Hotelstreit: IG Ostufer wehrt sich gegen Vorwürfe von Hermann Höft

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Animation des vor zehn Jahren am Ballastkai geplanten Hotels von Hermann Höft und Gerd Theilen

Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Hotel Hafen Flensburg erschien am 17.01.2017 im Flensburger Tageblatt unter der Überschrift „Vier Sterne für Flensburgs neue Perle“ (nachzulesen unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/vier-sterne-fuer-flensburgs-neue-perle-id15856071.html ) ein Beitrag, in dem der Flensburger Bauunternehmer Hermann Höft die Kritiker und Gegner des von ihm und dem Investor Gerd Theilen ursprünglich an der Hafenostseite geplanten Hotels auf´s Korn nahm. Er warf ihnen in dem Tageblatt-Artikel vor: „Die Gegner des Hotels haben gelogen und betrogen, am Ende knickte die Politik ein.“ Das hat die IG Ostufer, die mit ihren MitstreiterInnen vor zehn Jahren maßgeblich an der Verhinderung dieses Hotelprojekts am Ballastkai beteiligt war, veranlasst in einer Pressemitteilung ihre Sicht der Dinge darzustellen:

Zum Bericht „4 Sterne für Flensburgs neue Perle“ vom 17.1.2017

Hermann Höft hat in seiner Rede anlässlich der feierlichen Eröffnung des „Hotel Hafen Flensburg“ darauf hingewiesen, dass es bereits vor rund 10 Jahren zu einem Hotelneubau an der Hafenostseite hätte kommen können.
Wenn – ja wenn sich nicht eine Vielzahl von Flensburger Bürgern gegen den Bau des von den Investoren Theilen und Höft geplanten Hotelkolosses ausgesprochen hätten.
Die IG-Ostufer war der Sprecher dieser Bürger/innen und hatte die Baupläne einmal genauer unter die Lupe genommen.
Sie war zu dem Schluss gekommen, dass es sich zwar um einen brillanten Architektenentwurf handelte, der gerne an einem anderen Standort realisiert werden könne. Der geplante Standort dagegen wo heute Klarschiff steht war für dieses Gebäude völlig ungeeignet und das Bauwerk passte an dieser Stelle so gar nicht in das Panorama unseres Hafens.
Hinzu kam noch, dass für den Neubau an dieser Stelle das historische Kailagerhaus II geopfert werden musste.
Die Flensburger Bürger/innen waren gegen den monströsen Hotelbau, der an diesem Standort das Hafenbild so negativ beeinflussen würde.
Sie bekundeten ihr Missfallen in einer Unterschriftenaktion.
Die Unterschriften von gut 9.000 Ablehnern wurden dem Stadtpräsidenten übergeben.
Diese praktizierte Bürgerbeteiligung brachte letztendlich die politische Kehrtwende.
Wenn Hermann Höft heute behauptet, dass die Gegner dieses Monsterhotels am Standort des Kailagerhauses II gelogen und betrogen hätten, dann können wir das nicht anders werten als die Äußerung eines Bauunternehmers, der noch immer nicht begriffen hat, dass auch ein Herman Höft den Bürgerwillen nicht mit Füßen treten darf.
Stattdessen wurden die Flensburger Bürger/innen von den Investoren Theilen und Höft belogen und betrogen, indem sie ihnen versprachen, im Erdgeschoss von Klarschiff eine Markthalle einzurichten und den Lautrupsbach auf beiden Seiten des Gebäudes offenzulegen.
Jeder kann heute sehen, was aus diesen Versprechungen geworden ist. Wie heißt es so schön: „Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen“.

Der Vorstand der
IG Ostufer

http://www.ig-ostufer.de

 

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Veröffentlicht am 22. Januar 2017 in Flensburg News, IG Ostufer und Klarschiff, Soziales, Stadtplanung, Wirtschaft und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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