Archiv für den Tag 17. November 2014

Tagungshotel am Flensburger Rathausplatz: WiF und LINKE schalten Kommunalaufsicht ein

Unregelmäßigkeiten im Planungsverfahren und beim Grundstücksverkauf ?

Morgen am 18.11. gibt es ja die Bürgerversammlung im Technischen Rathaus zum neuen Tagungshotel am Rathaus. Relativ zügig haben jetzt die Flensburger Ratsfraktionen der WiF und der LINKEN, wie man heute dem Flensburger Tageblatt entnehmen konnte,  die Kommunalaufsicht in Marsch gesetzt, um Licht ins Dunkel der zahlreichen Ungereimtheiten beim Verkauf des städtischen Grundstücks an Gerd Theilen und des von der Verwaltung für ihn in Gang gesetzten vereinfachten Bauverfahren nach § 34 BauGB.zu bringen.

Der untenstehende Beitrag von Holger Ohlsen im Flensburger Tageblatt von heute dürfte die Debatte morgen Abend sicherlich befeuern. Man darf gespannt sein, welche Erklärungen insbesondere die Verwaltung zu den „Ungereimtheiten“ im derzeitigen Planungsverfahren und zu den Merkwürdigkeiten um den Verkauf des städtischen Grundstücks am Rathausplatz hat. Es stellt sich angesichts der sehr nüchternen Ausführungen von Holger Ohlsen zudem die Frage, ob Flensburgs Oberbürgermeister Simon Faber nicht lieber einzelne leitende Verwaltungsmitarbeiter der Stadt zumindest vorübergehend und recht zeitnah mit anderen Aufgaben betrauen sollte. Dies auch, um weiteren Vertrauensverlust der Flensburger Verwaltung vorzubeugen und um eindeutig die Unabhängigkeit der Verwaltung und ihrer Entscheidungen zu dokumentieren.

Jörg Pepmeyer

Mehr in dem Artikel von Holger Ohlsen im Fleensburger Tageblatt vom 17.11.2014:

Tagungshotel in Flensburg: Kiel plant jetzt mit

Die Fraktionen der WiF und der Linken sehen beim geplanten Hotel auf dem Rathausplatz Ungereimtheiten in Verfahren und Preisfindung – und schalten die Kommunalaufsicht ein. Weiterlesen unter:
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/tagungshotel-in-flensburg-kiel-plant-jetzt-mit-id8209976.html

Buchvorstellung und Lesung „Agnese geht in den Tod“ von Renata Viganò am 24.11.2014 in Flensburg

Die Lektorin Ulrike Schimming – die das Buch überarbeitet hat – sowie die Verlegerin und Herausgeberin Karen Nölle werden dieses lange „verschüttete“ Werk der italienischen Autorin Renata Viganò präsentieren:

Buchvorstellung und Lesung am Montag, 24. November um 19:30 Uhr in der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, Große Straße 34, 23937 Flensburg
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Tigerberg e.V. – Eintritt 6,- € (erm. 4,- €)

Agnese geht in den Tod

Roman, Band 23 der edition fünf
Deutsch von Ina Jun-Broda, neu bearbeitet und mit einem Nachwort von Ulrike Schimming
gebunden, 312 Seiten € 21,90  ISBN 978-3-942374-46-0

Ihre Tarnung ist ihre stärkste Waffe: Eine einfache Frau wird zur Partisanin.
Dieser Roman ist eine echte Wiederentdeckung – in Italien berühmt, auf Deutsch bisher nur 1951 in der DDR erschienen, ein bewegender Roman über den Zweiten Weltkrieg, ein Blick in den italienischen Untergrund beim Kampf gegen die nationalsozialistische Besatzung – ein geradliniger, spannender, in seinem Ernst und seiner Einfachheit ergreifender Roman!

Wer noch unsere Lesung mit Robert Cohen über das „Exil der frechen Frauen“ erinnert , ist bereits bestens im Thema!
(siehe http://www.cvo-buchladen.de/veranstaltungen.html#cohen)

Band_23_Vigano_UMSCHLAG_140416.inddItalien wird nach dem Tode Mussolinis von den Nationalsozialisten besetzt. Als die alternde Wäscherin Agnese einen einheimi-
schen Soldaten bei sich aufnimmt, verpfeifen die Nachbarn sie an die Besatzer. Ihr Mann wird abgeholt und stirbt noch auf dem Weg ins KZ. Agnese schliesst sich dem Widerstand an und übermittelt Nachrichten, transportiert Lebensmittel und Spreng-
stoff als Botin auf dem Fahrrad . »La Responsabile« heißt die fürsorgliche Agnese bei den Partisanen. In einem Racheakt erschlägt Agnese einen Deutschen. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf: Agnese muss fliehen und geht in den Untergrund.  Der Winter 1945 bringt schließlich die Katastrophe: Die Partisanen sind vom Eis eingeschlossen, und Agnese gerät in eine deutsche Kontrolle …

Die Italienerin Renata Viganò (1900 − 1976) schrieb Erzählungen und Romane. »Agnese geht in den Tod« ist ihr berühmtestes Werk. Ihr Haus in Bologna war ein bekannter Treffpunkt für Schriftsteller, Philosophen, ehemalige Partisanen.
Die Verfasserin des Nachworts,  Ulrike Schimming, arbeitet als Übersetzerin aus dem Italienischen, freie Lektorin und Dokumentationsjournalistin. Außerdem betreibt sie ihren Blog »letteraturen«, auf dem sie neue Kinder- und Jugendbücher, Comics und Graphic Novels vorstellt.
Die Verlegerin und Herausgeberin Karen Nölle hat vor einigen Jahren mit einigen Kolleginnen den Verlag edition fünf aus der Taufe gehoben, in einer Selbstdarstellung heisst es:
Wir verlegen Bücher, die wir selbst uns im Regal oder auf dem Nachttisch wünschen, von Autorinnen, die wir vermisst haben. Weil ihre Texte unsere Herzen höher schlagen lassen, uns begeistern und uns ein bisschen klüger machen.
Jeden Herbst schnüren wir ein Fünferpaket aus bekannten und unbekannten Titeln, die allzu schnell vom Markt verschwunden sind oder denen wir mehr Beachtung wünschen, Lieblingsbücher, die unbedingt lieferbar sein sollten: eigensinnige, sinnliche, kluge Bücher, Werke deutscher Autorinnen und deutsche Übersetzungen von Autorinnen aus aller Welt.

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