Unterbringung von Flüchtlingen in Flensburg

Bundesweite Entwicklung der Flüchtlingszahlen erfordert zügige Entscheidungen vor Ort

Pressemitteilung der Stadt Flensburg. Die bundesweite Entwicklung der Flüchtlingszahlen zeigt sich auch zunehmend in Flensburg. Während zur Jahresmitte noch rund 400 Flüchtlinge in der Stadt untergebracht werden mussten, wird sich die Zahl der Flüchtlinge bis zum Jahresende nahezu verdoppeln. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich ist derzeit nicht absehbar.

Dies stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Die grundsätzliche Ausrichtung einer dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge soll dabei weiterhin im Fokus bleiben. Allerdings hat sich gezeigt, dass der Flensburger Wohnungsmarkt derzeit nicht die Möglichkeit bietet, ausreichend Wohnungen oder Häuser anzumieten, um die hohe Zahl an Flüchtlingen adäquat unterzubringen.

Der Finanzausschuss hat deshalb bereits auf seiner Sitzung am 30.07.2015 beschlossen, Wohncontainer anzumieten und an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet aufzustellen. Die Standorte hierfür werden derzeit geprüft. Doch auch die Beschaffung der Container entwickelt sich aufgrund der Nachfrage im gesamten Bundesgebiet nicht so zügig, wie es erforderlich wäre.

Um die in den nächsten Wochen zu erwartenden Flüchtlinge unterzubringen, wird die Stadt deshalb das derzeit ungenutzte städtische Gebäude der Paulus Paulsen Schule für ein Wohnnutzung für bis zu 80 Personen herrichten. Die Umbauarbeiten werden noch in dieser Woche beginnen, der Einzug der ersten Flüchtlinge wird in der nächsten Woche erwartet.

Neben diesem Standort werden weitere Immobilien für die Unterbringung geprüft werden müssen. Die Stadt legt dabei Wert darauf, dass die Unterbringung von Flüchtlingen über das gesamte Stadtgebiet erfolgt. Nicht zuletzt, um die Integration der Flüchtlinge in unsere Stadt zu erleichtern.

Die Etablierung einer Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Campusgelände durch das Land Schleswig-Holstein im Herbst 2016 bleibt von den aktuellen Flensburger Entwicklungen unberührt.

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Veröffentlicht am 13. August 2015, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Die Stoßrichtung ist zweifelsohne richtig..gibt es weiterhin Möglichkeiten, große Flensburger Firmen & Betriebe – auch Institutionen wie das Diakonische Werk/ Nordelbische Kirche – von denen man definitiv weiß, daß sie über Räume/Räumlichkeiten ( private, Versammlungs-, Betriebsgebäude/ Gebäudekomplexe) größeren Außmaßes verfügen, anzuschreiben/ anzusprechen, um sie um Nutzungsrechte zu bitten, sofern nicht anderweitig schon Nutzungspläne für sie vorliegen ? mir fallen gerade einige zentral liegende Gebäude ein, die sich im Besitz der evangel Kirche befinden.. Flensburg, zeige endlich Transparenz !

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  2. Wie steht´s mit dieser Idee: Es gibt so viele reiche Leute in Flensburg und Umgebung mit richtig großen Hütten, da passen bei vielen doch wenigstens 3-4 Flüchtlinge noch mit rein. Wir machen also dafür ein Villenkataster, alles, was über 120 qm groß ist, wird anteilig für die Unterbringung von Flüchtlingen zwangsrequiriert. Dann können die Reichen ihren Teil dazu leisten, das Flüchtlingselend zu mindern. In Holnis steht übrigens eine riesige Villa leer. Mit herrlichem Blick auf die Ostsee. Warum soll man dies Flüchtlingen vorenthalten? https://youtu.be/cIz_ZLoC_dw

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