Stadt Flensburg schafft neue Unterkünfte für Asylbewerber

Kurzfristiger Baubeginn „Am Dammhof“ und „An der Reitbahn“

Flensburg. Auf der Grundlage des Finanzausschussbeschlusses vom 03.09. hat der städtische Fachbereich Vermögen nun grünes Licht für den Umbau der beiden Standorte „An der Reitbahn 17“ und „ehemaliges JAW Am Dammhof“ gegeben.

Die Liegenschaft „An der Reitbahn 17“, die zum Verkauf vorgesehen ist, wird nun vorerst in städtischem Eigentum verbleiben und als Unterkunft für Asylsuchende umgebaut. Von den Umbaumaßnahmen betroffen ist ausschließlich das Kopfgebäude. Die ebenfalls auf dem Gelände befindliche Turnhalle, die bereits seit geraumer Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt ist, wird abgeriegelt, da eine Nutzung aus Sicherheitsgründen nicht in Frage kommt. An diesem Standort ist eine Unterbringung von 70 Asylbewerbern vorgesehen.

Am Standort „Am Dammhof“ soll die bisherige Planung, die einen eheblichen Vorlauf erfordert hätte, überarbeitet werden, so dass bis zu 55 Personen im Gebäude des ehemaligen JAW untergebracht werden können.

Die beiden Objekte können die zu erwartenden Bedarfe zwar nicht abdecken, aber zu einer teilweisen Entlastung bei der weiteren Suche nach geeigneten Unterbringungen beitragen. Der Fachbereich Vermögen der Flensburger Stadtverwaltung ist weiterhin darauf eingestellt, zusätzliche Möglichkeiten für die Unterbringung zu benennen und weitere Standorte im Stadtgebiet zu erschließen.

Kommentar von Jörg Pepmeyer:

Mehr sozialer Wohnungsbau!

Die generelle Konsequenz aus dem obigen Beitrag muss lauten: Die Bundesregierung muss nicht nur angesichts der weiter wachsenden Zahl der Flüchtlinge in unserem Land zügig ein Wohnungsbauprogramm im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus auflegen, das nicht nur den Flüchtlingen nutzt, sondern auch denjenigen wohnungssuchenden Menschen in Flensburg und Deutschland, die aufgrund ihres geringen Einkommens keine bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnungen mehr finden. Für Flensburg würde das ebenso die Gründung einer neuen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft bedeuten.

Und Geld dafür gibt es zuhauf, wenn man diejenigen, die in den letzten Jahren am meisten von der Wirtschaftsentwicklung profitiert haben, zur Kasse bittet und nicht die, die in den letzten Jahren über Gebühr bluten mussten. Zudem gilt es damit zu verhindern, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden und sich der Frust und die Wut der in prekären Verhältnissen lebenden Menschen gegen die Flüchtlinge wendet. Die Aufmerksamkeit, die den Flüchtlingen zuteil wird, muss daher ebenso denjenigen gelten, die seit Jahren gesellschaftlich benachteiligt werden: Hartz-IV-Empfänger, Geringlöhner und ihre Familien, arme Rentner etc. Deutschland muss ein lebenswertes Land für alle sein! Und wie bereits geschrieben, Geld dafür ist zuhauf da. Siehe hierzu den Beitrag von Nicolai Kwasniewski auf Spiegel-Online: Vermögensverteilung – Deutschland ist gespalten – in Superreiche und den Rest
In keinem Land Europas ist der Reichtum so ungleich verteilt wie in Deutschland. Eine neue Untersuchung zeigt: Allein das reichste Prozent besitzt ein Drittel des gesamten Privatvermögens.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegen-sind-in-deutschland-sehr-ungleich-verteilt-a-1051286.html

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Veröffentlicht am 7. September 2015, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Die Konsequenz aus dem obigen Beitrag: Die Bundesregierung muss zügig ein Wohnungsbauprogramm im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus auflegen, das nicht nur den Flüchtlingen nutzt, sondern auch denjenigen wohnungssuchenden Menschen in Deutschland, die aufgrund ihres geringen Einkommens keine bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnungen mehr finden. Und Geld dafür gibt es zuhauf, wenn man diejenigen, die in den letzten Jahren am meisten von der Wirtschaftsentwicklung profitiert haben, zur Kasse bittet und nicht die, die in den letzten Jahren über Gebühr bluten mussten. Zudem gilt es dami zu verhindern, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden und sich der Frust und die Wut der in prekären Verhältnissen lebenden Menschen gegen die Flüchtlinge wendet. Die Aufmerksamkeit, die den Flüchtlingen zuteil wird, muss ebenso denjenigen gelten, die seit Jahren gesellschaftlich benachteiligt werden: Hartz-IV-Empfänger, Geringlöhner und ihre Familien, arme Renntner etc. Deutschland muss ein lebenswertes Land für alle sein! Und wie bereits geschrieben, Geld dafür ist zuhauf da. Siehe den Beitrag von Nicolai Kwasniewski auf Spiegel-Online Vermögensverteilung: Deutschland ist gespalten – in Superreiche und den Rest
    In keinem Land Europas ist der Reichtum so ungleich verteilt wie in Deutschland. Eine neue Untersuchung zeigt: Allein das reichste Prozent besitzt ein Drittel des gesamten Privatvermögens.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/vermoegen-sind-in-deutschland-sehr-ungleich-verteilt-a-1051286.html

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