Archiv für den Monat Mai 2016

Stellungnahme des Jugendverbandes Solid zur OB-Wahl 2016 in Flensburg

Wir bleiben skeptisch

Die Kommunalpolitik der letzten Wochen und Monate war geprägt von der Räumung des Kulturprojekts ”Luftschlossfabrik”, der Situation der Geflüchteten und des Mangels an sozialen Wohnraum. Zur kommenden Oberbürgermeisterwahl stellen sich neben dem Amtsinhaber Simon Faber (SSW), noch Simone Lange (unterstützt von SPD, CDU und Grüne), Kay Richert (FDP) und Jens Drews (”unabhängig”) zur Wahl. Simon Faber hatte mit seiner abgehobenen Art (Ausbau 13. Stock, Alleingänge, Umstrukturierung), der Zerstörung der Luftschlossfabrik und sein Verständnis für die Blockade Dänemarks in der Flüchtlingsfrage, sein Vertrauen bei vielen verspielt. Zur Entthronung Fabers wurde von SPD und Grüne (und später auch von CDU unterstützt) Simone Lange ins Rennen geschickt, die schon seit über einem Jahr über das ”Bündnis buntes Flensburg” ihren Wahlkampf macht. Prinzipiell halten wir ein bürgerliches Bündnis gegen rechts besser als gar keins, weil es Menschen mit einem humanen Weltbild in ihrer Überzeugung bekräftigt, doch wird dieses Bündnis von Parteien getragen die selbst für Abschiebungen, Sozialabbau und Krieg stehen. Kay Richert, der mit einem Law-and-Order Wahlkampf versucht frustrierte CDU-Wähler an sich zu binden, während er gleichzeitig nicht einmal offen sagt, dass er bei der FDP ist. Und Jens Drews, der sich als “Unabhängiger” versucht, aber als Optiker und Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Flensburger Gilde keinesfalls frei von seinen Klasseninteressen ist, werden kaum Chancen zu gesprochen. Wir bedauern es, dass sich als Alternative zu diesen bürgerlichen und pro-kapitalistischen Politikern, keine linke Alternative (DIE LINKE, DKP) gefunden hat.

Faber versucht mit einem ”Sozialwahlkampf” seinen Posten zu retten und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er sich mit fremden Federn schmückt. 3000 neue Arbeitsplätze habe es in seiner Amtszeit gegeben, doch fallen viele davon für die Lohnabhängigen eher schlecht aus. Vor allem dänische Firmen sind, um Löhne zu drücken, nach Flensburg gewechselt und gleichzeitig haben prekäre Jobs wie z. B. in Callcentern zugenommen. Auch ist das werben mit ”2000 neue Wohneinheiten” eine Mogelpackung. Für viele aus den unteren und mittleren Schichten der Gesellschaft sich die Lage sogar verschlimmert. Um 12% ist die Miete in den letzten Jahren bei 38% der Bestandsmieten gestiegen und der vom Rathaus entworfene Sanierungsplan für mehrere Stadtteile, wird die Gentrifizierung (soziale Verdrängung), so wie sie schon in der Nordstadt seit vielen Jahren herrscht, weiter vorantreiben. Wir unterstützen DIE LINKE mit ihrem Antrag für eine neue kommunale Wohnungsbau Gesellschaft, um endlich einen Wohnungsbau in Flensburg zu betreiben, der im Sinne aller Lohnabhängigen ist. Ebenso fordern wir die Vergesellschaftung der Wohnungen von Großvermietern und die Eingliederung der Wohnungen in die kommunale Wohnungsbaugesellschaft. Keine Profite mit der Miete!

In Anbetracht dessen, dass Faber nicht haltbar ist, ist es im ersten Moment nicht ganz verwunderlich, dass mit Simone Lange, die schnell das Potenzial in der Flüchtlingsfrage gesehen hat, eine SPDlerin, die selbst von der CDU unterstützt wird, teilweise bis in linke Kreise als wählbares kleineres Übel gesehen wird. Doch darf nicht vergessen werden, dass auch Simone Lange als Landtagsabgeordnete die Abschiebe- und Sozialabbaupolitik der Landesregierung und ihrer Partei auf Bundesebene mitträgt. Mit der Zustimmung zum Asyl Paket 2, dem Erdogan-Deal, reihenweiser militärischer Auslandseinsätze, „Sicherung der Außengrenzen“, an denen tausende Geflüchtete sterben und einer aggressiv-imperialistischen Wirtschaftspolitik, hat die SPD oft genug bewiesen, dass sie ein Teil des Problems und kein Partner für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer ist. Die Räumung der Luftschlossfabrik hielt sie in ihrem Facebook-Post vom 3. Februar auch lediglich für einen schlechten Stil. (Selbstorganisierte) Kultur ist für uns nicht verhandelbar, sondern ein Menschenrecht! Als Kriminalpolizistin schwieg sie auch zur dokumentierten Polizeigewalt ihrer Kollegen.

Wir halten es ebenso für nicht sinnvoll zu einer Wahl aufzurufen, bei der es nur wirtschaftshörige Kandidaten gibt, die nicht die Interessen der lohnabhängigen Klasse vertreten. Als Linksjugend Solid Flensburg bedauern es, dass sich als Alternative zu diesen bürgerlichen und pro-kapitalistischen Politiker_innen, keine linke Alternative (DIE LINKE, DKP) gefunden hat; begrüßen es aber, dass Die Linke sich entschieden hat, keine dieser bürgerlichen Politiker_innen zu unterstützen.

Linksjugend Solid Flensburg

Flensburg, den 31. Mai 2016

Nachzulesen auch unter: http://solidflensburg.blogsport.de/2016/05/31/ob-wahl-wir-bleiben-skeptisch-2/

Linksjugend Solid Flensburg auch auf Facebook unter: https://www.facebook.com/solidflensburg/

Achtung: Die Stellungnahme von Solid gibt nicht die Haltung und politische Einschätzung des Arbeitskreises Kommunalpolitik zur OB-Wahl wieder. Wir dokumentieren diese Stellungnahme trotzdem, weil wir der Überzeugung sind, dass auch sehr pointierte politische Stellungnahmen zur OB-Wahl wichtig für die öffentliche Debatte sind.

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Informationen zur Oberbürgermeisterwahl 2016 in Flensburg

Flensburg. Die Wahlbehörde der Stadt Flensburg informiert, dass zur Oberbürgermeisterwahl am 05.06.2016 einige Wahlbezirke im Stadtgebiet neu geschnitten wurden. Dies war notwendig, um weiterhin eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Wahlberechtigten auf die Wahlbezirke zu erreichen.

Einige Wahlberechtigte aus dem Wahlbezirk 6 (Schwalbenstraße, Spechtstraße und Amselstraße) werden nunmehr dem Wahlbezirk 5 zugeordnet (neues Wahllokal: Kindertagesstätte Neustadt).
Ebenso haben sich Veränderungen in den Wahlbezirken 17 und 18 ergeben. Hier müssen die betroffenen Wählerinnen und Wähler jedoch nur einen anderen Wahlraum in der Dänischen Schule Weiche aufsuchen.

Im Internet (www.flensburg.de) bietet die die Stadt Flensburg unter „Wahlen&Abstimmungen“ (einfach über den Suchbegriff „Wahlen“ zu finden) eine Vielzahl interessanter Informationen rund um das Thema Wahlen in Flensburg.

So stehen dort z.B. Karten über die Wahlbezirke Flensburgs zur Verfügung und alle Wahlberechtigten können erfahren, zu welchem Wahlbezirk ihre jeweilige Anschrift gehört.

Wichtig ist, dass die Stimmabgabe im Wahllokal auch möglich ist, wenn die Wahlbenachrichtigung nicht vorgelegt wird. Falls diese z.B. verlegt/verloren wurde, ist die Teilnahme an der Wahl auch mit Personalausweis/Reisepass oder anderen amtlichen Ausweisdokumenten möglich.

Für den Fall, dass es zu einer Stichwahl am 19.06.2016 kommt, werden die bereits beantragten Briefwahlunterlagen ab dem 08.06.2016 versandt.

Im Briefwahlbüro des Rathauses kann ab 09.06.2016 zu den bekannten Öffnungszeiten des Bürgerbüros wieder direkt per Briefwahl abgestimmt werden.

Oberbürgermeisterwahl am 05. Juni 2016 – Stadt Flensburg lädt zum Wahlabend

Flensburg. Anlässlich der Flensburger Oberbürgermeisterwahl am 05.Juni 2016 lädt die Stadt alle Flensburgerinnen und Flensburger zum Wahlabend in die Bürgerhalle des Flensburger Rathauses. Einlass ist ab 17:30 Uhr.

Sobald die Ergebnisse der einzelnen Wahllokale eintreffen, werden diese im Laufe des Abends auf einer Leinwand präsentiert. Nach Vorlage aller Ergebnisse wird das vorläufige, amtliche Endergebnisses durch die Wahlleiterin, Frau Ellen Eichmeier, bekannt gegeben.

Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich zu günstigen Preisen zu verpflegen.

Kessel 12: Führungen non stop durch Zukunftsprojekt der Stadtwerke Flensburg

SWFL Kraftwerk

Ein Blick auf das Kraftwerk – seit April 2016 ist die neue GuD-Anlage in Betrieb.

Flensburg. Am Samstag, den 09. Juli 2016 von 10:00 bis 13:00 Uhr bieten die Stadtwerke Flensburg Führungen durch die neue Gas- und Dampfturbinenanlage an.

Die Stadtwerke bitten um eine Anmeldung auf www.stadtwerke-flensburg.de, damit sie besser planen können und keine Wartezeiten entstehen.

Für rund 128 Millionen Euro hat das Unternehmen sein zentrales Heizkraftwerk in Flensburg auf den neuesten Stand der Technik umgestellt. Eine hochmoderne Gas- und Dampfturbinenanlage  (GuD) ersetzt als Kraftwerk im Kraftwerk seit Ende April 2016 zwei alte Kohlekessel. Mit dem Ersatz von Kohle durch Erdgas reduziert sich bei gleicher Energieproduktionsmenge der CO2-Ausstoß um rund 40 %. Gleichzeitig gewinnen die Stadtwerke zusätzliche Variabilität in der Strom-Produktion.

Die neue GuD-Anlage, für die das Unternehmen ein komplett neues Gebäude errichtet hat, möchten die Stadtwerke gern interessierten Bürgern präsentieren. Bei einer Führung durch die technischen Neuerungen im Kraftwerk kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie in Zukunft Energie für Flensburg produziert wird.

Bei Kraftwerksführungen im  Viertelstundentakt zeigen Stadtwerke-Mitarbeiter die neue Gas- und Dampfturbinenanlage und die neue zentrale Leitwarte.

Jede Führung ist auf 10 Teilnehmer begrenzt und dauert ca. eine halbe Stunde. Treffpunkt ist am Eingang der Stadtwerke am Strandweg direkt vor der Schranke. Dort ist ein Zelt aufgebaut.

Wer keinen Zugang zum Internet hat kann sich auch gern telefonisch im Service-Center des Unternehmens anmelden: Telefon: 0461 487 4440.

Ausgezeichnetes Badewasser an den Flensburger Stränden

Flensburg. Auch in 2016 stehen die städtischen Gesundheitsdienste allen Interessierten gern zur Verfügung, wenn sie Fragen oder Meldungen zu weiteren Bademöglichkeiten bzw. Wünsche und Fragen rund ums Baden haben. Sie können Ihre Vorschläge und  Bemerkungen unter den unten genannten Telefonnummern oder per E-Mail an die Adresse gesundheitsdienste@flensburg.de mitteilen.

Wie alljährlich werden die Badestellen von den städtischen Gesundheitsdiensten nach der Badegewässerverordnung überwacht. Die Beurteilung der Badegewässer erfolgt EU-weit einheitlich.

Die zuletzt am 23. Mai durchgeführte Probeentnahme bescheinigt den beiden Flensburger Stränden Ostseebad und Solitüde eine ausgezeichnete Badewasserqualität.

Die Wassertemperaturen betrugen:

–       im Ostseebad 14° C
–       in Solitüde 14 °C.

Die Gesundheitsdienste der Stadt Flensburg untersuchen regelmäßig alle 14 Tage das Badewasser an den beiden Flensburger Stränden.

Für weitere Fragen rund um das Thema stehen die Gesundheitsdienste unter der Tel.: 85-2600 oder per Email: gesundheitsdienste@flensburg.de zur Verfügung.

Stadtwerke Flensburg: 8,8 Mio. Euro Überschuss im Geschäftsjahr 2015

SWFL_PanoramaStadtwerke Flensburg mit guten Zahlen – Jahresabschluss 2015

(Pressemitteilung der Stadtwerke Flensburg) Im fünften Jahr der Strategie „Energie im Wandel – Kraft aus Kontinuität“ haben die Stadtwerke Flensburg ihr Geschäft nachhaltig stabilisiert. Mit einem Konzern-Umsatz von fast 400 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss nach Steuern von 8,8 Millionen Euro nutzt das Unternehmen die Chancen des Energiemarktes und ist gut für die Zukunft aufgestellt. Das operative Ergebnis von 23,7 Millionen Euro ist das zweite gute positive Ergebnis in Folge.

Wie sehen die Zahlen im Detail aus? Im Konzern stieg der Umsatz auf 395,7 Mio. Euro (VJ 392,2 Mio. Euro) und ist von der 400 Mio.-Euro-Marke nicht mehr weit entfernt. Annähernd analog ging der Umsatz im Kerngeschäft mit Energie und Trinkwasser nach oben (380,1 Mio. Euro zu 376,4 Mio. Euro im VJ).

Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke, ist sehr zufrieden: „Das gute Unternehmensergebnis 2015 bestätigt, dass wir unser Geschäft stabilisiert und auf eine breitere Basis gestellt haben. Diesen Weg wollen wir mit dem Geschäftsbereich Telekommunikation und dem damit verbundenen Ausbau des Glasfasernetzes in der Region konsequent weiter verfolgen. Überregional wollen wir zusätzliche Erträge mit dem für 2016 geplanten Einstieg in das bundesweite Erdgasgeschäft für Privat- und Geschäftskunden erwirtschaften.“

Dr. Andreas Ostmann ergänzt als verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter für den Jahresabschluss: „Im letzten Jahr haben wir unser Projekt Kessel 12 fertig gestellt und die Anlage in den Probebetrieb genommen. Damit haben wir erstmals die volle Finanzierung mit entsprechenden Zinslasten beansprucht und die Abschreibungsphase mit Beträgen im siebenstelligen Bereich begonnen. Das wir trotz dieses nicht unbeträchtlichen Einflusses ein so gutes Ergebnis erwirtschaftet haben, bestätigt, wie gut wir heute und für die Zukunft inzwischen aufgestellt sind.“

Bei dem Vergleich der einzelnen Sparten der Stadtwerke dominiert mittlerweile eindeutig das Stromgeschäft.

Strom – Umsatz mit Endkunden wächst

Im letzten Jahr steigerten die Stadtwerke ihren Stromabsatz an Endkunden durch Kundengewinne um 9,7% auf 1.498 Gigawattstunden (GWh). Eine deutliche Bestätigung für die Wettbewerbsfähigkeit des Flensburger Stroms, denn der bundesweite Stromverbrauch stieg nicht, sondern lag ungefähr auf Vorjahresniveau. Insgesamt macht der Flensburger Energieversorger 80,9 % seines gesamten Stromabsatzes außerhalb des Heimatmarktes Flensburg. Das Wachstum resultiert sowohl aus dem Privat- als auch aus dem Geschäftskundenbereich. Bundesweit, aber auch in der Region haben die Flensburger Kunden dazu gewonnen. Im Ergebnis konnten die Stadtwerke im Juni 2015 erstmals den 200.000sten privaten Strom-Kunden begrüßen.

Fernwärme – Besser als Vorjahr, aber zu warm

Das zweitstärkste Geschäftsfeld der Stadtwerke ist ein stark klimaabhängiges. Ein relativ warmes erstes und viertes Quartal 2015 sorgten nur für eine relativ kleine Absatzsteigerung zum sehr schlechten Fernwärmejahr 2014. Mit 914 GWh lag der Absatz der Fernwärme deutlich unter einem bisher „normalen“ Fernwärme-Durchschnittsjahr von 1.000 GWh. Da im Flensburger Kraftwerk Strom und Fernwärme bisher immer nur gekoppelt produziert werden, fehlen durch die geringere Wärmeproduktion auch die Stromerlöse, der an der Börse hätte erzielt werden können.

Trinkwasser – konstant

Der Trinkwasserabsatz lag bei 4,9 Mio. m³ und hat sich auf diesem niedrigen Niveau festgesetzt. Um die hohe Flensburger Trinkwasserqualität zu gewährleisten, müssen die Stadtwerke häufiger Rohrspülungen durchführen. Ein Trinkwassermangel ist in Flensburg nicht zu befürchten, da diese natürliche Ressource kontinuierlich „nachwächst“.

Kessel 12 – flexibel und umweltschonend

Im letzten Jahr konnten die Stadtwerke die neue GuD-Anlage als Hauptbestandteil des Kessel 12-Projektes erstmals im Probebetrieb fahren und einen wesentlichen Schritt zur Modernisierung ihres Kraftwerkes realisieren. Die neue umweltschonende Gas- und  Dampfturbinenanlage (GuD) ersetzt zwei alte Kohlekessel Damit werden 40% weniger CO2-Emissionen verursacht. Zeitlich und budgetseitig verläuft alles weiter plangemäß. Die neue, zentrale Leitwarte ist fertig gestellt und das Kraftwerk wird nur noch von dort aus gesteuert, statt wie früher von drei dezentralen Warten.

Mit der neuen GuD-Anlage werden die Stadtwerke aber nicht nur umweltschonender, sondern auch flexibler. Da Gaskessel viel schneller „hochgefahren“ werden können als behäbigere Kohlekessel, kann schneller Strom produziert und am Spot- oder Regelenergiemarkt verkauft werden. Ein zusätzlicher Umsatzbringer für die Stadtwerke.

Ökologisches

Neben der Reduzierung der CO2-Emissionen durch die neue GuD-Anlage führen weitere Projekte zu Vorteilen für die Umwelt. So speisen die Stadtwerke seit Ende 2015 grüne Fernwärme aus einer Weeser Biogas-Anlage in ihr Netz ein. Wärme aus „Erneuerbarer Energie“ aus dem Flensburger Klärwerk wird ab 2016 die Flensburger Wärme ebenfalls etwas grüner machen. Mit beiden Projekten sorgen die Stadtwerke dafür, dass nachhaltig ihr CO2 Ausstoß sinkt.

Der kommunale Windpark Borkum, an dem die Stadtwerke mit rund 6% beteiligt sind, liefert seit letztem Jahr umweltfreundlichen Strom aus Windenergie.

Im Kraftwerk haben die Stadtwerke 25.195 t Ersatzbrennstoffe mit ca. 61 Prozent biogenen Anteilen, sowie 1.185 t Holzhackschnitzel und 2.457 t Altholz eingesetzt. Dadurch wurden 14.660 t Kohle verdrängt sowie ein Ausstoß von 22.256 t CO2 vermieden (Vorjahr 29.800 t).

Töchter und Beteiligungen

Mit der Abwicklung der Tochter IT Power GmbH haben die Stadtwerke die Neuordnung ihres Beteiligungsgeschäftes im letzten Jahr abgeschlossen. Der Schwerpunkt liegt jetzt bei den kommunalen Infrastruktureinrichtungen. Ziel ist hier, die Verluste der Töchter, die von den Stadtwerken getragen werden und sich auf das Konzernergebnis auswirken, weiter zu minimieren.

Überschuss um 2,1 Mio. Euro geringer als im Jahr 2014 – KWKplus weiterhin mit hohen Verlusten?

Ein Kommentar von Jörg Pepmeyer

Auch wenn die Stadtwerke in ihrer Pressemitteilung versuchen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 besonders positiv darzustellen, so liegt das um 2,1 Mio. Euro unter dem von 2014. Zwar werden im Zusammenhang mit dem neuen Kessel 12 erhöhte Abschreibungskosten geltend gemacht, aber ob dies die alleinige Erklärung für den Gewinneinbruch von 2.1 Mio. Euro ist, geht aus der obenstehenden PM der Stadtwerke leider nicht hervor. (Siehe hierzu auch den Beitrag Jahresabschluss 2014 der Stadtwerke Flensburg: Überschuss in Höhe von 10,9 Mio. Euro unter:  https://akopol.wordpress.com/2015/05/26/jahresabschluss-2014-der-stadtwerke-flensburg-uberschuss-in-hohe-von-109-mio-euro/ )

Allerdings dürfte die Mitverbrennung von sogenannten „Ersatzbrennstoffen“, biogenen Ersatzbrennstoffen, Holzhackschnitzeln und Altholz im Rahmen des KWKplus-Projektes die Bilanz der Stadtwerke weiterhin nachhaltig belasten. Mit einem Investitionsvolumen von 60 Mio. Euro startete das Projekt Ende 2007 und erreichte bis heute auch nicht annähernd die gesteckten Planziele. Schon in einem Beitrag vom 4.12.2010 auf dem AKOPOL-Blog  (siehe die untenstehenden Beitrags-Links) wurde deutlich, dass die seit 2007 eingesetzten Mengen an Ersatzbrennstoffen auch nicht annähernd die angepeilten 160.000 Tonnen im Jahr erreichten. Damit war auch die Einsparung von 90.000 Tonnen Kohle jährlich obsolet.

Ende 2006 bis Anfang 2009, also innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren, wurden nur 43.500 Tonnen EBS mitverbrannt, was einer Einsparung von gerade einmal 24.000 Tonnen Kohle entsprach. Im Jahr 2009 waren es dann 43.000 Tonnen EBS incl. Holzhackschnitzeln. Die Menge an eingesetzten Holzhackschnitzeln war dabei 2009 geradezu lächerlich gering, nämlich 2.800 Tonnen. Auch für die folgenden Jahre ergab sich keine wirkliche Steigerung der Zahlen, so lag die Menge der eingesetzten Ersatzbrennstoffe plus Altholz und Holzhackschnitzel 2014 bei etwa 35.400 Tonnen und im Jahr 2015 sogar bei nur knapp 29.000 Tonnen. Somit konnten seit 2007 ebenso wenig die erwarteten Erträge aus den Einsparungen für nicht benötigte Kohle und dem Verkauf nicht genutzter CO2-Zertifikate generiert werden. Zusätzlich lief die Förderung der Bundesregierung für KWKplus im Jahr 2010 aus. Auch die ursprünglich in´s Auge gefasste eigene Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen durch das AWZ wurde schlussendlich nicht weiter verfolgt, sondern erfolgt jetzt in Neumünster. Dazu auch der Beitrags-Link ganz zum Schluss. Ebenso verschleuderte man unglaublich hohe Beträge für Beraterleistungen an Herrn Baar und sein Unternehmen Baar-Consulting, der mit seinen Mitarbeitern für die Planung und Realisierung des Projektes maßgeblich mitverantwortlich war und später geschasst wurde. Dazu auch unten der vorletzte Beitrags-Link.

Wie sich das alles betriebswirtschaftlich und hinsichtlich der doch recht hohen Investitionskosten für das KWKplus-Projekt darstellt und wie hoch die möglichen Verluste bzw. Abschreibungen für das Projekt seit 2009 waren bzw. in den nächsten Jahren noch sein werden, wurde von den Stadtwerken bisher nicht öffentlich kommuniziert. Anzunehmen ist, dass diese Zahlen noch nicht mal die Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke kennen. Vielleicht sollten sie das auf der nächsten Aufsichtsratssitzung zum Thema machen.

Hier nun weitere Beiträge zum Thema KWKplus-Projekt der Stadtwerke Flensburg:

KWKplus : 60 Millionen für die Technik der Zukunft
Ein Mammut-Projekt ist abgeschlossen: In fünf Jahren haben die Stadtwerke 60 Millionen Euro in das Heizkraftwerk investiert und erste Schritte zum CO2- freien Kraftwerk getan.
vom 28. Januar 2009 auf shz.de unter:
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/60-millionen-fuer-die-technik-der-zukunft-id901861.html

KWKplus-Projekt der Stadtwerke Flensburg ein Millionengrab? – Kaum Erträge, aber hohe Kosten
Veröffentlicht am 4. Dezember 2010 von akopol unter:
https://akopol.wordpress.com/2010/12/04/kwkplus-projekt-der-stadtwerke-flensburg-ein-millionengrab/

60-Millionen-Projekt : Akopol: Zweifel an Projekt KWK Plus
vom 7. Dezember 2010 auf shz.de unter:
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/akopol-zweifel-an-projekt-kwk-plus-id2794706.html

Flensburger Stadtwerke : Millionen-Schleuder KWK Plus?
Neun Millionen in vier Jahren: Stadtwerke-Gesellschafter diskutieren nach WiF-Präsentation Beratertätigkeit beim Kraftwerksumbau
vom 4. Mai 2011 auf shz.de
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/millionen-schleuder-kwk-plus-id1351316.html

MEISH an Neumünster : Sorgenkind unter neuer Haube
Stadtwerke verpachten Müllaufbereitung und Produktion von Ersatzbrennstoffen an den holsteinischen Mitbewerber
vom 13. Januar 2012 auf shz.de unter:
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/sorgenkind-unter-neuer-haube-id103013.html

 

Weltspieltag: Holzspektakel am 28.5.2016 von 11-16 Uhr an der Holmnixe in Flensburg

Spielaktionen zum Weltspieltag für Kinder und Erwachsene

Nach dem diesjährigen Motto „Spielen überwindet Grenzen“ veranstaltet das Spielmobil der Stadt Flensburg am Weltspieltag, Samstag, 28. Mai von 11-16 Uhr ein riesiges Holzspektakel an der Holmnixe.

In allen Ländern der Welt spielen Kinder mit Bauklötzen und auch Erwachsene lassen sich davon begeistern. Beim Holzspektakel gibt es verschiedene Stationen, an denen allein oder gemeinsam gebaut werden kann. So werden, durch das Spielen, Grenzen überwunden. Beim Turmbauwettbewerb geht es darum, einen möglichst hohen Turm zu bauen, der ohne Hilfestellungen steht.
Bei der Verpackungskünstler-Station können Personen komplett umbaut oder überbrückt werden.

Bei der Station Original und Fälschung können große und kleine Baumeister bekannte Bauwerke anhand bereit gestellter Fotos möglichst detailgetreu nachbauen.

Der von der Unesco unterstützte Weltspieltag findet seit 1999 jährlich am 28. Mai statt. In Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum koordiniert das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. die dezentralen Aktivitäten im Rahmen des „Bündnis für Recht auf Spiel“ und ruft Kommunen, Vereine und Verbände zum Mitmachen auf. Wunsch der Veranstalter ist es, Menschen durch das Spielen einander näher zu bringen und den Spaß am Spielen zu fördern.

Alle Flensburgerinnen und Flensburger sind herzlich eingeladen, als Baumeister beim Holzspektakel teilzunehmen.

Esperanza – Lesung mit Marina Caba Rall am 2.6.2016 in der Ossietzky-Buchhandlung, Flensburg

Einladung zur Lesung: „Esperanza“ von Marina Caba Rall

Alle Wurzeln gekappt, kein Blick zurück, das geht so lange gut, bis eines Tages ein fremder Mann vor der Tür steht und Esperanza aus vertrauten Augen ansieht. Vor Jahrzehnten hatte sie Spanien verlassen, als Gastarbeiterin in Deutschland eine neue Heimat gefunden und eine Familie gegründet. Beinahe vergessen sind die Sprache ihrer Kindheit, die Gerüche und Farben der Landschaft, die Armut, alle Erinnerungen, aller Schmerz.

Ein raffiniert gebauter Familienroman über die Abgründe der spanischen Geschichte und den Umgang mit den blinden Flecken der eigenen Biographie. (Klappentext)

EsperanzaEs ist die erschütternde Geschichte einer Frau, die nach Berlin ausgewandert ist. Sie ist heute glücklich mit einem Deutschen verheiratet und Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern. Sie hat aber zudem ein Leben und einen Sohn in ihrem Dorf in der Nähe von Caceres hinter sich gelassen – für sie eine fast vollständig verschwiegene und verdrängte, traumatische Vergangenheit.

„Unsere Erinnerungen bleiben bestehen […] wie eingerahmte Bilder, aber das Leben, das bleibt nicht stehen“, heisst es an einer Stelle. Denn jetzt steht dieser Sohn, Juan, vor ihrer Tür. Karla, ihre Tochter, ist zutiefst schockiert und will das Schweigen der Mutter nicht mehr hinnehmen. Jahrzehnte nach ihrem Weggang von Caceres, kehrt Esperanza nun mit ihrer Tochter an den Ort mit den drei Eichen zurück, wo der Körper ihres gegen die Franco-Diktatur kämpfenden Onkels verscharrt wurde.

Esperanza, ihre Tochter Karla und Juan, der verlassene Sohn, erzählen abwechselnd. Sie springen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück. Wir erleben Esperanzas Kindheit, ihr Leben unter Franco und ihren Jugendfreund Alfonso – all das, worüber Esperanza in Berlin nie gesprochen hatte. Und wir erfahren die Gründe, warum sie diese Vergangenheit so hartnäckig vergessen wollte …

Marina Caba Rall lässt den Roman in Berlin und Caceres, dem Geburtsort des Großvaters der Autorin, einem vom Franco-Regime verfolgten Republikaner, spielen. Man merkt dem Buch die Prägung von Marina Caba Rall als Drehbuchautorin und Regisseurin von Dokumentar- und Spielfilmen an, aufgebaut im szenischen Wechsel der drei Hauptpersonen Esperanza, Karla und Joan. Marina Caba Rall schreibt atmosphärisch dicht und bildhaft, verbunden mit eindrücklichen historischen Rückblenden in die Zeit der Franco-Diktatur nach dem Spanischen Bürgerkrieg.

Ein Buch für alle, die gute Geschichten mit einem realen historischen Hintergrund lieben.

Marina Caba Rall:  „Esperanza“  –  224 Seiten, geb., Verlag Klaus Wagenbach (2016), 17,99 €

Marina Caba Rall liest

Donnerstag, den 2. Juni 2016 um 19.30 Uhr

Ort: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Str. 34, Flensburg

Eintritt: 6,– €/ erm. 4,– €

Eine Lesung in Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Europa-Universität Flensburg, Institut für Sprache, Literatur und Medien

Anmeldung erbeten unter 0461 29601

Mit freundlichen Grüßen,
Henning Nielsen

Vortrag „Familiale Pflege – ein interessantes Angebot für Angehörige!“ am 26.5.2016 in der Begegnungsstätte Weiche

Einladung zur Informationsveranstaltung

Flensburg. Der Pflegestützpunkt in der Stadt Flensburg lädt alle Interessierten zur Informationsveranstaltung „Familiale Pflege – ein interessantes Angebot für Angehörige!“ mit Krankenschwester Susanne Steffens am Donnerstag, 26.5.2016 von 15.00-17.00  in die Begegnungsstätte Weiche , Nikolaus-Matthiesen-Str. 23 ein.

Nicht selten wird der Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung als Krise erlebt. Denn die Pflege ist häufig mit Unsicherheiten behaftet, da Pflegetechniken nicht gelernt wurden. Deshalb bieten Pflegetrainerinnen den Angehörigen auch schon im Diakonissenkrankenhaus einzelfallbezogene Pflegetrainings an.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 0461-85 2002 wird gebeten.

Seit vielen Jahren berät der Pflegestützpunkt in der Stadt Flensburg kostenfrei, individuell und unabhängig in allen Fragen rund um die Themen Leben im Alter, Pflege und unterstützende Hilfen.

Spielforscher gesucht!

Umgestaltung des Kinderspielplatzes „Friedheimer Platz“ in Flensburg

Flensburg. Der öffentliche Kinderspielplatz „Friedheimer Platz“ (Osterallee/Schottweg) soll in diesem Jahr neu gestaltet werden.
Deshalb lädt das Team vom Spielmobil alle Kinder, Jugendlichen und interessierten Anwohnerinnen und Anwohner ein, sich mit vielen Ideen und Vorschlägen am Planungsprozess zu beteiligen.
Das Spielmobil ist vom 23.5.- 26.5. 2016 mit einer Spielaktion jeweils von 14.30 – 18.00 Uhr vor Ort und macht alle Kinder zu Spielforschern.
Am Mittwoch d. 25.5. sind alle Jugendlichen eingeladen, ab 15 Uhr ihre Ideen vor Ort anzuregen.
Am Donnerstag d. 26.5. sind alle interessierten Eltern sowie Anwohner/innen eingeladen, sich die Ergebnissen anzuschauen und ihre Anregungen miteinzubringen.
Am 26.5. um 17 Uhr wird über die Neugestaltung abgestimmt.

Das Team vom Spielmobil freut sich mit Euch und Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Informationen gibt es unter 0461- 852981

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