Archiv für den Tag 21. November 2016

Lesung: Wer ist Wu Ming? – Dienstag, 6. Dezember, 19:30 Uhr in der Ossietzky-Buchhandlung Flensburg

Büchervorstellung, Lesung:

Wer ist Wu Ming?

Unser Beitrag zum Reformations-Jahr 2017 – aus der italienischen Kommunikations-Guerilla.
Wie immer: Vergnügen und Erkenntnis, dabei höchst spannende und unterhaltsame Literatur!

1999 veröffentlicht ein Autoren-Kollektiv aus Bologna unter dem Pseudonym „Luther Blissett“ den historischen Roman „Q“, im Januar 2000 schließt sich dem Quartett ein weiterer Autor an. »Wu Ming« nennt sich das Quintett nun. Der chinesische Ausdruck bedeutet »ohne Namen« oder auch »fünf Namen« – je nachdem, wie man die erste Silbe ausspricht.
Der Stoff des Erzählerkollektivs ist ‚die Geschichte‘ selbst – nur erzählt von einem anderen Standpunkt aus. In Q sind es die Reformation und die Bauernkriege, aber auch das Täuferreich von Münster, die literarisch gestaltet werden, allerdings aus der Perspektive der Besiegten oder Abhängigen; sie werden eingefangen mit ihren Hoffnungen und Wünschen, ihren Utopien, die sie mit dem Täuferreich verbanden. Im neuesten Werk des Kollektivs L’armata dei sonnambuli, im April diesen Jahres erschienen, wird von der Zeit nach der Revolution in Frankreich erzählt , kurz vor den Jahren des Terrors und dem Aufstieg Napoleons – wiederum mit einem temporeichen Plot, mit kurzen, schlaglichtartig aufeinanderfolgenden Kapiteln und Dialogen, die immer von einem Nachdenken über Politisches, über gesellschaftliche Ordnung, Gerechtigkeit und Macht geprägt sind.
Es sind bewusst unterhaltsame Romane im besten Wortsinne, die zunächst weniger auf künstlerische Ansprüche orientieren, sondern vor allem von einer Lust am Erzählen zeugen, aber auch von einem Interesse an den sogenannten ‚Geschichtsvergessenen‘. Wu Ming wirft sein Augenmerk vornehmlich auf die Nebenrollen, richtet den Blick auf Gruppen, die es wirklich gegeben hat, die den Sprung in die Geschichtsbücher aber kaum geschafft haben….

Wir haben den Übersetzer, Klaus-Peter Arnold, eingeladen – er wird das Autoren-Projekt Wu Ming vorstellen und aus den Büchern vorlesen.

Dienstag, 6. Dezember, 19:30 Uhr
in der „werkstatt“ der
Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34 – Flensburg
Eintritt 6,- € (erm. 4,- €)

Anmeldung erbeten unter (0461) 29601
weitere Informationen:  www.cvo-buchladen.de

Leserbrief zum Bauprojekt Heinrichstraße / Ballestieg und zur Wohnungsnot in Flensburg von Frank Hamann

ballestiegAm 14.11.2016 berichtete das Flensburger Tageblatt über ein Bauprojekt in der Heinrichstraße / Ballestieg. Frank Hamann, bürgerschaftliches Mitglied für DIE LINKE im Planungsausschuss, nahm diesen Beitrag zum Anlass für einen Leserbrief, in dem er für seine Fraktion zum Bauprojekt, wie aber auch zur allgemeinen Wohnungsnot in Flensburg und zur Stadt-Umland-Kooperation Stellung nimmt.
Vorher aber noch der Hinweis und Link auf den shz-Beitrag von Joachim Pohl:

Heikles Bauprojekt am Fördehang
28 neue Wohnungen am Ballestieg: Das Vorhaben in der südöstlichen Innenstadt hatte mit Widrigkeiten zu kämpfen / Fertigstellung Ende 2017
unter: http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/heikles-bauprojekt-am-foerdehang-id15330651.html

Leserbrief von Frank Hamann zum Artikel „Heikles Bauprojekt am Fördehang“

Ja, Ja, die Erde ist eine Scheibe, Menschen können nicht fliegen und aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen kann man in Flensburg keinen, so dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum bauen… Zu dem Projekt Heinrichstrasse 15 lässt sich nur sagen, dass es im Planungsausschuss als wichtiger Baustein zur Wohnungsentwicklung in Flensburg verkauft wurde. Es hieß: „Mit dem Vorhaben sollen ca. 28 Wohneinheiten im Bereich der Säule 2 „Entwicklung des Wohnens außerhalb von Stadterneuerungsgebieten“ der Grundsätze / Leitlinien für die Steuerung des Wohnungsbaus in Flensburg entstehen.“ Deshalb wurde auch das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Als Beisitzer im Vorstand der IG Altstadt-Süd weiß ich, dass weder die AnwohnerInnen noch die IG-Altstadt-Süd darüber informiert wurden, dass der Ballestieg für anderthalb Jahre ersatzlos dicht gemacht wird und das Quartier „Achter de Möhl“ vom fußläufigen Zugang zur Angelburger Straße und den Einkaufsmöglichkeiten praktisch abgeschnitten wird. Damit die SUV‘s der neuen BewohnerInnen bequem unter der Erde parken können, wird bis an die Grundstücksgrenze gebaut. Im Planungsausschuss hieß es : “die geringfügige Überschreitung der Baugrenze z.B. für Balkone als Ausnahme“ sei zulässig. Machen Sie das mal als „Nobody“. Da haben Sie ja schon, wie wir aus der Zeitung erfahren konnten, Schwierigkeiten einen Wintergarten genehmigen zu lassen…

linke-wohnenJetzt sind das Eigentumswohnungen für 3.000.-€/qm geworden. Das wird die 15.500 Arbeitslosen, die 2080 Personen mit Grundsicherung im Alter, die 3.650 Wohngeldempfänger und 3.600 MinijobberInnen in unserer Stadt ja freuen. Endlich passiert mal was um die Wohnungsnot zu bekämpfen! Die in dem Artikel zitierten Projekte „Am Wasserturm“ und „Alte Gärtnerei“ hauen in die gleiche Kerbe. Aber keine Sorge: Abhilfe ist ja in Sicht! Die von der CDU, SPD und Grünen unter explizitem Ausschluss der Öffentlichkeit und der „Kleinen Fraktionen“ wieder aufgenommenen Stadt- Umland Gespräche haben ja unter anderem das Ziel über Wohnungsbaukontingente zu verhandeln. Geförderter Wohnungsbau (früher Sozialwohnungsbau genannt) wird wohl in den „ersten und zweiten Siedlungsring“ verschoben. Wer es sich dann in Zukunft nicht leisten kann in Flensburg zu wohnen, kann ja nach Harrislee, Handewitt, Tarp oder sonst wohin ziehen. Ich werde Ihnen sagen wie ich die Zukunft in Flensburg sehe: Wohlhabende flanieren über für 50Mio € teuer verlegtes Natursteinpflaster (natürlich von den Anliegern bezahlt), schürfen am Hafen in Schicki-Micki Cafes von irgendwelchen Tochterfirmen der Brauerei ihren Latte-Irgendwas zu 8,50€ die Tasse. Und die ehemaligen „Durchschnittsflensburger“ sind staunende Zaungäste derlei Treibens, wenn sie mit dem ÖPNV zum Einkaufen in die „Zentrenkonzept“-Einkaufstempel einpendeln, um ein Stück Angebotswurst zu ergattern. Mein Flensburg ist das nicht…

Frank Hamann, Mitglied im Ausschuss für „Umwelt, Planung und Stadtentwicklung“

Veranstaltungen des Kulturhofs Flensburg im Brasseriehof im Dezember 2016

brasseriehof

Moin aus dem Brasseriehof,

wie Ihr sicher bereits erfahren habt, hat sich der Verein Kulturhof Flensburg gegründet. Wir freuen uns auf weitere Mitglieder.

Anbei der Monatsplan von Dezember.

Bitte leitet die Infos auch weiter.

Ulrike Möller-Loko
Brasseriehof-Café
Kulturhof Flensburg

Weitere Details zu den jeweiligen Veranstaltungen findet Ihr bei Facebook https://www.facebook.com/brasseriehof.cafe/events und auf der Seite http://brasseriehof.com/veranstaltungen/

dezember-brasseriehof

Das Projekt

Anja Werthebach kaufte 2015 den Brasseriehof und im Sommer 2015 nahm das Familiennetzwerk Flensburg, ein Projekt, das von der Lebenshilfe ins Leben gerufen wurde, Kontakt zu ihr auf.
Wir begannen, im kleineren Café-Raum mehrere Wochenend-Café-Tage anzubieten, die gut angenommen wurden. Ende 2015 kamen wir dann überein, den größeren Raum dafür zu nutzen.
Am letzten Tag des inklusiven Familiencafés im Dezember 2015 hatten wir dann auch syrische Gäste und die spontane Idee, regelmäßig ein syrisches Café anzubieten.
Es folgten das iranische Café, Frühstückscafés am Wochenende, ein Nachmittagscafé am Freitag und Sonntag sowie das internationale Frauenfrühstück am Dienstag.
Weiterhin hatten wir kurzzeitig einen Handarbeitstreff.
Ausstellungen von (auch syrischen) Künstlern folgten, Vorträge und Diskussionsabende sowie Konzerte. Darunter waren bisher auch drei Benifiz-Konzerte,
deren Spenden für den Einbau eines WCs für Menschen mit Behinderung genutzt werden sollen.
Das Café war dieses Jahr bei der BUNTEN INNENSTADT und bei der HOFKULTUR vertreten.
Gleichchzeitig haben wir am 15.09.2016 den gemeinnützigen Verein (Kulturhof Flensburg e. V.) gegründet. Im Vordergrund steht die Idee der Völkerverständigung, der Austausch von Menschen verschiedener Herkunft, Sprache, Kultur etc.
Durch unsere Veranstaltungen schaffen wir die Gelegenheit, sich kennen zu lernen. Es soll Raum geben für alle, auch besonders Menschen mit Behinderung und andere benachteiligte Menschen.
Jeder ist willkommen.

Wer in unserem Verein mitwirken möchte, wende sich bitte per Mail an Anja Werthebach: werthebach@posteo.de

Ulrike Möller-Loko Familiennetzwerk Flensburg und Brasseriehof-Café

Einladung zur Veranstaltung „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – wir mischen mit!“ am 26.11.2016 im Flensburger Borgerforeningen

Veranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten des Landes mit Ministerin Anke Spoorendonk und der zukünftigen Oberbürgermeisterin Simone Lange

Flensburg. Die Stadt Flensburg lädt alle interessierten Flensburgerinnen zur Veranstaltung „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – wir mischen mit “ am Samstag, 26. November um 14 Uhr im Gasthaus Borgerforeningen, Holm 17 ein.

Nach Begrüßung durch Bürgermeister Henning Brüggemann und Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa, diskutiert Verena Balve, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg, die Frage, warum Frauen in politischen Gremien immer noch deutlich unterrepräsentiert sind und mit welchen Maßnahmen dies auch in Anbetracht der 2018 in Schleswig-Holstein anstehenden Kommunalwahlen geändert werden kann.

Wie sie den Spagat im Spannungsfeld zwischen Beruf, Familie und politischem Engagement  geschafft hat, wird darauf die designierte Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg und ehemalige Landtagsabgeordnete Simone Lange erzählen.

Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeiten, sich bei Snack und Schnack mit den Referentinnen auszutauschen.

Über Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung  freut sich Gleichstellungsbeauftragte Verena Balve unter balve.verena@flensburg.de oder unter 85-2963.

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung wird ab sofort auch die Ausstellung „Wir mischen mit!“ mit Portraits politisch engagierter, erfolgreicher aktiver Frauen aus der Region in der Bürgerhalle des Rathauses gezeigt. Diese ist noch bis Ende der Woche zu Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen ebenso im Borgerforeningen am 26. November zwischen 13 und 16 Uhr.

600 Heidschnucken im Naturschutzgebiet Twedter Feld

Flensburg. Ab Ende dieser Woche beweiden rund 600 Heidschnucken die ökologisch hochwertigen Offenlandbereiche im Naturschutzgebiet Twedter Feld in Flensburg. Die seltenen, licht- und wärmebedürftigen sowie auf Nährstoffarmut angewiesenen Trocken- und Magerrasenbiotope sowie Heidebestände in der Nähe des Flensburger Reit- und Fahrvereins sowie des Kiefernweges werden durch die bereits im 8. Jahr stattfindende Beweidungsaktion von Gehölzen freigehalten und in ihrem Bestand gesichert. Dies geschieht auf Empfehlung eines Gutachtens 3 mal im Jahr.

Die Schäferin Angela Dornis kommt mit ihrer Schafherde und den altdeutschen Hütehunden dann jeweils für etwa eine Woche in das bislang einzige Flensburger Naturschutzgebiet. Die Wanderschafherde im Twedter Feld ist ein lohnendes Ausflugsziel gerade mit Kindern und bietet schöne Fotomotive.

Für einen unbeschwerten Ausflug zu den Schafen im Naturschutzgebiet Twedter Feld weist die Stadtverwaltung vorsorglich darauf hin, dass die Schafe sich von anderen Hunden schnell bedroht fühlen und die Hütehunde aggressiv auf andere Hunde reagieren können. Hunde dürfen – auch deshalb – im Naturschutzgebiet nur angeleint mitgeführt und das Gebiet nur auf den offiziellen Wegen betreten werden. Die Wege im westlichen Teil sollten während der Beweidungsphase möglichst nur ohne Hund betreten werden. Wer dennoch mit seinem vierbeinigen Freund die Herde ansehen möchte, sollte ausreichend Abstand zur Herde halten.

Zur weiteren Unterstützung der natürlichen Entwicklung des Naturschutzgebietes werden auch 2016 schwerpunktmäßig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in den genannten Offenlandflächen und in Bezug auf Knicks umgesetzt. Daneben ist die zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt erforderliche Reduzierung von nicht heimischen und standortfremden Pflanzen – so genannten Neophyten – Ziel. Diese Pflanzen wandern leider oft durch illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet ein und verdrängen die heimischen Arten. Daher bittet die Stadtverwaltung nachdrücklich darum, keinerlei Pflanzen, Gartenabfälle oder sonstige Stoffe in das Schutzgebiet einzubringen!

Die Maßnahmen im Naturschutzgebiet werden vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume finanziert.

Flensburger Flüchtlingskoordinatorin wechselt in neues Tätigkeitsfeld

Zukünftig Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte – Stadt Flensburg sucht neue/n Flüchtlingskoordinator/in

Anna Köhler beendet nach nur einem Jahr ihre Tätigkeit als Flüchtlingskordinatorin  und wird zum 01. Februar 2017 die Stelle der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Fachbereich Bildung, Sport, Kultureinrichtungen der Stadt Flensburg übernehmen. Sie habe sich für diesen Wechsel entschieden, weil sie einen starken Bezug zum Thema Bildung habe und dieses wichtige Handlungsfeld im Bereich Integration gerne fokussiert weiter begleiten und gestalten möchte.

Wer sich auf die neu ausgeschriebene Stelle als Flüchtklingskoordinator/in bei der Stadt Flensburg bewerben möchte, findet die entsprechenden Infos hier

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