburgs Oberbürgermeisterin Lange

Mini-Referendariat mit Hospitationen an Flensburger Grundschulen

Flensburg. Deutsch in ihrem Heimatland unterrichten und sich darauf bestmöglich vorbereiten – das möchten die acht jungen Studierenden aus Russland und Finnland, die noch bis Ende nächster Woche ein Mini-Referendariat in Flensburg absolvieren.

Um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, das deutsche Schulwesen kennenzulernen und voll in die deutsche Kultur einzutauchen wohnen die Lehramtsanwärter aus den Ostseeanrainerstaaten nach einer Einführungswoche bei der Deutschen Auslandgesellschaft in Lübeck während ihres knapp achtwöchigen Aufenthalts bei Flensburger Gastfamilien, hospitieren vormittags an vier Flensburger Grundschulen und besuchen nachmittags gemeinsam Begleitseminare, kulturelle Veranstaltungen oder unternehmen zahlreiche Exkursionen.

Neben Stadtrundführung, Theaterbesuch, Brauereibesichtigung, einem Ausflug nach Hamburg und einer Wanderung nach Holnis stand  u.a. auch eine Stippvisite im Flensburger Rathaus auf dem Programm.

Empfangen wurden die Besucher am vergangenen Freitag im 13. Stock des Rathauses von Oberbürgermeisterin Simone Lange. Diese freute sich, mehr über die ausländischen Gäste und deren Erlebnisse in Flensburg zu erfahren und zeigte sich angetan vom Projekt „Mini-Referendariat“, das das Auswärtige Amt vor 10 Jahren ins Leben gerufen hatte und das Jahr für Jahr in Flensburg von der EULE organisiert wird;

„Es immer wieder spannend und bereichernd, sich mit Menschen aus anderen Kulturen auszutauschen und dabei die unterschiedlichen Denkweisen, aber auch die verschiedenen Facetten in Sachen Bildungspolitik kennenzulernen,“ so Flensburgers Oberbürgermeisterin zur Tatsache, dass das Lehramtsstudium im europäischen Ausland oft nicht wie in Deutschland mit einem Referendariat und anschließendem 2. Staatsexamen abschließt.

„Ich bin allen Flensburger Institutionen und Gastfamilien dankbar, die sich bereitwillig engagieren und den jungen Studierenden die Chance eröffnen, bei uns ganzheitlich in die Praxis einzusteigen, Land und Leute kennenzulernen und mit jeder Menge fachlichem Know-How und vielen bleibenden Eindrücken in ihre Heimatländer zurückzukehren,“ so die Oberbürgermeisterin weiter.

Da das Interesse am Erlernen und Vermitteln der deutschen Sprache in den Ostseeanrainer-Staaten rückläufig war, hatte das Auswärtige Amt vor 10 Jahren die Initiative des vom Bund und Land geförderten Mini-Referendariats ins Leben gerufen, das die Attraktivität eines Lehramtsstudiums mit dem Fach Deutsch erhöhen und somit möglichst viele motivierte, engagierte und sprachlich wie fachlich gut ausgebildete junge Deutschlehrkräfte als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Deutsch zu gewinnen soll. Es werden für die nächsten Aufenthalte auch wieder Flensburger Gasteltern gesucht, die die jungen Menschen bei sich aufnehmen. Neben einer kleinen Aufwandsentschädigung winken vor allem neue Erfahrungen und Perspektiven sowie ein interessanter Austausch mit jungen Menschen.

Advertisements

Über akopol

Netzwerk für mehr Öffentlichkeit, Transparenz und Demokratie in Flensburg
Dieser Beitrag wurde unter Flensburg News veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s