Archiv für den Tag 21. April 2016

Europa-Universität Flensburg startet Fortgeschrittenen-Sprachkurse für studierfähige Flüchtlinge aus Schleswig-Holstein

Uni will geflüchteten Menschen den Zugang zum Studium ermöglichen

Bewerbung ab sofort möglich

Knapp 100 000 Euro hat die Europa-Universität Flensburg vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) für die Integration von Flüchtlingen ins Studium eingeworben. „Unser Ziel ist es, geflüchteten Menschen zum Wintersemester 2016/2017 die Aufnahme eines regulären Studiums zu ermöglichen“, sagt Charlotte Fiala, die das DAAD-Programm an der Uni leitet. „Dafür müssen sie allerdings Deutsch oder Englisch auf Uni-Niveau sprechen. Da das die wenigsten tun, richten wir mit dem Geld vom DAAD gezielte sprachliche Vorbereitungskurse ein“.

Die Hochschule möchte drei Sprachkurse für insgesamt 30 geflüchtete Studierende anbieten: Zwei Deutsch- und einen Englischkurs. In insgesamt 200 Stunden erhalten hier studierfähige Geflüchtete die Möglichkeit, Deutsch bis zur Stufe B2 oder C1 (fortgeschrittenes Kompetenzniveau) und Englisch bis Stufe B2 (Selbständige Sprachverwendung) zu erlernen. Die Sprachkurse sollen im Mai starten. Bereits jetzt werden die ersten Sprachtests an der Universität durchgeführt.

„Wir suchen Geflüchtete, die in ihrem Heimatland mindestens einen mit dem Abitur vergleichbaren Abschluss erlangt, einen Integrationskurs oder mehrere Deutschkurse absolviert haben und die in der Lage sind, Deutsch oder Englisch selbstständig zu verwenden“, erklärt Charlotte Fiala. Flüchtlinge, die gerade erst damit beginnen, Deutsch zu lernen, sind nicht die Zielgruppe dieses Programms: „Deutschkurse für Anfänger werden bereits von anderen Anbietern erfolgreich angeboten. Wir sind dazu verpflichtet, die Gelder des DAAD zielgerichtet für diejenigen einsetzen, die noch dieses Jahr ein Studium aufnehmen könnten“.

Die Sprachkurse sind nicht die einzige Unterstützungsmaßnahme, die die Europa-Universität Flensburg mit den Zuwendungen des DAAD finanziert. Auch eine besondere Trainerstelle für die sogenannten „Campus Engel“ der Uni wird aus DAAD-Mitteln bezahlt. Bei den „Campus Engeln“ handelt es sich um einen einzigartigen Service der EUF: Speziell ausgebildete Studierende helfen bei Fragen rund um den Studienstart weiter. Owais Tokhi, der selbst aus Afghanistan geflüchtet ist und an der Europa-Universität Flensburg im Masterstudiengang „European Studies“ eingeschrieben ist, unterstützt die Campus Engeln im Umgang mit Geflüchteten.  „Ich wäre froh gewesen, nach meiner Flucht aus Afghanistan diese Art von Hilfe für meinen eigenen Studienstart vorzufinden“, sagt der 32-Jährige. „Ich freue mich, dass ich nun anderen helfen kann“.

Qualifizierte geflüchtete Studienkandidatinnen und -kandidaten, die sich für einen Deutsch- oder Englischkurs an der EUF interessieren, sollen am besten noch in dieser Woche oder Anfang nächster Woche zur persönlichen Registrierung für die Aufnahmetests in die Lobby des Erweiterungsbaus kommen. Die EUF möchte insbesondere auch geflüchtete Frauen zur Bewerbung anregen.

Die aktuellen Termine für Registrierung und Teilnahme an den Einstufungstests sind auf der Internetseite des Vorbereitungskurses (Propädeutikum) für geflüchtete Studieninteressierte zu finden:

www.uni-flensburg.de/proref

Für Rückfragen: Dr. Charlotte Fiala, Leiterin des DAAD-Integra-Programms an der EUF,

Tel.: 0461/805 2350 oder Email: propaedeutikum@uni-flensburg.de

Fahrensodde als TOP 15 auf der Sitzung der Flensburger Ratsversammlung am 28.4.2016

Öffentliche Sitzung der Ratsversammlung

Am Donnerstag, 28. April 2016, findet im Rathaus, Ratssaal, die 28. Sitzung der Ratsversammlung statt. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 16.00 Uhr.

Voraussichtliche Tagesordnung der öffentlichen Sitzung:

1. Bestätigung der Tagesordnung
2. Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse der letzten Sitzung
3. Einwohnerfragestunde
4. Genehmigung der Niederschrift über den öffentlichen Teil der 27. Sitzung vom 17.03.2016
5. Mitteilungen der Stadtpräsidentin
6. Mitteilungen des Oberbürgermeisters
7. Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien
7.1 BV: Umbesetzung von Ausschüssen und Gremien; Antrag der WIF-Ratsfraktion RV-48/2016
8. BV: 2. Nachweisung über- und außerplanmäßige Aufwendungen/Auszahlungen für das Haushaltsjahr 2015 RV-35/2016
9. BV: Plan zur Frauenförderung und Gleichstellung RV-21/2016
10. BV: 2. Nachtrag zur TBZ-Satzung RV-44/2016
11. BV: 1. Nachtragssatzung zur Kanalbaubeitragssatzung RV-45/2016
12. BV: 80. Änderung des Flächennutzungsplanes, 45. Änderung des Landschaftsplanes und Bebauungsplan „Am Katharinenhof / Neue Schule Ramsharde“ (Nr. 293) Aufstellungsbeschluss RV-30/2016
13. BV: 3. vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Erweitertes Gewerbegebiet Sophienhof“ (Nr. 143) Aufstellungsbeschluss sowie Entwurfs- und Auslegungsbeschluss RV-33/2016
14. BV: 4. vereinfachte Änderung des Bebauungsplans „Strandfrieden“ (Nr. 35) Aufstellungsbeschluss sowie Entwurfs- und Auslegungsbeschluss RV-34/2016
15. BV: Bebauungsplan „Fahrensodde 20“ (Nr. 285) RV-36/2016
a) Entscheidung über Anregungen
b) Satzungsbeschluss
16. BV: 81. Änderung des Flächennutzungsplanes „Hochfeld – Kindertagesstätte“ 5. Änderung des Bebauungsplanes „Hochfeld – Kindertagesstätte“ (Nr. 236) Aufstellungsbeschluss RV-38/2016
17. BV: 2. Änderung des Bebauungsplanes „Mürwiker Straße“ (Nr. 34) Aufstellungsbeschluss RV-37/2016

Öffentlichkeit erwünscht!

Man kann auch live dabei sein, wenn die Politik für die Stadt Flensburg relevante Entscheidungen trifft. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die öffentlichen Sitzungen der Ratsversammlung oder der Ausschüsse zu besuchen. Die für die Ratsversammlung erforderlichen (kostenlosen) Einlasskarten erhält man im Sekretariat der Stadtpräsidentin (Rathaus, Zimmer H 45), Tel.: 0461/85–2297. Die Ausschusssitzungen können ohne Einlasskarte besucht werden.

Sitzungen der Flensburger Ratsversammlung live im OK mitverfolgen:

Der Offene Kanal Flensburg überträgt regelmäßig über Kabel-TV die Sitzungen der Flensburger Ratsversammlung. In Flensburg wird der OK Flensburg im Kabelnetz auf dem Sonderkanal 8 ausgestrahlt. Gleichzeitig gibt es einen Live-Stream unter: http://www.okflensburg.de/fl/informieren/aktuelles/

Aktuelle Sitzungstermine der Ausschüsse und der Ratsversammmlung mit Tagesordnung

Informationen zu Politik und Verwaltung in Flensburg sowie die Sitzungstermine der Ausschüsse und Ratsversammlung sind unter den untenstehenden Links zu finden:

http://flensburg.de/politik-verwaltung/ oder auch dem Ratsinformationssystem der Stadt Flensburg, zu dem man unter folgendem Link gelangt: http://ratsinfo.flensburg.de/flensburg/ Man kann auch direkt in das Termin-Verzeichnis für die Sitzungen der Ratsversammlung und Ausschüsse mit folgendem Link gelangen: http://ratsinfo.flensburg.de/flensburg/termine Hier findet man unter anderem auch die Beschluss-Vorlagen und Anträge für die nächste Ratsitzung und die Ausschuss-Sitzungen, die aktuellen Sitzungstermine der Ausschüsse, Angaben zu Gremien und Ämtern.

Neue Gas- und Dampfturbinenanlage: Stadtwerke Flensburg nehmen 128 Millionen Euro-Investition in Betrieb

(Pressemitteilung der Stadtwerke Flensburg) Heute am 21. April 2016 starteten Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Reinhard Meyer und Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Render die neue Gas- und Dampfturbinenanlage im Flensburger Heizkraftwerk. Sie ist Hauptbestandteil des Projekts „Kessel 12“ der Stadtwerke am Standort Flensburg. 128 Millionen Euro investierte der Energieversorger in die Modernisierung und Erneuerung seiner Erzeugungsanlagen.

Std.Werke Flensburg K12 Inbetrieb 1Mit der offiziellen Inbetriebnahme ist die 4-jährige Bauzeit beendet und die neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) wird ab sofort umweltschonend in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme mit dem Brennstoff Erdgas produzieren. Im Gegenzug nehmen die Stadtwerke zwei alte Kohlekessel außer Betrieb. Dirk Roschek, Geschäftsbereichsleiter Erzeugung bei den Stadtwerken freut sich über den positiven Einfluss auf die Umwelt: „Der CO2-Ausstoß reduziert sich mit der neuen GuD-Anlage bei gleicher Energieerzeugungsmenge um 40%. Das ist ein entscheidender Schritt für unser Ziel, in Zukunft komplett CO2-neutral zu produzieren.“ Die Stadtwerke produzieren die Energie aber nicht nur umweltfreundlicher, sie haben auch wirtschaftliche Vorteile, so Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg: „Die neue Anlage kann Strom wesentlich flexibler erzeugen und deutlich kurzfristiger liefern als unsere vorhande-nen Kohlekessel. Damit können wir zusätzliche Umsätze am Strommarkt erzielen und unsere wirtschaftliche Situation optimieren.“. Innerhalb von einer viertel Stunde ist die neue Gasturbine hochgefahren und kann kurzfristig Strom liefern wenn z.B. die regenera-tiven Stromerzeuger nicht oder nur wenig Energie liefern. Zum Beispiel wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint oder beides zusammen. Eine ideale Ergänzung zu der volatilen und schwer im Voraus zu kalkulierenden Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern.

„Die Stadtwerke Flensburg stellen sich mit der neuen Anlage den hohen Anforderungen der Energiebranche und sichern das Unternehmen langfristig wirtschaftlich ab. Neben der optimierten Grundlage für eine weiterhin umweltfreundliche Fernwärmeversorgung sind die Stadtwerke als einer der wichtigsten industriellen Ar-beitgeber in der Region zukunftssicher aufgestellt – und das gilt auch für alle an der Gesamtwertschöp-fungskette beteiligten Unternehmen der Region. “, sagte Minister Meyer. Er erinnerte daran, dass die Landesregierung zusammen mit Hamburg das Projekt „Schaufenster Intelligente Energie Wind – NEW 4.0“ unterstütze, in dem alle Möglichkeiten für eine sinnvolle Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien zum Tragen kommen werden. „Ich erwarte hieraus auch Erkenntnisse für die zukünftige Wärmeversorgung. Mit dem Projekt NEW 4.0 wird die Zukunft der Energieversorgung in die Gegenwart geholt“, so Meyer.

Karsten Müller-Janßen, Projektleiter des Gesamtpro-jektes ist zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem gesamten Kessel 12-Projekt voll im Plan liegen. Sowohl wirtschaftlich als auch terminlich liegen wir im Soll. Das gesamte Team hat kooperativ und zielorientiert gearbeitet und aus anlagen- und bautechnischer Sicht haben wir alles richtig gemacht.“

Die gesamte GuD-Anlage inklusive Abhitzekessel und Dampfturbine hat im „Normalbetrieb“ eine Leistung von 75 Megawatt (MW) Strom und 75 MW Fernwärme. Der Wirkungsgrad liegt bei rund 92 %. Der Brennstoffnutzungsgrad des ganzen Kraftwerkes liegt heute schon bei 82 % und wird sich nun nochmals deutlich verbessern. Die optimale Ausnutzung der Brennstoffe schont Umwelt und Ressourcen. Zum Vergleich: Moderne Kohle-Kraftwerke zur reinen Stromerzeugung liegen mit einem elektrischen Wirkungsgrad von rund 46 % bei max. der Hälfte der neuen Flensburger GuD-Anlage, selbst neuste Erdgas Kraftwerke zur reinen Stromerzeugung liegen bei einem elektrischen Wirkungsgrad von nur 60 %.

Maik Render zieht Fazit: „Mit der Entscheidung für eine Gas- und Dampfturbinenanlage haben wir es uns vor Projektbeginn nicht leicht gemacht. Aber die Entwicklung auf dem Energiemarkt unter Berücksichtigung der politischen Rahmenbedingungen zeigt, dass wir auf die passende Technik gesetzt haben. So sind wir energietechnisch aktuell optimal aufgestellt und können den nächsten Schritt zur CO2-neutralen Ener-gieversorgung 2050 planen.“

Neben der neuen GuD-Anlage zählen zum 128 Millionen Euro-Projekt Kessel 12 noch weitere Teilprojekte wie die Zentralisierung und Modernisierung der Schaltwarte(n), die Gasanbindung mit dem Bau einer 12 km langen Gasleitungstrasse, die Automatisierung des Reserveheizwerks Engelsby, die Umrüstung eines Kessel von Schwerölfeuerung auf Erdgas bzw. Leichtölfeuerung, die Optimierung der Holzbeschickung und letztendlich die Demontage der nicht mehr benötigten alten Kessel.

Die Stadtwerke betreiben neben der neuen GuD-Anlage in ihrem Flensburger Heizkraftwerk drei Wirbelschichtkessel für die Wärme-Grundversorgung mit einem Mix aus Steinkohle, Ersatzbrennstoffen (EBS) und Holzhackschnitzeln. Für Spitzenlasten steht ein weiterer auf Gas-/Leichtölbetrieb umgerüsteter Kessel bereit. Vier dezentrale Reserveheizwerke im Stadtgebiet sorgen für weitere Versorgungssicherheit. Nach Inbetriebnahme der neuen, mit Erdgas betriebenen Anlage werden die oben aufgeführten Brennstoffe weiter eingesetzt. Aus den verschiedenen Energieträgern (Kohle, EBS, Holzhackschnitzel und Erdgas) ergeben sich neue, unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten und Fahrweisen. So können sich die Stadtwerke den jeweiligen Marktgegebenheiten bei der Brennstoffbeschaffung und dem Verkauf von Strom an der Börse flexibler als bisher anpassen.

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