Der Rote Salon mit Buchautor Carsten Prien: „Die politische Theorie Rudi Dutschkes“ am 19.06.2015 in Flensburg

Einladung zum „Roten Salon

am 19.06.2015 um 19:30 Uhr
im BürgerInnen-Büro der Linken
Norderstrasse 88, Flensburg

Nach einem Initiativ-Referat von Carsten Prien, basierend auf seinem im Mai 2015 erschienen Buch „Dutschkismus – Die politische Theorie Rudi Dutschkes“, wird zu einer regen Diskussion über das Gehörte eingeladen.

„Die höchste Form der Selbsttätigkeit ist ihre organisierte Form.“

Rudi Dutschke

Wer sich der Geschichte nicht erinnert, heißt es, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.  Dann belästigen die alten, unerledigten historischen Aufgaben in den stets wechselnden Kostümen der Zeit die lebenden Generationen mit der Hartnäckigkeit und Zudringlichkeit eines untoten Wiedergängers. Was bedeutet das für die politische Linke? Seit den Tagen der Ermordung von Luxemburg und Liebknecht ist sie fixiert an den schiefen, unechten Widerspruch zwischen sozialdemokratische Massen- und leninistische Kaderpartei. Dieser ungelöste und unlösbare Widerspruch perpetuiert die Spaltung der Klasse. dutschkismusUnd folglich sinkt die Masse nach jedem Aufbegehren auf das apolitisches Niveau totaler Vereinzelung zurück, in ihrem Spontaneismus hilfloses Opfer eines verschärften ‚Klassenkampfes von oben‘. In der sozialistischen Tageszeitung ‚Junge Welt‘ war vor wenigen Wochen der Satz zu lesen: „Nach dem Mauerfall galt nicht mehr das Bonmot von Rudi Dutschke, am Realsozialismus wäre alles real, nur nicht der der Sozialismus, sondern die Erkenntnis: Schlimmer als die DDR ist ihre Abschaffung.“ Es soll also die Idiotie des Ost-West-Gegensatzes und die sich d a r a u s ableitende Definition, was ‚links‘ und was ‚rechts‘ sei, konserviert und verewigt werden – ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall! Dutschkes Kritik am ‚Realsozialismus‘ und seine organisationstheoretischen Schlussfolgerungen aus ihr waren damals, zur Zeit des ungleichzeitigen Noch-Bestehens der Sowjetunion und der DDR, ihrer Zeit voraus und sie sind es, zum Schaden für die Linke in der BRD, noch immer.

Der Vortrag will darum an Dutschkes verdrängte Lösungsvorschläge für diese ungelösten Aufgaben erinnern.

Die Zeit scheint günstig dafür, reif ist sie sowieso.

Die Rosa Luxemburg Stiftung SH und das Abgeordnetenbüro von Cornelia Möhring stellen in Kooperation mit dem Ousia Lesekreis Verlag zur Diskussion!

Beste Grüße,
Henning Nielsen

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Veröffentlicht am 15. Juni 2015, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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