Archiv für den Tag 5. Januar 2016

Stadt Flensburg sucht MitarbeiterInnen im Bundesfreiwilligendienst

Unterstützung und Betreuung von AsylbewerberInnen

Flensburg. Die Stadt Flensburg möchte zukünftig die neuen Möglichkeiten nutzen, Bundesfreiwilligendienst-Leistende (Bufdis) für die Flüchtlingsarbeit einzusetzen.

Die Freiwilligen sollen Flüchtlinge bei der Unterbringung und der Orientierung im Alltag unterstützen. Neben den MitarbeiterInnen der Wohlfahrtsverbände, deren Aufgabe die Gesamtbetreuung im Auftrag der Stadt ist, sollen die Freiwilligen unterstützend und helfend in den Unterkünften tätig sein.
Die Stadt Flensburg hat vor diesem Hintergrund nun mehrere Bufdi-Stellen ausgeschrieben. Vor allem die Unterstützung bei alltäglichen Erledigungen wie Arztbesuchen, Einkäufen und Behördengängen, aber auch das Mitwirken bei der Organisation von kulturellen, handwerklichen und sportlichen Freizeitaktivitäten steht bei dieser Aufgabe im Vordergrund.

„Die Aufgabe der unterstützenden Flüchtlingsbetreuung ist eine hervorragende Aufgabe für den Bundesfreiwilligendienst“, erklärt Fachbereichsleiterin Einwohnerservice und Willkommenskultur, Uta Weinerdt-Höfer. „Sie verbindet die interkulturell orientierte Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern mit Einblicken in städtische Aufgabenstellungen bei der Betreuung von Asylbewerbern“. „Das Arbeiten im Team und die Übernahme von Verantwortung ist nicht nur eine wichtige Tätigkeit für Willkommenskultur und Integration, sondern bietet vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten, die die Bundesfreiwilligendienstler mitnehmen können. Ich hoffe, dass sich viele Interessenten bei uns melden werden“, so Weinerdt-Höfer weiter.

Die Bewerbung von Ausländern, die über einen Aufenthaltstitel, der zur Erwerbstätigkeit berechtigt, verfügen, ist ebenso erwünscht. Interessierte können sich ab sofort beim Fachbereich Einwohnerservice und Willkommenskultur unter dem Stichwort „Bundesfreiwilligendienst“ schriftlich oder per E- Mail (einwanderungsbuero@stadt.flensburg.de) bewerben.

Weitere Informationen und den genauen Ausschreibungstext finden Sie im Internet unter www.karriere.flensburg.de.

Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber: „Moderate Grenzkontrollen – Augenmaß bleibt wichtig.“

Temporäre Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze

Flensburg. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat der dänische Ministerpräsident heute mitgeteilt, dass die dänische Regierung mit sofortiger Wirkung Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze einführen wird. Nachdem Schweden bereits vor einigen Tagen angekündigt hatte am heutigen Tage Kontrollen an den Landesgrenzen vorzunehmen, kam dieser Schritt für die Stadt Flensburg nicht unerwartet.

Durch die Lage an der deutsch-dänischen Grenze ist die Stadt Flensburg von diesem Schritt unmittelbar betroffen. Kurz nach der Entscheidung der dänischen Regierung bezieht Oberbürgermeister Simon Faber nun Stellung zur aktuellen dänischen Grenzpolitik:

Simon Faber„Der freie Grenzverkehr ist in unserer Region ein hohes Gut. Er macht aus ehemals zwei Randlagen eine zusammenhängende Wachstumsregion mit Flensburg in der Mitte. Zahlreiche Berufspendler und Studierende kreuzen jeden Tag die Grenze. Auch zahlreiche Warenströme sowie Dienstleistungen bewegen sich täglich zwischen den beiden Ländern. Die Menschen in Flensburg und Umgebung haben sich darauf eingestellt, die Grenze jederzeit zu überqueren. Wir kooperieren eng mit unseren Nachbargemeinden auf der dänischen Seite. All dies sind jahrelang erkämpfte Fortschritte, die nicht leichtfertig in Frage gestellt werden dürfen. Dies habe ich dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen in einem Schreiben Mitte Dezember auch mitgeteilt“, beschreibt Oberbürgermeister Simon Faber die Situation an der deutsch-dänischen Grenze.

„Ich bin erleichtert, dass die dänische Regierung entsprechend Rücksicht auf unsere Region nimmt. Die Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze werden zunächst für zehn Tage angeordnet und nur stichprobenartig durchgeführt. Die vorab diskutierte Haftung der Transportunternehmen, die eine erhebliche Einschränkung für den freien Verkehr bedeutet hätte, wird zunächst nicht angewendet“, so Faber weiter. „Das ist eine Erleichterung für die Grenzregion“. Angesichts der derzeit stark rückläufigen Zahlen von Flüchtlingen, die via Flensburg nach Skandinavien reisen, sieht Oberbürgermeister Simon Faber die Chance, dass eine Verschärfung der Kontrollintensität vorerst nicht zur Anwendung kommt.

Gleichzeitig zeigt Oberbürgermeister Simon Faber jedoch auch Verständnis für die Situation der dänischen Regierung: „Ein Grundprinzip des Schengener Abkommens, nämlich der Schutz der Außengrenzen funktioniert derzeit nicht, und auch die Dublin-Regeln sind teilweise außer Kraft gesetzt worden. Dass die Staaten in Europa nun zunächst ihre eigenen Konsequenzen ziehen, kann nicht wundern. Ich setze darauf, dass Dänemark die Interessen unserer Region auch zukünftig so weit möglich berücksichtigt“, so Faber weiter.

Gemeinsam sind wir bunter – Demonstration am 9.1.2016 um 13:00 Uhr · Bingohalle, Krusau · Padborg, Denmark

Mit dieser Einladung schliesst sich das Bündnis für ein buntes Flensburg der Einladung unserer Freundinnen und Freunde aus Dänemark an, am kommenden Samstag, um 13.00 Uhr gegen Fremdenfeindlichkeit und Abschottungspolitik zu demonstrieren!

Hier der Aufruf der Initiative „Refugees welcome“, der wir uns hiermit anschließen, denn gemeinsam sind wir bunter!

Die RassistInnen kommen wieder – wir auch!
Für Samstag, den 9. Januar 2015 um 13:00 Uhr , planen Neonazis und RassistInnen, vereint im Dänischen PEGIDA-Ableger „Stop Islamiseringen Af Danmark“ (SIAD), in Krusau/Kruså erneut eine Demonstration. Am 06.Dezember 2015 wollten sie in Pattburg/Padborg ihrem 3.Versuch die Grenze zu schließen durchführen. Dies wurde von Gegendemonstranten*innen erfolgreich verhindert.

Neonazis und RassistInnen…
SIAD ist eine Gruppierung, in der sich Neonazis und RassistInnen aus unterschiedlichen rechten Zusammenschlüssen vereinen: Dansk Folkeparti (DF) , „Danish Defence League (DDL) “. Sie geben vor, für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren, jedoch stehen sie für Unterdrückung und Ausgrenzung. Sie machen jene, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, zu ihren Feinden.
… nicht in unserer Stadt!

Zusammen werden wir sie stoppen!
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger, alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, alle aufrechten Demokratinnen und Demokraten auf zum Protest! Lasst uns den Aufmarsch der Ewiggestrigen, den Anhängern des schlimmsten Verbrechens der Menschheitsgeschichte, verhindern!

Mehr Infos:

Gemeinsam sind wir bunter auf Facebook unter:  https://www.facebook.com/events/941071069294380/

Gegen Flegida FÜR Demokratie und Menschlichkeit auf Facebook unter: https://www.facebook.com/Gegen-Flegida-F%C3%9CR-Demokratie-und-Menschlichkeit-316981791828738/

Refugees Welcome – Flensburg auf Facebook unter: https://www.facebook.com/refugeeswelcomeflensburg/?fref=ts

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