Esperanza – Lesung mit Marina Caba Rall am 2.6.2016 in der Ossietzky-Buchhandlung, Flensburg

Einladung zur Lesung: „Esperanza“ von Marina Caba Rall

Alle Wurzeln gekappt, kein Blick zurück, das geht so lange gut, bis eines Tages ein fremder Mann vor der Tür steht und Esperanza aus vertrauten Augen ansieht. Vor Jahrzehnten hatte sie Spanien verlassen, als Gastarbeiterin in Deutschland eine neue Heimat gefunden und eine Familie gegründet. Beinahe vergessen sind die Sprache ihrer Kindheit, die Gerüche und Farben der Landschaft, die Armut, alle Erinnerungen, aller Schmerz.

Ein raffiniert gebauter Familienroman über die Abgründe der spanischen Geschichte und den Umgang mit den blinden Flecken der eigenen Biographie. (Klappentext)

EsperanzaEs ist die erschütternde Geschichte einer Frau, die nach Berlin ausgewandert ist. Sie ist heute glücklich mit einem Deutschen verheiratet und Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern. Sie hat aber zudem ein Leben und einen Sohn in ihrem Dorf in der Nähe von Caceres hinter sich gelassen – für sie eine fast vollständig verschwiegene und verdrängte, traumatische Vergangenheit.

„Unsere Erinnerungen bleiben bestehen […] wie eingerahmte Bilder, aber das Leben, das bleibt nicht stehen“, heisst es an einer Stelle. Denn jetzt steht dieser Sohn, Juan, vor ihrer Tür. Karla, ihre Tochter, ist zutiefst schockiert und will das Schweigen der Mutter nicht mehr hinnehmen. Jahrzehnte nach ihrem Weggang von Caceres, kehrt Esperanza nun mit ihrer Tochter an den Ort mit den drei Eichen zurück, wo der Körper ihres gegen die Franco-Diktatur kämpfenden Onkels verscharrt wurde.

Esperanza, ihre Tochter Karla und Juan, der verlassene Sohn, erzählen abwechselnd. Sie springen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück. Wir erleben Esperanzas Kindheit, ihr Leben unter Franco und ihren Jugendfreund Alfonso – all das, worüber Esperanza in Berlin nie gesprochen hatte. Und wir erfahren die Gründe, warum sie diese Vergangenheit so hartnäckig vergessen wollte …

Marina Caba Rall lässt den Roman in Berlin und Caceres, dem Geburtsort des Großvaters der Autorin, einem vom Franco-Regime verfolgten Republikaner, spielen. Man merkt dem Buch die Prägung von Marina Caba Rall als Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen an, aufgebaut im szenischen Wechsel der drei Hauptpersonen Esperanza, Karla und Joan. Marina Caba Rall schreibt atmosphärisch dicht und bildhaft, verbunden mit eindrücklichen historischen Rückblenden in die Zeit der Franco-Diktatur nach dem Spanischen Bürgerkrieg.

Ein Buch für alle, die gute Geschichten mit einem realen historischen Hintergrund lieben.

Marina Caba Rall:  „Esperanza“  –  224 Seiten, geb., Verlag Klaus Wagenbach (2016), 17,99 €

Marina Caba Rall liest

Donnerstag, den 2. Juni 2016 um 19.30 Uhr

Ort: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34, Flensburg

Eintritt: 6,– €/ erm. 4,– €

Eine Lesung in Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Europa-Universität Flensburg, Institut für Sprache, Literatur und Medien

Anmeldung erbeten unter 0461 29601

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Nielsen

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