Archiv für den Tag 30. November 2016

Vortrag zur Patientenverfügung am 5.12.2016 im Stadtteiltreff „Komm rein“ in der Apenrader Straße

Pflegestützpunkt der Stadt Flensburg

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt alle Interessierten zu einem Vortrag zum Thema Patientenverfügung am Montag, 5. Dezember von 16-18 Uhr im Stadtteiltreff „Komm rein“, Apenrader Straße 148 ein.

Wer sein Selbstbestimmungsrecht in Gesundheitsangelegenheiten wirksam ausüben möchte, kann mit einer Patientenverfügung Vorsorge treffen. Doch wie muss eine Patientenverfügung richtig ausgefüllt sein? Was muss beachtet werden, damit sie im Bedarfsfall auch gültig ist? Welche Dokumente sind außer der Patientenverfügung noch notwendig? Und wie kann ich sicherstellen, dass die Patientenverfügung im „Fall des Falles“ von dem Behandlungsteam auch berücksichtigt wird?

Diese und weitere Fragen beantworten Stephanie Wulff aus dem Ethikreferat der DIAKO Flensburg. Die Patientenverfügung der DIAKO Flensburg ist zu einem Selbstkostenpreis von 2€ zu erwerben. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Informationen erhalten Sie auch unter der Telefonnummer 0461-85 2002 beim Pflegestützpunkt in der Stadt Flensburg.

Flensburger Arbeitslosenquote im November 2016 bei 8,6% – Verdeckte Arbeitslosigkeit weiter auf sehr hohem Niveau

Weniger Arbeitslose – Mehr  SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte in der Stadt Flensburg

Arbeitsmarkt:

Im Stadtgebiet Flensburg sank die Zahl der Arbeitslosen im November 2016 um 87 (-2,0 Prozent) auf 4.332 im Vorjahresvergleich, im Vergleich zum Vormonat um -14 (-0,3 Prozent).
Die Arbeitslosenquote sank auf 8,6 Prozent (November 2015: 9,0 Prozent; Vormonat 8,7 Prozent).
694 sozialversicherungspflichtige Stellen waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 2 oder 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, genauso viele wie vor einem Monat.
Der größte Bedarf bestand bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (184), im Handel (111) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (87).

arbeitslosenzahlenVerdeckte Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung weiterhin auf sehr hohem Niveau

Die genannten Arbeitslosenzahlen der Flensburger Arbeitsagentur beeinhalten nicht die Menschen, die sich in der sog. verdeckten Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung befinden. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Für den gesamten Agenturbezirk Flensburg, also mit den Geschäftsstellenbezirken Flensburg, Husum, Kappeln, Niebüll, Schleswig, Westerland und Tönning, ergibt sich somit eine Zahl von 15.926 Arbeitslosen, zuzüglich der Unterbeschäftigung sind es 20.841. Entsprechend sind prozentual auch die Arbeitslosenzahlen in Flensburg somit erheblich höher. Mehr dazu im Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg, November 2016 auf bzw. ab Seite 9.

Nicht inbegriffen sind auch die Arbeitslosen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder sonstigen Gründen als nicht mehr vermittelbar gelten und/oder vorzeitig zwangsverrentet werden und in den SGB-XII-Leistungsbereich fallen.

Hohe Zahl von Arbeitsuchenden

Auffällig ist auch die hohe Zahl von Arbeitsuchenden, die für den gesamten Agenturbezirk Flensburg mit 27.123 Personen nur gering unter der des Vormonats von 27.131 lag. Dies sind im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Arbeitslosen knapp 11.200 Personen zusätzlich. Darunter fallen unter anderem auch Arbeitslose, deren Arbeitlosengeld I ausgelaufen ist und die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II nach dem SGB II haben.

Jobcenter:

Das Jobcenter Flensburg betreute im November 3.235 arbeitslose Flensburger (Empfänger von Arbeitslosengeld II); das sind 10 Personen weniger als im Vormonat bzw. 161 Personen (-4,7 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat und auch der niedrigste Wert seit Bestehen des Jobcenters.

Trotz sinkender Arbeitslosenquote mehr SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte („Hartz IV“)

Der sinkenden Arbeitslosenquote steht eine steigende Zahl von SGB II-Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigten bzw. Regelleistungsbeziehern gegenüber. Offensichtlich verfestigen sich in diesem Bereich weiter Armutstrukturen, geht die Entwicklung am Arbeitsmarkt an diesen Menschen vorbei. So stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im November im Vergleich zum Vormonat um 9 auf 6.299 (+0,1%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen sie ebenfalls um 31 (+0,5%).
Die Zahl der Regelleistungsberechtigten stieg im Vergleich zum Vormonat um 90 auf 10.441 (+0,9%), im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg sie sogar um 221 (+2,1%). Betrachtet man die Entwicklung der letzten drei Jahre, so ist im November-Vergleich der letzte Monat derjenige mit der höchsten Anzahl von Regelleistungsberechtigten. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, dass zunehmend auch Flüchtlinge, die das Asylverfahren erfolgreich durchlaufen haben, in Flensburg bleiben und über kein eigenes Einkommen und eine Arbeit verfügen, jetzt Leistungen nach dem SGB II beantragen können. Dies schlägt sich natürlich auch in der Statistik und im Anstieg der Zahl der Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigten nieder.

arbeitslose-udn-sgb-iiZum politischen Streit um die Schönung der Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein auch ein Beitrag von Till H. Lorenz vom 3.10.2016 auf shz.de:
Arbeitsagentur in SH : So viele Menschen sind in Schleswig-Holstein wirklich arbeitslos
Tausende Erwerbslose werden aus der Statistik der Arbeitsagentur herausgerechnet – weil die Politik es so möchte.
unter: http://www.shz.de/deutschland-welt/wirtschaft/so-viele-menschen-sind-in-schleswig-holstein-wirklich-arbeitslos-id14995576.html

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