Angebliche sexuelle Belästigung einer Frau durch junge Männer im Flensburger Bahnhof frei erfunden

„Darüber hinaus ergaben sich aus den weiteren Ermittlungen … Anhaltspunkte dafür, dass es zu einem Vorfall wie von der Geschädigten [gemeint ist hier offensichtlich die anzeigende „Zeugin“] geschildert tatsächlich nicht gekommen ist.“

Angesichts einer auch in den örtlichen Medien verbreiteten Meldung, dass es im Flensburger Bahnhof zur sexuellen Belästigung einer Frau gekommen sei, möchten wir hierzu einen Facebook-Beitrag von Heinz-Werner Jezewski veröffentlichen:

Jezewski HW:

Vor gut drei Monaten, Ende Januar, kam es in den Flensburger Facebook-Gruppen zu einer aufgeregten Diskussion über vermeintlich kriminelle Flüchtlinge.

Anlass war die Anzeige einer Frau, die Ende Dezember beobachtet haben wollte, wie eine andere Frau sexuell belästigt worden war. Die Polizei in Flensburg suchte per Pressemitteilung nach weiteren Zeugen. Stets wurde die sexuelle Belästigung quasi als gegeben unterstellt.

Ich habe daraufhin bei der Staatsanwaltschaft in Flensburg Anzeige erstattet, denn entweder hatte irgendjemand (die anzeigende Zeugin oder die Polizei) die Ermittlungen durch vierwöchige Untätigkeit) verschleppt, oder die Tat hat es so gar nicht gegeben.

Gestern bekam ich nun Post von der Staatsanwaltschaft. Es wird wegen meiner Strafanzeige kein Strafverfahren eingeleitet, was ich nach der Begründung auch verstehen kann. Die Begründung selbst ist ziemlich interessant. Dort steht u.a.:

„Darüber hinaus ergaben sich aus den weiteren Ermittlungen … Anhaltspunkte dafür, dass es zu einem Vorfall wie von der Geschädigten [gemeint ist hier offensichtlich die anzeigende „Zeugin“] geschildert tatsächlich nicht gekommen ist.“

„Die befragten Personen befanden sich zur angeblichen Tatzeit teilweise in unmittelbarer Nähe … ohne etwas von den vermeintlichen Geschehnissen mitbekommen zu haben… Zudem hielten sich zur Tatzeit drei Bundespolizisten in der Bahnhofshalle bzw. in deren unmittelbaren Nähe auf.“

„In einer ergänzenden Zeugenvernehmung … kam es zudem inhaltlich zu einigen Abweichungen zu dem, was die Zeugin noch bei Anzeigeerstattung … ggü. der Polizei vorgetragen hatte.“

„Das Ursprungsverfahren wurde schließlich u.a. mit der Erwägung eingestellt, dass unklar ist, ob sich der von der Anzeigenden behauptete Sachverhalt überhaupt zugetragen hat.“

„Ohnehin scheint sich die Auskunftsperson in einer angespannten Gemütslage befunden zu haben, was Auslöser für ihre Anzeige … gewesen sein könnte, ohne dass dies hinreichend feststeht.“

So ist das. Eine „angespannte Gemütslage“ scheint Menschen das Recht zu geben, andere Menschen pauschal zu verunglimpfen, eine Tat zu erfinden, das Opfer und die Täter (südländisches Aussehen, arabischer Typ, nicht deutsch sprechend, ich weiß nicht mehr genau, wie die Hetze hier funktioniert hat) gleich dazu.

Mir fällt es schwer, das zu akzeptieren aber ich tue es.

Jetzt werde ich zumindest noch die Flensburger Polizei bitten, den Vorgang genau so bekannt zu machen, wie die angebliche Tat. Mal sehen, was da raus kommt.

Post vom 29.4.2016 auf Facebook unter: https://www.facebook.com/hw.jezewski/posts/1075471212509058?pnref=story

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