Archiv für den Tag 20. Oktober 2016

MARC DOFFEY QUINTETT am 25.10.2016 im Kühlhaus Flensburg

marc-doffey-quintettDie fünf jungen, supertalentierten und aufstrebenden Musiker
(aus Berlin, Leipzig und Weimar) erschaffen eine unglaublich intensive
Atmosphäre, die erfüllt ist von Hingabe und Lebendigkeit.

Ihr erstes Konzert im Kühlhaus (9/2015) war sehr gut besucht und wurde
vom Publikum begeistert aufgenommen. Eine Entdeckung !

Dienstag, 25.10.2016, Einlass 19 Uhr

Kühlhaus FL, Mühlendamm 25

Jetzt ist die erste CD da und wird bei dieser Tour vorgestellt.

Extrem feinfühliger, sympathischer Sound. Schön, wohltuend, aufregend.
Ein Muss für Jazzens Herz und Seele.

Die Kompositionen von Marc Doffey, Sabeth Pérez und Bertram Burkert versprechen abwechslungsreiche Hörerlebnisse, die trotz aller Kreativität die Tradition als gemeinsame Grundlage haben.
Dabei wird die strahlende und ehrliche Stimme der argentinisch stämmigen Sängerin von einem wohlklingenden Bandgefüge getragen und gelangt so zu einer ungewöhnlich hohen Ausdrucksstärke.

Mit viel Energie stehen die jungen und dennoch erstaunlich erfahrenen Musiker auf der Bühne,
ihrer Idee von Kreativität und Virtuosität freien Lauf zu lassen.

Mehr Infos sind wie immer auf der Website von 8001 zu sehen und zu hören

Sabeth Pérez und Marc Doffey begannen ihre musikalischen Laufbahnen in diversen Ensembles. Z.B. dem Bundesjazzorchester. Dort trafen sie auch auf den sehr virtuosen Gitarristen
Bertram Burkert, der mit seinem extrem feinen melodiösen Gespür ein wichtiger Bestandteil der Band ist.
Er sorgte beim Flensburger Midtsommerjazz 2014 mit seinem „Trio Kaktusfeld“ für ein staunendes und ergriffenes Publikum, das bei diesem Konzert erahnen konnte, welch geniale Kräfte in der jungen Jazzszene made in Germanz verborgen sind.
Mit dem Bassisten Thomas Kolarczyk und dem Schlagzeuger Fabian Rösch sind schließlich zwei weitere hochklassige und bereits vielbeschäftigte Musiker aus Berlin mit dabei.

Wir laden Sie hiermit zu einem echten Erlebnis ins Kühlhaus ein.

*** Karten im Vorverkauf bei Reservix

*** Oder an der Abendkasse

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Fehlende KITA-Plätze könnten teuer für die Stadt Flensburg werden

BGH-Urteil: Kommunen können wegen fehlender Kita-Plätze haftbar gemacht werden

Städte und Kommunen müssen grundsätzlich den Verdienstausfall der Eltern bezahlen, wenn sie zu wenige Betreuungsplätze für Kleinkinder bereitstellen.

Eltern können wegen eines fehlenden Krippenplatzes für ihre Kleinkinder Anspruch auf Schadenersatz haben – das hat der Bundesgerichtshof (BGH) heute entschieden. Mehr dazu auf SPIEGEL-Online unter: http://www.spiegel.de/karriere/bundesgerichtshof-kommunen-koennen-wegen-fehlender-kita-plaetze-haftbar-gemacht-werden-a-1117557.html

Dazu auch eine Analyse von Lisa Erdmann auf SPIEGEL-Online

BGH-Urteil zu Krippenplätzen – Auch Eltern haben einen Anspruch

Nicht nur die Kinder, auch Mütter und Väter haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, urteilten jetzt die obersten Zivilrichter.
Der Bundesgerichtshof hat den Kommunen die Leviten gelesen. Er nimmt die Städte und Gemeinden beim Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz weit mehr in die Verantwortung als bisher – nämlich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Weiterlesen unter:
http://www.spiegel.de/karriere/bgh-urteil-zur-krippenplaetzen-analyse-des-urteils-a-1117573.html

Unsere Empfehlung:

Bei mehr als 500 fehlenden KITA-Plätzen in Flensburg und enorm langen Wartelisten sollten betroffene Eltern ihren Anspruch auf einen KITA- bzw. Betreuungsplatz für ihr Kind unbedingt einklagen. Das wär´s doch, 500 Klagen gegen die Stadt. Jede Wette, dass die KITA-Plätze dann plötzlich wie Pilze in Flensburg aus dem Boden sprießen, Genehmigungsverfahren verkürzt werden etc.

Sinnvoll ist es aber bei einer Klage sich unbedingt einen Rechtsbeistand, am besten einen Fachanwalt für Sozial- und Verwaltungsrecht zur Seite zu stellen. Da der Oldensworter Rechtsanwalt Dirk Audörsch als Experte in diesem Rechtsbereich gilt, empfehlen wir allen Klagewilligen mit ihm Kontakt aufzunehmen:

Dirk Audörsch, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Sozialrecht

Osterender Chaussee 4
25870 Oldenswort
Fon: 04864-271 88 99
Fax: 04864- 271 75 11
email: info@rechtundschlichtung.de

Stadtwerke Flensburg: Fernwärme von der Rolle

Neues Verlegeverfahren für Fernwärmeleitung in Wassersleben

Stadtwerke Flensburg: Ab 24. Oktober bis Mitte Dezember 2016 erneuern die Stadtwerke in Wassersleben eine rund 450 Meter lange Fernwärmeleitung. Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, arbeitet das Unternehmen mit einem Horizontalspül- bohrverfahren.

bohrgeraet-mit-pilotbohrgestaenge

Bohrgerät. Im Magazin ist gut das Bohrgestänge für die Pilotbohrung zu erkennen.

Dieses Verfahren wurde eigens entwickelt, um ohne Grabungen und größere Erdarbeiten Versorgungsleitungen verlegen zu können. Die Oberflächen werden kaum beschädigt und der ruhende und fließende Verkehr deutlich weniger behindert. Technisch erfolgt die Fernwärmeleitungs-Verlegung in zwei groben Schritten: Zuerst wird eine Pilotbohrung durchgeführt, die einen Durchmesser von einigen Zentimetern aufweist. Das Bohrwerkzeug besitzt einen mit Düsen bestückten Bohrkopf. Durch diese Düsen wird unter hohem Druck eine Wasser-Betonit-Mischung gepresst, die einen Kanal für den nächsten Schritt bildet. Jetzt wird der Pilot-Bohrkopf gegen einen Ausweitkopf ausgetauscht, an dem das flexible Fernheizrohr bereits angekoppelt ist. Dieser weitet das Pilotbohrloch und mit Herausziehen des Bohrgestänges wird gleich die Fernwärmeleitung mit reingezogen. Insgesamt werden die Stadtwerke vier Pilotbohrungen und damit auch für vier Rohreinzüge für die zu verlegenden Fernwärmeleitungen durchführen.

aufweitbohrkopf

Aufweitbohrkopf, der den Kanal der Pilotbohrung erweitert und an dem die flexibile, neue Fernwärmeleitung angekoppelt ist, so dass er sie durch den erweiterten Kanal zieht´.

Vadim Korogodski, Abteilungsleiter Fernwärme bei den Stadtwerken erläutert: „Wir verlegen hier keine festen Rohre, die viele sicher schon gesehen haben, sondern eine flexible Fernwärmeleitung, also eher ein Fernwärmekabel. Es hat einen Innendurchmesser von 150 Millimetern, der Außendurchmesser mit Isolierung beträgt 300mm. Die Leitung wird auf großen Rollen geliefert, die einen Durchmesser von mehr als 5 Metern haben und rund 4 Meter breit sind. Die können dann nur noch mit einem Kran transportiert werden.“

Insgesamt erhält Wassersleben auf einer Strecke von rund 450 Metern neue Fernwärmeleitungen. Verlegt werden aber 2 mal 450 Meter Leitung direkt nebeneinander. Die Zufuhrleitung bringt das heiße Wasser vom Kraftwerk der Stadtwerke zu den Haushalten. Dort wird es zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung genutzt. Die rückführende Leitung bringt dieses „aufgebrauchte“, kältere Wasser wieder zurück in das Kraftwerk, wo es erhitzt und wieder in den Fernwärmewasser-Kreislauf eingespeist wird.

Da das Horizontalspülbohrverfahren für hohe Arbeitsgeschwindigkeiten sorgt, rechnen die Stadtwerke mit einem Ende der Bautätigkeit zum 23. Dezember 2016. Das ist für eine so lange Leitung schon sehr schnell. Carsten Schreiber ist als Techniker bei den Stadtwerken für die Arbeiten verantwortlich: „Wenn wir hier in Wassersleben die Straße konventionell aufgegraben hätten, hätten wir die Straße in beide Richtungen ungefähr doppelt so lange für 3 – 4 Monate komplett sperren müssen. Dann wäre es für die Anwohner sehr schwierig geworden, zu ihren Häusern und Wohnungen zu gelangen. Durch das Horizontalspülbohrverfahren müssen wir nur die Seite der Fahrbahn sperren, auf der wir arbeiten und unter der die Leitungen verlegt werden. So können die Anwohner wie gewohnt aus Wassersleben stadteinwärts fahren. Wer nach Wassersleben hinein will, muss leider den Umweg über die B 200 nehmen.“

Urteil zur Höhe der Kosten der Unterkunft für „Hartz IV“-Bezieher im Kreis Nordfriesland

Kein schlüssiges Konzept zur Ermittlung der Höhe der Kosten der Unterkunft  im Kreis NF

Mietkosten müssen im Sinne der Wohngeldtabelle durch das Jobcenter übernommen werden

Am 13.05.2016 hat das Schleswig-Holsteinische Landessozialgericht in fünf Entscheidungen festgestellt, dass der Kreis Nordfriesland wohl nicht bis 2011 (und wohl auch darüber hinaus) über ein schlüssiges Konzept zur Ermittlung der Höhe der Kosten der Unterkunft für „Hartz IV“-Empfänger (SGB II und SGB XII) im Sinne der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts verfügt hat. Daher hat das Gericht entschieden, dass die Mietkosten im Sinne der Tabelle zum Wohngeldgesetz zzgl. eines Sicherheitszuschlages von 10% zu übernehmen sind.

Im Wesentlichen wird in dem Konzept des Kreises die Insel Sylt nicht hinreichend berücksichtigt. Auch die Art und Weise der Berücksichtigung von Bestandsmieten (bereits vermietet) und Angebotsmieten (Anzeigen) in dem Konzept erntet Kritik durch das Gericht. Zwar wurde die Revision zum BSG nicht zugelassen, jedoch wurde von dem Kreis Nordfriesland die Zulassung der Revision beantragt. Damit sind die Entscheidungen gegenwärtig noch nicht rechtskräftig. Die Rechtsanwaltskanzlei Audörsch geht aber davon aus, dass die Revision mangels Erfolgsaussicht nicht zugelassen wird.

Sollte der Kreis Nordfriesland auch Ihre tatsächliche Miete als Hartz-IV-EmpfängerIn nicht übernehmen, so können Sie sich hier an die Kanzlei Audörsch wenden, die auch solche Verfahren führt.

Exemplarisch finden Sie eine Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts vom 13.05.2016 (Az.: L 3 AS 126/13) hier.

Siehe zum gleichen Thema: Kosten der Unterkunft (KDU): Tabelle und Mietobergrenzen für Empfänger von Grundsicherung („Hartz IV“) im Kreis Nordfriesland
unter: https://akopol.wordpress.com/2015/02/03/kosten-der-unterkunft-kdu-tabelle-und-mietobergrenzen-fur-empfanger-von-grundsicherung-hartz-iv-im-kreis-nordfriesland/

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