Schimmel in Wohnungen und Häusern – Tipps der Verbraucherzentrale zu Ursachen, Vorbeugung und Sanierung

Der Winter ist Schimmelpilz-Saison

Tipps der Verbraucherzentrale zu Ursachen, Vorbeugung und Sanierung

Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden.

Der Winter ist nicht nur die liebste Jahreszeit der Skifahrer, auch Schimmelpilze mögen ihn. Wegen der langandauernden Kälte sind alle Bauteile eines Hauses und unbeheizte Räume schön ausgekühlt und der kostenbewusste Wohnungsnutzer öffnet seine Fenster nur in absoluten Notfällen, damit ja keine Wärme verloren geht. Ideale Bedingungen für die etwa 1.000 bekannten Arten von Schimmelpilzen.

Wohnungen und Häuser sind langlebige Wirtschaftsgüter und müssen immer wieder gepflegt und gewartet werden. Je älter das Gebäude ist, desto mehr Schäden treten gewöhnlich an den Tag. Für den Großteil aller Bauschäden ist eingedrungene Feuchtigkeit verantwortlich, die beispielsweise durch Frost, Korrosion, Verwitterung oder Salztransport in die Räume gelangt. Regelmäßige Modernisierungen des Gebäudes helfen, die Feuchtigkeit draußen zu lassen. Sind bereits Schäden erkennbar, sollte die Bausubstanz des Hauses instand gesetzt werden. Das schützt nicht nur wirksam vor Schimmel, sondern senkt auch den Heizkostenverbrauch.

Dipl.-Ing. Carina Vogel, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

„Durch die normale Nutzung der Wohnung mit Duschen, Kochen, Wäschetrocknen usw. wird die Luft mit Wasser angereichert. Je geringer die Raumtemperatur, desto geringer ist dabei die Wasseraufnahmefähigkeit.“, erklärt Vogel. Kühlt sich die Luft an kalten Fenstern oder Mauerstellen ab, schlägt sich überschüssige Feuchtigkeit als Kondenswasser nieder – das Fenster oder ein Spiegel beschlägt. Wird durch unzureichendes Lüften oder einen behinderten Luftaustausch die Feuchtigkeit nicht abgeführt, so bilden sich an kalten Stellen dauerfeuchte Stellen, an denen sich schnell Schimmelpilze ansiedeln können. Besonders gefährdet sind deshalb Bereiche, die deutlich kälter sind als ihre Umgebung, also Ecken an der Außenwand oder kühle Räume wie das Schlafzimmer. „Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dort ab. Mit sinkender Temperatur geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser“, erläutert Vogel.

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb:

Raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?

Aus Sicht von Carina Vogel ganz klar ein Fall für den Fachmann: „Wir empfehlen Verbrauchern immer, den Schaden professionell beseitigen und vor allem die Ursache klären zu lassen, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur Experten könnten außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt würden. Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale

Beratungsbedarf? Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Aber auch Fragen rund ums Sanieren, Bauen und Heizen, sowie zu Schimmelproblemen und Stromverbrauch beantworten unsere unabhängigen Energieberater im persönlichen Gespräch. Wer schon Angebote eingeholt hat, kann diese gleich zur Beratung mitbringen und analysieren lassen. Ebenso prüfen wir Ursachen zu hoher Heiz- und Stromkostenabrechnungen.

Jetzt unter 0431 – 59099 40 oder 0800-809 802 400 (kostenfrei) anmelden! In Schleswig-Holstein findet die Energieberatung der Verbraucherzentrale in 21 Städten statt:

Westerland . Niebüll . Flensburg . Husum . Heide . Rendsburg . Neumünster . Schleswig . Kiel . Eutin . Lübeck . Bad Segeberg . Bad Oldesloe . Kaltenkirchen . Norderstedt . Mölln . Geesthacht . Elmshorn . Schenefeld . Uetersen . Pinneberg

Persönliches Beratungsgespräch ab 5 Euro pro 30 Minuten.

Sie möchten wissen, wo und mit welchen Mitteln Sie in Ihrem Haus oder ihrer Wohnung Energie einsparen können? Dann nutzen Sie unsere Energie-Checks vor Ort ab 10 Euro! Mehr Informationen gibt es auf www.vzsh.de oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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