Archiv für den Monat Januar 2017

Flensburger Arbeitslosenquote steigt im Januar 2017 auf 9,3%

Mehr SGB II-Bedarfsgemeinschaften und neuer Höchststand bei den Regelleistungsberechtigten nach SGB II in Flensburg

„Nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts und dem Saisonende in der Tourismusbranche ist ein jahreszeitlich üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit insbesondere an der Westküste zu verzeichnen. Betroffen hiervon sind besonders die Bereiche Handel, Gastronomie, Lager und Logistik aber auch die Bereiche Produktion und Fertigung.“ so Hans-Martin Rump, Leiter der Agentur für Arbeit Flensburg.
Aufgrund der anhaltenden milden Witterung gab es kaum Freistellungen von Arbeitnehmern im Gartenbau, dem Hochbau und dem Baunebengewerbe.
„Arbeitgeber aus diesen Bereichen entlassen ihr bewährtes Personal erst nach Ausschöpfung aller anderen Optionen“, betont Rump.

„Seit dem 1. Januar 2017 werden die sogenannten „Aufstocker“, also Personen´, die aufgrund von Hilfebedürftigkeit neben dem Arbeitslosengeld aufstockend auch Arbeitslosengeld II beziehen, Dieser Personenkreis wird ab Januar 2017 im Rechtskreis SGB III erfasst. Bis Dezember 2016 erfolgte dies im Rechtskreis SGB II. Vergleiche mit Monaten vor Januar 2017, insbesondere zur Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen, sind damit nur eingeschränkt aussagekräftig“ so Rump weiter.

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2017 um 62 (-1,3
Prozent) auf 4.649 im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl
um 222 (5,0 Prozent).
Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,3 Prozent (Januar 2015: 9,6 Prozent; Vormonat
8,8 Prozent).
737 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben,
72 oder 10,8 Prozent mehr als vor einem Jahr, 2 oder 0,3 Prozent mehr gegenüber
Dezember 2016. Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen
Dienstleistungen (187), im Handel (114) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen
(86).

arbeitslose-januar

Verdeckte Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung nimmt weiter zu – Tatsächliche Arbeitslosenquote erheblich höher

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich im Januar 2017 somit eine Zahl von  18.335 Arbeitslosen (Vormonat 16.889) , zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es  22.933 (Vormonat 21.681). Entsprechend sind prozentual auch die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen in Flensburg erheblich höher. Mehr dazu im arbeitsmarktreport-fuer_aa-119-flensburg_201701 auf bzw. ab Seite 9.

Komponenten der Unterbeschäftigung

Komponenten der Unterbeschäftgung, Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, Januar 2017, S. 9

Nicht inbegriffen sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet wurden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen. Tatsächlich dürfte  die Arbeitslosenquote in Flensburg somit bei etwa 13 % liegen. Rechnet man noch die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden dazu, die aus dem Leistungsbezug rausgefallen sind bzw. keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, dürfte die Quote sogar noch höher liegen.

Hohe Zahl von Arbeitsuchenden

Gestiegen ist auch die Zahl der Arbeitsuchenden, die für den gesamten Agenturbezirk Flensburg mit 28.162 Personen im Januar über der des Vormonats von 27.983 lag. Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen knapp 10.000 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitlosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben.

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im Januar 3.272 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 20 Personen weniger als im Vormonat bzw. 273 Personen (-7,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat und auch der niedrigste Wert in einem Januar seit Bestehen des Jobcenters.

Weiterhin immer mehr SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte nach SGB II („Hartz IV“)

Der sinkenden Arbeitslosenquote im Bereích des SGB II steht jedoch weiterhin eine steigende Zahl von SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigten bzw. Regelleistungsbeziehern nach SGB II gegenüber. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat um 45 auf 6.403 (+0,70%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie um 68 (+1,1%).
Die Zahl der Regelleistungsbezieher stieg im Vergleich zum Vormonat um 110 auf
10.662 (+1,0%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie sogar um 347 (+3,3%) und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, dass zunehmend auch Flüchtlinge, die das Asylverfahren erfolgreich durchlaufen haben, in Flensburg bleiben und über kein eigenes Einkommen und eine Arbeit verfügen, jetzt Leistungen nach dem SGB II beantragen können. Dies schlägt sich natürlich auch in der Statistik und im Anstieg der Zahl der Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigten nieder.

alg-ii-flensburg

Zum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

Vortrag: „Die soziale Frage in der (Post-)Wachstumsökonomie“ am 07.02.2017 in der Europa-Universität Flensburg

Vortrag von Silke van Dyk (Friedrich-Schiller-Universität, Jena)

am 07.02.2017 von 18:15 – 20:00 Uhr
Europa-Universität Flensburg,
Erweiterungsbau, Raum EB 167
Auf dem Campus 1a
24943 Flensburg

Die soziale Frage ist im Kapitalismus auf das Engste mit dem ökonomischen Geschehen im Allgemeinen und dem Wirtschaftswachstum im Besonderen verbunden. Hohe Wachstumsraten, wie sie in der fordistischen Wachstumsökonomie der 1950er- bis 1970er-Jahre zu verzeichnen waren, eröffnen Verteilungsspielräume, da soziale Ansprüche aus den hohen Zuwächsen befriedigt werden können. Ob Wachstum sozialen Aufstieg und den Abbau von sozialer Ungleichheit ermöglicht, hängt dabei aber stets von gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen ab: Wachstum schafft förderliche Bedingungen für Umverteilung, ist aber keine Garantie für mehr Gleichheit oder Lebensqualität.

Heute gehört der fordistische Wachstumskapitalismus der Nachkriegsjahrzehnte mit dem ihm eigenen Wohlfahrtsmodell der Vergangenheit an. Angesichts niedriger Wachstumsraten und globaler Wirtschaftskrisen sowie im Lichte der ökologischen Krise(n) stellt sich die soziale Frage in ganz neuer Weise: Welche Herausforderungen sind durch die multiple – sozial, ökonomische wie ökologische – Krise zu bewältigen? Wie müsste eine Sozialpolitik aussehen, die sich der sozialen Frage und der sich öffnenden sozialen Schere annimmt, ohne auf ökologisch desaströse Wachstumsraten zu setzen? Wie ist damit umzugehen, dass ausgerechnet die radikal zunehmende Einkommens- und Vermögensungleichheit von Expert_innen als Wachstumsbremse identifiziert wird? Und welche Ideen für eine soziale Politik jenseits des Staates sind in der Postwachstumsdebatte zu finden?

Vortrag im Rahmen des Interdisziplinären Kolloquiums an der Europa Universität Flensburg im WiSe 2016/17 „Nachhaltigkeit und Ungleichheit“

Weiternutzen statt Wegwerfen – Flensburger TBZ und Sozialkaufhaus mehrwert starten Zusammenarbeit

Flensburg – Weiternutzen statt Wegwerfen! Unter diesem Motto haben das Sozialkaufhaus mehrwert und das Technische Betriebszentrum Flensburg AöR (TBZ) eine Zusammenarbeit zur Abfallvermeidung begonnen, die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Auf jedem der drei Flensburger Recyclinghöfen steht seit Anfang des Jahres jeweils ein Anhänger des Sozialkaufhauses mehrwert. Noch brauchbare Gegenstände, von Kinderspielzeug über Kleidung bis zum Elektrogerät, können von den Bürgerinnen und Bürgern direkt in diese Anhänger abgegeben werden. Mitarbeiter von mehrwert sortieren die Sachspenden und geben Sie im Sozialkaufhaus zu geringen Preisen an Bedürftige weiter.

Wiebke Stengel-Muhl, Geschäftsführerin Perspektive Bildung gGmbH Ausbildungsverbund Flensburg, betont: „Bereits jetzt merken wir, dass Bürgerinnen und Bürger Gegenstände direkt beim Sozialkaufhaus abgeben, weil Sie auf den Recyclinghöfen darauf aufmerksam geworden sind. Wir hoffen, dass das Bewusstsein für diese Art der Weiternutzung durch die Zusammenarbeit noch weiter steigt.“ Heiko Ewen, Geschäftsführer des TBZ, ergänzt: „Die Abfallvermeidung ist für das TBZ ein entscheidendes Thema. Wir freuen uns, dass dank der Kooperation mit mehrwert hierbei gleichzeitig auch noch Gutes getan wird.“

Neben den Recyclinghöfen können gebrauchsfertige Gegenstände während der Öffnungszeiten (Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr) auch direkt beim Sozialkaufhaus mehrwert (Steinstraße 15) abgegeben werden.

Abgasskandal und kein Ende? – Diskussionsveranstaltung am 31.01.2017 im Brasseriehof Flensburg

abgasskandalDiskussion mit Valerie Wilms MdB und Rasmus Andresen MdL von Bündnis90/Die Grünen

Dienstag, 31. Januar 19:00 – 20:30
Brasseriehof-Café
Große Straße 42 – 44, 24937 Flensburg

Valerie Wilms, Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexpertin aus Schleswig-Holstein, vertritt seit Juli 2016 die Grünen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Abgasaffäre. Volkswagen hatte manipulierte Dieselfahrzeuge mit illegaler Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung verwendet, um Abgasnormen zu umgehen.

Valerie Wilms: „Der Abgasskandal ist der umfassendste Betrug in der deutschen Wirtschaftsgeschichte, der nur im Zusammenspiel von Politik, Behörden und Unternehmen möglich war. Die Gesundheit der Bevölkerung wurde aufs Spiel gesetzt, Millionen von Kunden betrogen und der Staat um Einnahmen geprellt. Wir müssen dieses organisierte Versagen umfassend aufklären und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Ganz vorn auf der Agenda steht für mich eine Umstrukturierung des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Wir brauchen endlich eine unabhängige Zulassungsagentur, damit es nicht wieder zu solch einem Versagen kommt.“

Rasmus Andresen: „Die hohen Abweichungen zwischen Labor und Straßenmessungen waren seit Jahren bekannt. Doch erst infolge der VW-Affäre hat das Bundesverkehrsministerium Nachprüfungen bei Dieselfahrzeugen angeordnet. Dass die Bundesregierung auch weiterhin kein ernsthaftes Interesse an einer Aufklärung zeigt, spricht für sich. Statt gemeinsame Sache mit der Automobilindustrie zu machen, sollten wir lieber aus den gemachten Fehlern lernen.“

Valerie Wilms wird aus ihrer Arbeit im Untersuchungsausschuss berichten und mit dem Flensburger Landtagsabgeordneten Rasmus Andresen darüber diskutieren, wie die Verquickung von Behörde, Politik und Autoindustrie aufgelöst werden kann. Außerdem steht sie natürlich für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung ist öffentlich und wir freuen uns über interessierte TeilnehmerInnen.

Stadtwerke Flensburg spenden 1.500 Euro an Tagestreff für Wohnungslose

Flensburg: Dieses Jahr erhält der „Tagestreff für wohnungslose Männer und Männer mit Wohnproblemen“ im Johanniskirchhof Geld aus dem Rezeptkalender der Stadtwerke Flensburg. Der Flensburger Energieversorger gibt den Rezeptkalender kostenlos als kleines Dankeschön an Kunden und Mitarbeiter ab. Wer will, kann freiwillig für eine gemeinnützige Organisation spenden. Daraus kamen rund 500 Euro zusammen. Die Stadtwerke haben diesen Betrag noch einmal um 1.000 Euro erhöht, so dass der Tagestreff für Wohnungslose 1.500 Euro für seine Arbeit erhält.

Diese Spendenaktion führen die Stadtwerke schon im 16. Jahr durch und haben schon unterschiedliche gemeinnützige Flensburger Einrichtungen  wie das Katharinenhospiz, die Praxis ohne Grenzen, die Haltestelle Sponte Nord und viele mehr unterstützt.

Die diesjährige Spende für den „Tagestreff für Wohnungslose“ haben die Stadtwerke am 2017 übergeben.

Der Tagestreff bietet wohnungslosen Männern und Männern mit Wohnproblemen tagsüber eine Bleibe. Auch ehemals Wohnungslose suchen den Tagestreff auf. Alle können sich dort ausruhen, warm duschen, Wäsche waschen, Kontakte knüpfen, Post empfangen, kochen, essen und Besuch bekommen. Montags, mittwochs und freitags gibt es für 80 Cent ein Frühstück. Dienstags und donnerstags ein Mittagessen für 1,50 Euro. Es wird frisch gekocht und auf gesunde Ernährung geachtet, da viele unter Mangelernährung leiden.

Für viele der Männer ist der Tagestreff der einzige feste Halt, den sie noch haben. Sie lernen dort Tagesstrukturen wie Einkaufen, Kochen, Tisch decken, Blumen gießen,…(wieder) kennen.

Darüber hinaus ist der Tagestreff auch Postadresse für 800 Adressen, da Obdachlose keine feste Anschrift haben. Auch das wenige vorhandene Geld kann hier verwaltet werden.

Aber auch bei der Wohnungssuche ist der Tagestreff behilflich. Denn, wer erst einmal alles verloren hat, schafft vieles allein nicht mehr und benötigt Unterstützung, um wieder ins Leben zurückzufinden.

Ebenso bietet der Tagestreff seit ca. 10 Jahren dienstags eine medizinische Versorgung an und ist Ausgabestelle für Hempels-Straßenmagazin.

Betrieben wird der Tagestreff für Obdachlose im Johanniskirchhof vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Flensburg.

Wer auch etwas spenden möchte, kann dies bei folgendem Konto tun:

Bank: Evangelische Bank

IBAN: DE61 5206 0410 0806 4036 54

BIC: GENODEF1EK1

Verw.-zweck: Tagestreff

Veranstaltungen des Kulturhofs Flensburg im Brasseriehof im Februar 2017

brasseriehof

Moin aus dem Brasseriehof,

anbei der Monatsplan für den Februar.
Ich hoffe, die/den einen oder die/den andere(n) bald wieder dort zu sehen.

Bis bald,

Ulrike Möller-Loko
Brasseriehof-Café
Kulturhof Flensburg

Weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Seite http://brasseriehof.com/veranstaltungen/

brasseriehof-februar-2017

Das Projekt

Anja Werthebach kaufte 2015 den Brasseriehof und im Sommer 2015 nahm das Familiennetzwerk Flensburg, ein Projekt, das von der Lebenshilfe ins Leben gerufen wurde, Kontakt zu ihr auf.
Wir begannen, im kleineren Café-Raum mehrere Wochenend-Café-Tage anzubieten, die gut angenommen wurden. Ende 2015 kamen wir dann überein, den größeren Raum dafür zu nutzen.
Am letzten Tag des inklusiven Familiencafés im Dezember 2015 hatten wir dann auch syrische Gäste und die spontane Idee, regelmäßig ein syrisches Café anzubieten.
Es folgten das iranische Café, Frühstückscafés am Wochenende, ein Nachmittagscafé am Freitag und Sonntag sowie das internationale Frauenfrühstück am Dienstag.
Dazu kam ein Handarbeitstreff.
Ausstellungen von (auch syrischen) Künstlern folgten, Vorträge und Diskussionsabende sowie Konzerte. Darunter waren bisher auch drei Benifiz-Konzerte, deren Spenden für den Einbau eines WCs für Menschen mit Behinderung genutzt werden sollen.
Das Café war letztes Jahr bei der BUNTEN INNENSTADT und bei der HOFKULTUR vertreten.
Gleichchzeitig haben wir am 15.09.2016 den gemeinnützigen Verein (Kulturhof Flensburg e. V.) gegründet. Im Vordergrund steht die Idee der Völkerverständigung, der Austausch von Menschen verschiedener Herkunft, Sprache, Kultur etc.
Durch unsere Veranstaltungen schaffen wir die Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Es soll Raum geben für alle, auch besonders Menschen mit Behinderung und andere benachteiligte Menschen.
Jeder ist willkommen.

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Ulrike Möller-Loko Familiennetzwerk Flensburg und Brasseriehof-Café

Flensburgs Oberbürgermeisterin Lange bittet Aktiv Bus, nach Alternativflächen zu suchen

Mögliche Erweiterung des Betriebsgeländes auf dem Schlachthof

Flensburg. Bezugnehmend auf die Berichterstattung der letzten Tage, aus der hervorgeht, dass die Flensburger Aktiv Bus GmbH für die geplante Erweiterung des Betriebsgelände, die für die Umstellung auf Elektroenergie erforderlich ist, auch das Gelände der Sportpiraten ins Visier nehmen könnte, meldet sich Flensburgs neue Oberbürgermeisterin Simone Lange zu Wort: „Ich begrüße sehr und finde es notwendig, dass unsere Aktiv Bus GmbH langfristig auf CO2 neutralen Antrieb umstellen möchte. Ich wünsche mir jedoch, dass das Gelände des Schlachthofs für die notwendige Flächenerweiterung unberührt bleibt.“

Die Sportpiraten hätten am Schlachthof über Jahre mit großartigem Engagement, das bereits vom Bundesprädienten ausgezeichnet worden sei, Norddeutschlands größten Skater-und BMX Park etabliert. Dieser sei ein echter Standortfaktor, der für die Flensburger Jugend, als Aushängeschild für das engagierte Flensburg und als Besuchermagnet unverzichtbar,  so Lange.

„Deshalb habe ich heute Paul Hemkentokrax in einem Telefonat gebeten, sich nach alternativen Flächen im Stadtgebiet umzusehen. Ich bin mir sicher, dass es gelingen kann, beide für die Stadt so wichtigen Nutzungen unter einen Hut zu bringen,“  so Oberbürgermeisterin Lange.

Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange testet Wasserstoff-Auto

wasserstoff-auto-i

Henning Brüggemann (Klimapakt-Vorsitzender), Simone Lange (Oberbürgermeisterin Stadt Flensburg) sowie Reinhard Christiansen und Marko Bartelsen (beide Energie des Nordens GmbH) (v.l.n.r.). freuen sich über das Zukunftspotenzial der innovativen Wasserstoff-Mobilität.

2018 erste Wasserstofftankstelle in Haurup

Flensburg. Gleich zu Beginn Ihres Amtsantrittes testet Oberbürgermeisterin Simone Lange für drei Tage ein Wasserstoff-Auto. Das innovative Fahrzeug der Marke Hyundai ix35, das eine maximale Reichweite von 594 Kilometern besitzt, hinterlässt im Fahrbetrieb keine Emissionen. „Es ist ein völlig neues Fahrgefühl – nicht nur wegen der Geräuschlosigkeit, sondern auch weil man überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr beim Autofahren haben muss“, so Simone Lange. Auch Bürgermeister und Klimapakt-Vorsitzender Henning Brüggemann ist begeistert: „Die Wasserstoff-Technologie besitzt ein enormes Zukunftspotenzial und wird damit auch zunehmend ein Thema für den Klimapakt Flensburg werden“. Initiator der außergewöhnlichen Probefahrt war Reinhard Christiansen, Geschäftsführer der Firma „Energie des Nordens“, der mit seinem Unternehmen den Bau einer Wasserstoff-Tankstelle plant. Im 1. Quartal 2018 soll die erste Wasserstoff-Tankstelle Schleswig-Holsteins in Haurup (Amt Handewitt) eröffnet werden: „Ohne die entsprechende Tankinfrastruktur können keine Wasserstoff-Autos gekauft werden. Deshalb fangen wir mit dieser Pionierarbeit jetzt an. Damit hat Schleswig-Holstein gute Chancen Vorreiter auf allen Gebieten der Erneuerbaren Energien zu werden“, so Christiansen. Nicht nur deswegen denkt Simone Lange auch schon zukunftsorientiert an die mögliche Anschaffung eines neuen Dienstwagens nach. Damit setzt sie ein klares Zeichen für den Einsatz von weiteren erneuerbaren Energien in der Klimastadt/Region Flensburg.

Hintergrund: Bau einer Wasserstoff-Tankstelle in Haurup
Die Energiewende umfasst viele Sektoren: Strom, Wärme und Mobilität. Im Rahmen des Förderprogramms NEW4.0 wird der Elektrolyseur im Raum Handewitt gefördert. Der geplante Elektrolyseur wandelt den Windstrom um in Wasserstoff. Dieser soll nicht nur in die naheliegende Gasleitung eingespeist werden, sondern auch über eine Tankstelle an Kraftfahrzeuge abgegeben werden. Erst wenn im Norden Schleswig-Holstein eine Tankstelle für Wasserstoff zur Verfügung steht, kann die Mobilitätswende ausgedehnt werden auf Kraftfahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik. Der zurzeit noch große Vorteil gegenüber Kraftfahrzeugen mit Akkus und Kabelbetankung besteht in der kurzen Betankungszeit in nur drei Minuten und in der großen Reichweite.

Hotelstreit: IG Ostufer wehrt sich gegen Vorwürfe von Hermann Höft

siegbwas_gr

Animation des vor zehn Jahren am Ballastkai geplanten Hotels von Hermann Höft und Gerd Theilen

Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Hotel Hafen Flensburg erschien am 17.01.2017 im Flensburger Tageblatt unter der Überschrift „Vier Sterne für Flensburgs neue Perle“ (nachzulesen unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/vier-sterne-fuer-flensburgs-neue-perle-id15856071.html ) ein Beitrag, in dem der Flensburger Bauunternehmer Hermann Höft die Kritiker und Gegner des von ihm und dem Investor Gerd Theilen ursprünglich an der Hafenostseite geplanten Hotels auf´s Korn nahm. Er warf ihnen in dem Tageblatt-Artikel vor: „Die Gegner des Hotels haben gelogen und betrogen, am Ende knickte die Politik ein.“ Das hat die IG Ostufer, die mit ihren MitstreiterInnen vor zehn Jahren maßgeblich an der Verhinderung dieses Hotelprojekts am Ballastkai beteiligt war, veranlasst in einer Pressemitteilung ihre Sicht der Dinge darzustellen:

Zum Bericht „4 Sterne für Flensburgs neue Perle“ vom 17.1.2017

Hermann Höft hat in seiner Rede anlässlich der feierlichen Eröffnung des „Hotel Hafen Flensburg“ darauf hingewiesen, dass es bereits vor rund 10 Jahren zu einem Hotelneubau an der Hafenostseite hätte kommen können.
Wenn – ja wenn sich nicht eine Vielzahl von Flensburger Bürgern gegen den Bau des von den Investoren Theilen und Höft geplanten Hotelkolosses ausgesprochen hätten.
Die IG-Ostufer war der Sprecher dieser Bürger/innen und hatte die Baupläne einmal genauer unter die Lupe genommen.
Sie war zu dem Schluss gekommen, dass es sich zwar um einen brillanten Architektenentwurf handelte, der gerne an einem anderen Standort realisiert werden könne. Der geplante Standort dagegen wo heute Klarschiff steht war für dieses Gebäude völlig ungeeignet und das Bauwerk passte an dieser Stelle so gar nicht in das Panorama unseres Hafens.
Hinzu kam noch, dass für den Neubau an dieser Stelle das historische Kailagerhaus II geopfert werden musste.
Die Flensburger Bürger/innen waren gegen den monströsen Hotelbau, der an diesem Standort das Hafenbild so negativ beeinflussen würde.
Sie bekundeten ihr Missfallen in einer Unterschriftenaktion.
Die Unterschriften von gut 9.000 Ablehnern wurden dem Stadtpräsidenten übergeben.
Diese praktizierte Bürgerbeteiligung brachte letztendlich die politische Kehrtwende.
Wenn Hermann Höft heute behauptet, dass die Gegner dieses Monsterhotels am Standort des Kailagerhauses II gelogen und betrogen hätten, dann können wir das nicht anders werten als die Äußerung eines Bauunternehmers, der noch immer nicht begriffen hat, dass auch ein Herman Höft den Bürgerwillen nicht mit Füßen treten darf.
Stattdessen wurden die Flensburger Bürger/innen von den Investoren Theilen und Höft belogen und betrogen, indem sie ihnen versprachen, im Erdgeschoss von Klarschiff eine Markthalle einzurichten und den Lautrupsbach auf beiden Seiten des Gebäudes offenzulegen.
Jeder kann heute sehen, was aus diesen Versprechungen geworden ist. Wie heißt es so schön: „Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen“.

Der Vorstand der
IG Ostufer

http://www.ig-ostufer.de

 

Vortragsveranstaltung „Rettungsmission im Mittelmeer“ am 25.01.2017 im Flensburger Audimax

Die Hochschule Flensburg lädt am 25. Januar 2017 zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im zentralen Mittelmeer ein. Der Vortrag findet um 18:30 im Audimax statt.

Prof. Rom Rabe, Fachbereich Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Maritime Technologien, hat den Vortrag initiiert. Als Referenten werden Thomas Tandek, Student der Schiffsbetriebstechnik, und Susanne Salm-Hain, Gründerin der Hilfsorganisation LifeBoat anhand von Bildern und Filmausschnitten über die aktuelle Situation vor der libyschen Küste und die Rettungseinsätze berichten.
lifeboatDie gemeinnützige Organisation LifeBoat betreibt als Teil der internationalen Rettungsflotte seit Juli 2016 von Malta aus den ehemaligen Seenotkreuzer ‚Minden‘.
Rund um das Mittelmeer erlebt Europa in den letzten Jahren die größte humanitäre Katastrophe seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Allein 2016 forderte die Route über das zentrale Mittelmeer über 5.000 Todesopfer – ein neuer trauriger Rekord.

Nach wie vor erfordert die dramatische und verzweifelte Lage der Menschen, die zu tausenden in überfüllten und seeuntüchtigen Booten von der libyschen Küste fliehen, den Einsatz der zivilen humanitären Flotte vor Ort. Mehr denn je fliehen Menschen – unter ihnen immer mehr Familien, Frauen und Kinder – vor Krieg, Gewalt und existenzieller Not über das Mittelmeer und verlieren dabei ihr Leben.

Mehr zur Organisation LifeBoat auf Facebook: https://www.facebook.com/lifeboatminden/

Abriss und Neubau in der Travestraße 28 – Bürgerversammlung am 01.02.2017 im Technischen Rathaus

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt zur öffentlichen Bürgerinformation am Mittwoch, 1. Februar um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Schützenkuhle 26, Paul-Ziegler-Zimmer ein. Der Eingang (barrierefrei) erfolgt vom Hof aus, in dem einige Parkplätze zur Verfügung stehen.

Der Selbsthilfebauverein beabsichtigt, das achtgeschossige Wohnhaus Travestraße 28 abzureißen und durch einen Neubau ähnlicher Größe zu ersetzen. Teil des Projektes ist auch die Einrichtung von Plätzen für eine Wohngruppe für Demenzerkrankte. Mit dem Neubau verbunden ist die teilweise neue Anordnung von Stellplätzen.

Vorgestellt und diskutiert werden sollen die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung und sich wesentlich unterscheidende Lösungen. Allen Anwesenden wird Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Der aktuelle Planungsstand kann ab 17.30 Uhr eingesehen werden.

Die Leitung der Bürgerversammlung erfolgt durch den Herrn Frank Hamann vom Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung.

Verbraucherzentrale berät zu Schimmelbefall im Haus

Dienstags und donnerstags in Flensburg – Energieberatung der Verbraucherzentrale:

Schimmel im Haus vorbeugen und bekämpfen

Im Winter macht sich in vielen Häusern Schimmel bemerkbar. Mit einen Hygrometer und häufigem Stoßlüften kann man dem Schimmelbefall vorbeugen. Zeigt sich der Schimmel regelmäßig, kann ihn nur ein Fachmann wirksam bekämpfen.

Wenn sich dunkle Flecken an den Wänden bilden, ist das meist ein Zeichen für Schimmelpilz. Der sieht nicht nur hässlich aus, sondern kann auch der Gesundheit schaden. Diplom-Ingenieur Mohammad Dehghan, Experte der Verbraucherzentrale Energieberatung, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

Hohe Luftfeuchte im Winter fördert Schimmelbildung

„Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dadurch ab. Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser“, erläutert Dehghan.

Raus mit der feuchten Luft

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Wenn die Luftfeuchte über 60 Prozent steigt, wird es Zeit zu lüften. Damit die Wände nicht auskühlen, sollten Sie höchstens fünf Minuten lang mit weit offenen Fenstern lüften. Noch besser ist Lüften mit Durchzug.

Mehr Heizen in schlecht gedämmten Häusern

Da warme Luft die Feuchtigkeit besser aufnehmen kann, hilft auch Heizen gegen Schimmel. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Schimmel hält sich hartnäckig

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Dehghan häufig ein Fall für den Fachmann: „Nur kleine und oberflächliche Schimmelschäden kann man gut selbst beseitigen. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen und unbedingt auch die Ursache des Befalls klären, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur Fachleute können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes verschwinden. Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft

verbraucherzentraleIn Flensburg findet die Energieberatung der Verbraucherzentrale dienstags und donnerstags in der Beratungsstelle Flensburg, Schiffbrücke 65, statt. Jetzt unter 0461 / 28 604 oder 0431-59099-40 Plätze sichern!

Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

%d Bloggern gefällt das: