Das geräumte Gelände der Luftschlossfabrik am Flensburger Harniskai

HarniskaiDie Trümmer der LSF auf dem Gelände am Harniskai (Ansicht von Osten) Foto: Jörg Pepmeyer

Panoramen von der Harniskaispitze vor der Räumung und der Zerstörung der Gebäude

In gerade mal drei Tagen hat man das Gelände der ehemaligen Luftschlossfabrik dem Erdboden gleich gemacht. Daran glauben musste auch eine noch völlig intakte Lagerhalle. Gemeinhin nennt man das auch eine Politik der verbrannten Erde. Aber offensichtlich haben Stadt und Kommunalpolitik billigend die Folgen für die demokratische und politische Kultur Flensburgs in Kauf genommen. Das zeigte vor allem die überaus polemische und aggressive Debatte in den örtlichen Medien. Wobei die Berichterstattung der beiden Flensburger Tageszeitugnen „Flensborg Avis“ und „Flensburger Tageblatt“ als halbwegs ausgewogen und sachlich bezeichnet werden muss. Anders, als die Leserbriefe und die Kommentare etlicher „besorgter Bürger“ in den Online-Foren. Nun ist die Stadt, entgegen des Wahlspruchs von Oberbürgermeister Simon Fabers „Faber verbindet“ nicht nur in der politischen Beurteilung der Räumung tief gespalten. Und abgeschlossen ist das Kapitel Luftschlossfabrik mit Sicherheit noch lange nicht.
Unter dem Titel Luftschlossfabrik-360 Grad gibt es jetzt auf der Homepage der Luftschlossfabrik Panoramen des Geländes von Susanne Dettmers vor der Räumung und der Zerstörung der Gebäude durch die Bagger und Abrisskommandos. Sie schreibt dazu: „Anbei von mir erstellte Panoramen, die Aufschluss über die Zerstörungswut unseres OB geben – erst nach Zustellung der Zwangsräumung wurden Barikaden erbaut“ Und Sarah Leichnitz, eine der SprecherInnen des Projekts Luftschlossfabrik kommentiert: „Der Weg zurück in die LuftschlossfAbrik Flensburg. Das alles wurde uns genommen. Grundlos, unmenschlich, brutal. Besucht noch ein letztes Mal die Luftschlossfabrik und zeigt der Stadt, was ihr von dieser herzlosen Politik haltet! ‪#‎lsfbleibt‬ wird zu ‪#‎lsfkommtwieder‬ !!!!!! Gerne teilen!“ Die Panoramen findet man unter: http://luftschlossfabrik-flensburg.de/index.php?id=154
Harniskai II
Die Trümmer der LSF auf dem Gelände am Harniskai (Ansicht von Süden) Foto: Jörg Pepmeyer

Und ein Video von shz.de:


 

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4 Antworten zu Das geräumte Gelände der Luftschlossfabrik am Flensburger Harniskai

  1. Paula Appel schreibt:

    Ich habe mich bis jetzt nicht für die Luftschlossfabrik interessiert.Die Räumung durch die Stadt Flensburg hat mich veranlasst mich näher zu informieren.Es bedrückt mich wie mit den Menschen umgegangen wurde.Ich hoffe sie bekommen eine neue Fläche zur Verfügung gestellt.Für mich ist Herr Faber als Oberbürgermeister fehl am Platz.Die Kosten der Räumung und die jetzt folgende Nutzung sollten auf jeden Fall offen gelegt werden.In Flensburg wurde des öfteren über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.Ich wünsche mir mehr Transparenz für diese Stadt.

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  2. basti juna schreibt:

    oh wie traurig ist die räumung der lsf…und wie gruselig sind die zeichen die durch diese aktion von seiten der stadt fl gesetzt wurden.
    freie räume zum denken und leben – resp. erleben, zum begegnen und austauschen…zum entwickeln von alternativen in zeiten des wandels. kurzum…das recht sein leben so zu leben wie es einem allein durch die geburt als recht mitgegeben wurde wird ein jedem verwehrt.
    eigenverantwortung, eigeninitiative, ehrenamt, soziales engegament werden abgewatscht so lange sie nicht von der rennleitung abgesegnet sind (die rennleitung, die ihre machtposition in frage gestellt sieht, je mehr mehr menschen in der lage sind für sich selber zu entscheiden).
    aber all das war ja irgendwie zu erwarten…
    viel schlimmer finde ich die zahlreichen kommentare in den „sozialen(?)“ netzwerken. dort wird völlig undifferenziert gnadenlos gehetzt und niedergemacht, nur um von seinen eigenen (und damt verbundenen gesellschaftlichen) defiziten des gemeinsamen miteinanders – oder dem schon ausreichendem nebeneinanders, abzulenken.
    immer wieder ist zu lesen „die nehmen sich, was ihnen nicht gehört“…
    das flensburg sich aus den den flensburgerInnen und nicht aus gewählten vertretern zusammensetzt, sei nur nur am rande erwähnt..von wegen wem gehört was…
    ich denke, wenn jemandem etwas genommen wird, dann fehlt demjenigem etwas…er erleidet einen verlust…aber wer hat denn bitte dadurch einen verlust erlitten, dass menschen einen raum – für den es kein konzept zur nutzung gab und gibt, für sich, und alle die dran teilhaben wollten, nutzten und zur verfügung stellen erlitten? (kommaterrorsatzbau)
    und hat schon mal irgendwer sich den luxus gegönnt das ganze umzudrehen? uns flensburgern wurde nichts genommen…uns wurde durch die lsf etwas gegeben.
    ein freiraum um einander zu begegnen, um sich auszutauschen…ein raum in dem aus ideen projekte werden. projekte, die in flenne mangelware sind und die von den nutzerInnen für jedermann/frau zugänglich angeboten wurden…im glauben an das gute.
    ich finde diese entwicklung…weg von selbstverwirklichung, kreativität, autonomie und selbstbestimmung hin zur konformität, zum unreflektierten „is halt so“…zum versuch neue probleme durch altes denken lösen zu wollen, wahrlich beängstigend.
    wir brauchen räume wie die lsf…denn träume brauchen räume…
    allen nutzerInnen, begleiterInnen, freundInnen, teilhaberInnen, geniesserInnen, ideenumsetzerInnen, ideenhaberInnen wünschen ich mut und kraft, liebe und gelassenheit und den nötigen humor an ihrer sache festzuhalten…und natürlich die gewissheit im recht zu sein.
    allen gegnern wünsche ich einsicht, die fähigkeit zur reflektion, die fähigkeit zur differenzierten wahrnehmung, die möglichkeit respekt vor andersdenkenden aufzubringen, die kraft sich selber nicht wichtiger als andere zu sehen und für`s fahrrad immer `nen plattfuss…so!
    liebe grüsse von
    basti mensch und juna hund

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  3. Björn Möller schreibt:

    Ach ja und an alle, die ständig von „illegal“ im Zusammenhang mit der LSF schreiben: Und Herr Eilts, der unsere Sparkasse in den Ruin geführt hat und in einem Strafverfahren steckt, ist als TSB-Spezi weiterhin akzeptierter Verhandlungspartner der Stadt? Ich lach mich tot. Hier nochmal allen zur Kenntnis Flensburger Tageblatt vom 22. Juli 2015 „Flensburger Sparkasse : Beate-Uhse-Deal: Gericht ordnet Strafverfahren an“ unter: http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/beate-uhse-deal-gericht-ordnet-strafverfahren-an-id10280951.html

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  4. Jan Preuß schreibt:

    …offene Fragen an OB Faber, die evtl. durch diese Petition geklärt werden können ??? MfG
    https://www.openpetition.de/petition/online/offenlegung-d-kosten-f-raeumung-rueckbau-harniskai-1-3-sowie-transparenz-b-buergerentscheid

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