Archiv für den Tag 25. März 2017

Erfolgreiche Demonstration gegen AfD-Wahlveranstaltung in Westerholz

Rund 350  Menschen demonstrierten am Samstag friedlich gegen die AfD in Westerholz

Ein Bericht und Fotos von Jörg Pepmeyer

Ein breites Bündnis von SPD, Grünen, Linken, Gewerkschaftern und zivilgesellschaftlichen Gruppen hatte für Samstagnachmittag zu einer Demonstration vor der Westerholzer Mühle aufgerufen. Dort fand unter massivem Polizeischutz eine Wahlkampfveranstaltung des Kreisverbandes Schleswig-Flensburg der rechtsnationalistischen und rassistischen AfD statt. Prominente Teilnehmer der Veranstaltung im Hotel Ostsee Windmühle waren unter anderem der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der AfD, Jörg Nobis sowie Frank Hansen, Direktkandidat für den Wahlkreis Flensburg Land. Als besonderen Gast hatte der AfD-Kreisverband die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende und Europaabgeordnete Beatrix von Storch angekündigt. Die kam dann mit einer gepanzerten schwarzen Limousine und einem schwarzen Begleitfahrzeug gegen 18.15 Uhr in die Einfahrt zur Westerholzer Mühle gefahren.

Dort hatten Polizisten wenige Minuten zuvor eine Blockade aufgelöst. Es gab eine heftige Rangelei, bei der die Blockierer von den Polizeikräften mit körperlicher Gewalt aus der Einfahrt gedrängt wurden. Im Verlaufe dieses Einsatzes gab es einen verletzten Demonstranten, jedoch keine Festnahmen. Um mögliche Konflikte zwischen Demonstranten und Teilnehmern der AfD-Veranstaltung zu unterbinden, hatte die Polizei mit Sperrgittern und spanischen Reitern bereits am Nachmittag auf der Zufahrtsstraße zur Mühle eine Gasse eingerichtet, durch die die Teilnehmer der AfD entweder zu Fuß oder per Auto zum Veranstaltungsort gelangen mussten. Begleitet allerdings vom lauten Krach der Trillerpfeifen, den Schmähungen,  Beschimpfungen und „Nazis raus“-Rufen der Spalier stehenden Demonstranten. Ab 19.00 Uhr regte sich dann nichts mehr auf dem Weg zur Mühle. Die AfD-Veranstaltung fand dann mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, es waren nur ausgesuchte Pressevertreter eingeladen.

Bereits um 16.00 Uhr hatten sich Demonstranten an der Zufahrt zum Hotel versammelt. Drei Stunden später waren es dann nach Polizeiangaben rund 350 Menschen aus Flensburg, dem Kreisgebiet und aus Westerholz, die ihrem Protest gegen die AfD Ausdruck verliehen. Darunter Funktionäre, Mandatsträger und Parteimitglieder der SPD, der Grünen und der Linken. Unter ihnen auch Rasmus Andresen, grüner Landtagsabgeordneter aus Flensburg. Er freute sich riesig darüber, dass angesichts der doch großen Zahl von Demonstranten und trotz kleinerer Provokationen alles sehr friedlich abgelaufen sei. Und es gelte weiterhin den Einzug der AfD in den Landtag unbedingt zu verhindern. Damit sprach er wohl allen Demonstranten parteiübergreifend aus der Seele. Gegen 19:30 Uhr wurde die Protestdemo dann offiziell beendet.

Man muss den Demonstranten zudem ein dickes Lob aussprechen. Trotz aller Wut und Enttäuschung , dass das AfD-Treffen letztlich nicht verhindert werden konnte, war die Stimmung bei allen ausgesprochen gut. Das lag sicherlich auch an dem wunderschönen Frühlingswetter und ebenso am insgesamt moderaten Auftreten der Polizei. So glich die Protestversammlung eher einem samstagnachmittaglichen Nachbarschaftstreffen von Freunden und Bekannten, denn viele Demonstranten kannten sich aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen, gewerkschaftlichen und parteipolitischen Zusammenhängen. Es wurde geklönt und gelacht. Teilweise waren ganze Familien dem Protestaufruf gefolgt, malten Kinder mit farbiger Kreide Blumen und kleine Bilder auf die Straße. Gelegentlich fand sich sogar eine einfache und kunterbunte Protestparole auf der Straße wieder. Was an diesem lockeren Nachmittag und Abend vielleicht fehlte, war ein bisschen handgemachte Musik und Gesang, ein paar heiße Würstchen oder Crêpes und ein heißer Punsch für die Demonstranten. Aber das können die Veranstalter bei der nächsten AfD-Gegendemo ja dann konzeptionell und organisatorisch entsprechend berücksichtigen …

Berichtigung: Nach Angaben der Polizei von heute (26.03.) waren es nicht wie von mir geschätzt und anfangs geschrieben 250, sondern sogar 350 Menschen, die an der Demonstration gegen die AfD-Veranstaltung teilnahmen. J.P.

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Podiumsdiskussion zum Thema Wasserstofftankstellen-Netz und Energiewende im Norden mit namhaften Experten und Flensburgs Bürgermeister am 30.03.2017 im Borgerforeningen Flensburg

Flensburg braucht dringend eine Wasserstofftankstelle (H2-Tankstelle) für die Energiewende

Der EES e.V. lädt ein zur Podiumsdiskussion

am 30. März 2017
um 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr
im Restaurant Borgerforeningen, Holm 17, Flensburg

mit:

· Thomas Bystry, Shell Hamburg und Vorsitzender der CEP (Clean Energy Partnership). Von ihm gibt es Informationen aus erster Hand zum Stand des Tankstellennetzes in Deutschland.
(Er kommt mit dem H2-Auto Mirail von Toyota, der dann auch zu besichtigen ist.)

· Reinhard Christiansen, GF der Energie des Nordens berichtet über den aktuellen Stand seines Projektes

· Ove Petersen, GF GP Joule, präsentiert Auszüge seiner neuen, im März 2017 erschienen Machbarkeitsstudie

 · Maik Render, GF Stadtwerke Flensburg

 · Henning Brüggemann, Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Flensburg

(Der Abend wird moderiert und wie immer präsentieren wir unser Vorzeigemodell. Neben dem Auto wird auch ein Bus zum Anschauen vorhanden sein.)

Flensburgs Oberbürgermeisterin fährt zufrieden und absolut sauber ein Wasserstoff angetriebenes Hyundai Serien-Auto zur Probe. Im Bild neben Simone Lange Bürgermeister Henning Brüggemann, Reinhard Christiansen und Marko Bartelsen (beide Energie des Nordens GmbH) (v.l.n.r.). Foto: Pressestelle Stadt Flensburg

Durch die  öffentlichkeitswirksame Aktion im Januar 2017 konnte unsere neue Oberbürgermeisterin Simone Lange  zeigen, wie einfach eine Umstellung auf  ein H2- Auto sein könnte: in 3 Minuten vollgetankt, mit mindestens 450 km Reichweite (das neue Auto schafft sogar 800 km). Hoher Fahrkomfort, modernste Ausstattung und emissionsfrei fahren bei der immer noch hohen Luftverschmutzung in den Städten. Das ist die Zukunft. Die kann in Flensburg beginnen. Allein es fehlen die H2-Tankstellen. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.

Mittelgroßer Bus, sauber ohne Ruß oder Feinstaub und CO2 frei. Dazu enorm leise. Das ist die Zukunft. Viele Städte kaufen gemeinsam ein, dadurch wird er preiswerter in der Anschaffung. Und die Verbrauchskosten sind erheblich niedriger als bei einem Bus mit Dieselmotor. http://ees-ev.de/bus-mit-h2-emissionsfreiheit-leise-mit-ca-422km-reichweite/

Der Norden bietet Lösungen für das „Henne-Ei-Problem

Flensburg braucht dringend eine Wasserstofftankstelle und auf geht’s  sauber gen Süden/ Norden
Richtig, hier im Norden haben wir die Chance, das dezentrale Jahrhundertprojekt  – Energiewende – mit einer Wasserstofftankstellen- Infrastruktur voranzubringen und vor allem das Problem des ungenutzten Ökostroms zu lösen.
Mutige Pioniere gehen, trotz großer Risiken für die Akteure, in die Umsetzungsphase!
Schleswig-Holstein, als innovatives Bundesland mit starken Wurzeln im Wind-Kraft-Sektor hat gute Voraussetzungen, Brennstoffzellen-Fahrzeuge und auch Busse auf die Straße zu bringen.Jetzt werden mutige und visionäre Autokäufer gesucht, die sauberen PS auf die Straße zu bringen.Der Verein unterstützt einen Tankstellenbau in Flensburg, obwohl in Flensburg dieser in der Planung bisher nicht vorgesehen ist. Ebenso den Zusammenschluss von Interessenten an einem Wasserstoffauto. Wir laden Dich zu unserem monatlichen Stammtischabend ein und diskutiere mit uns und den Gästen, Brückenbauer zwischen „Henne+Ei“ Problem, über den Markt wirtschaftlicher Möglichkeiten und höre, wie im beginnenden Wasserstoffzeitalter heute bereits Fortschritte im starken Sektor Mobilität erreicht wurde.

Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage: www.ees-ev.de

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