Archiv für den Tag 16. Oktober 2015

Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar und Oberbürgermeister Simon Faber verurteilen den Brandanschlag auf zukünftige Asylbewerberunterkunft

Diskussion und Meinungsäußerungen ja – Gewalt und Brandanschläge nein.

Flensburg. Mit großer Bestürzung haben Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar und Oberbürgermeister Simon Faber heute die Nachricht erhalten, dass in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Brandanschlag auf eine zukünftige Asylbewerberunterkunft in der Travestr. verübt wurde. Noch am Nachmittag informierten sie sich vor Ort gemeinsam mit Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler über das Schadensausmaß und ließen sich von der Polizei eine aktuelle Einschätzung der Situation und des Tathergangs geben.

„Als Flensburger Stadtpräsidentin verurteile ich den Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in der Travestraße am 16. Oktober 2015 und hoffe, dass dieser schnell aufgeklärt wird. Damit derartige Anschläge keine Nachahmungstäter finden, müssen wir als Politiker offen und ehrlich mit den Bürgerinnen und Bürgern über Probleme und Ängste im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation in unserer Stadt sprechen. Es bleibt zu hoffen, dass die gestern und heute beschlossenen Änderungen zu den Asylregelungen in Deutschland zu einer Entspannung in der Flüchtlingsproblematik führen. Auf Hilfe anderer Länder der EU werden wir aber vergeblich hoffen“, kommentiert Stadtpräsidentin Swetlana Krätschmar die Geschehnisse.

Auch Oberbürgermeister Simon Faber findet deutliche Worte: „Über die derzeitige Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kann man geteilter Meinung sein. Über die Einstellung zu kriminellen Handlungen jedoch keinesfalls. Straftaten dürfen kein geeignetes Mittel der politischen Willensbildung sein. Die Flüchtlingsunterbringung ist eine Aufgabe, der wir uns in Flensburg gemeinschaftlich stellen müssen. Ich bin mir auch sicher, dass uns dies gut gelingen wird. Als Konsequenz aus den Vorkommnissen in der Travestr. habe ich heute veranlasst, dass zukünftig eine ständige Bewachung von Flüchtlingsunterkünften erfolgt“.

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen im Gebäude werden die Brandschäden in der Travestr. in den kommenden Tagen beseitigt, so dass die Unterkunft Ende des Monats bezogen werden kann.

Brand in Flüchtlingsunterkunft in Flensburg – Innenminister Stefan Studt verurteilt Tat „auf das Schärfste“

Pressemitteilung des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein

KIEL/BERLIN/FLENSBURG. Innenminister Stefan Studt hat das Feuer in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Flensburg verurteilt. „Angriffe auf Unterkünfte für Menschen, die bei uns Hilfe suchen, sind Anschläge auf unsere gesamte Gesellschaft“, sagte Studt heute in Berlin am Rande einer Sitzung des Bundesrates. „Ich verurteile diese Tat auf das Schärfste.“ Schleswig-Holstein sei ein weltoffenes und tolerantes Bundesland.

Studt: „Wir wollen und werden Menschen helfen, die in große Not geraten sind. Wer Unterkünfte für diese Menschen angreift und zerstört, offenbart seine menschenverachtende Grundeinstellung.“
Die zuständigen Ermittlungsbehörden würden alles dafür tun, um die Täter möglichst schnell dingfest zu machen, so Studt.

Auch Oberbürgermeister Simon Faber äußerte sich zu der Tat: „Als Oberbürgermeister der Stadt Flensburg verurteile ich den feigen Brandanschlag auf eine unserer Asylbewerberunterkünfte auf das Schärfste. Gewalt darf nie ein Mittel der Auseinandersetzung mit politischen Fragestellungen werden. Ich bin mir sicher, dass die Flensburger diese Auffassung teilen und wir auch in Zukunft die Sicherheit der Menschen, die bei uns Schutz suchen, garantieren können“.

Mehr zum Brandanschlag auch auf shz.de Flensburg-Fruerlund : Feuer in Flüchtlingsunterkunft: Faber lässt Unterkünfte überwachen
In einem leerstehenden Hochhaus in Fruerlund bricht ein Feuer aus. Nächste Woche sollten dort Flüchtlinge einziehen. Die Politik zeigt sich entsetzt. http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/feuer-in-fluechtlingsunterkunft-faber-laesst-unterkuenfte-ueberwachen-id10970041.html

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