Asylverfahren einfach erklärt – Infoveranstaltung für Ehrenamtler*innen am 20.04.2016 in der Phänomenta Flensburg

Infos für Ehrenamtler*innen – Asylverfahren einfach erklärt

Vortrag und Diskussion mit Reinhard Pohl

Mittwoch, 20.04.2016 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Phänomenta, Norderstr. 159, 24939 Flensburg

Im Jahre 2015 sind ungefähr 600.000 Geflüchtete in Deutschland eingetroffen, auch in diesem Jahr suchen viele Zuflucht vor Krieg und Hunger.Asylverfahren Aus dem Nichts fanden sich in Flensburg unzählige Menschen zusammen um den Geflüchteten die Ankunft in Flensburg zu erleichtern. Innerhalb kürzester Zeit schafften sie Strukturen und ein gutes Netzwerk. Sie leisten unglaubliche Arbeit am Bahnhof, bei der Flüchtlingshilfe, den Sportpiraten und vielen Vereinen und Verbänden. Es entstanden „Sprachschulen“ und Orte der Begegnung. Aus „Betreuung“ von Geflüchteten und „Patenschaften“ sind längst enge Freundschaften geworden.

Immer wieder stellen die Menschen fest, wie schwer es ist, die verschiedenen Schritte im Asylverfahren und die Bescheide der Behörden zu verstehen. Auf dieser Veranstaltung wollen wir das Asylverfahren erläutern.

Dabei geht es um die Ankunft und Verteilung, den Asylantrag und die Anhörung, das Dublin-III-Verfahren, den Bescheid und die Klage, die darauf folgen kann. Außerdem sind die Folgen von Anerkennung oder Ablehnung Thema sowie das Verfahren bei Unterbringung und Verteilung: Landesunterkunft, Kreisunterkunft, Unterbringung durch die Gemeinde

Mit dem »Asylpaket I« (1.8.2015) und dem »Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz« (24.10.2015) sind eine Menge Änderungen ins Asylverfahren eingeführt worden. Einige Änderungen sind eine Verbesserung, die meisten bedeuten aber eine Verschlechterung. Weitere Änderungen erfolgten durch das »Asylpaket II«.

Viele Verschlechterungen beziehen sich auf Flüchtlinge aus (Ex-) Jugoslawien und Albanien. Die sechs Herkunftsländer wurden zu „sicheren Herkunftsländern“ erklärt, das Asylverfahren verkürzt und verschlechtert, die Abschieberegeln verschärft. Andererseits gibt es seit dem 1. Januar einen „zweiten Weg“: In den sechs Ländern kann direkt bei der deutschen Botschaft ein Visum zum Arbeiten beantragt werden.

Der Referent Reinhard Pohl ist langjährig in der Geflüchtetenarbeit aktiv, hat einen Pool von Dolmetscher*innen aufgebaut und begleitet Geflüchtete im Asylverfahren

Eine Veranstaltung für Menschen in und um Flensburg, die egal mit welchem Hintergrund einfach helfen und verstehen wollen.

(Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Schleswig-Holstein:utopie & gedächtnis e.V. http://www.sh.rosalux.de/ , der Flüchtlingshilfe Flensburg, der Ratsfraktion DIE LINKE Flensburg, Refugees Welcome Flensburg und der Europa-Universität Flensburg)

Kontakt

RLS-Regionalbüro Schleswig-Holstein
Kehdenstr. 5
24103 Kiel

Telefon: (0431) 2607043
Fax: (0431) 2607054
E-Mail: schippels@rosalux.de

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