1. September – DIE LINKE ruft auf zum Antikriegstag 2014 in Flensburg

Auf zum Antikriegstag!

Das Datum 1. September für den Antikriegstag ist nicht zufällig gewählt. Es erinnert an den Beginn des Überfalls Nazideutschlands auf Polen am 1. September 1939. Das war der Tag, an dem der deutsche Imperialismus einen Krieg anzettelte, der 55 Millionen Menschen das Leben kostete und Europa in Trümmer legte, darunter auch Deutschland selbst.

Wohin die deutsche Expansionspolitik im 20. Jahrhundert zweimal geführt hat, sollte erinnert werden, wenn heute wieder “Deutschland am Hindukusch verteidigt wird”, die deutsche Kriegsflotte wieder im Mittelmeer und im Roten Meer die “Transportwege sichert”, wenn die Bundeswehr in afrikanische Staaten einsickert, wenn CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne unisono die Bürger auf “Menschenrechtsinterventionen” und “Deutschlands Verantwortung” in aller Welt einstimmen.

“Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen” war nach der Befreiung vom Faschismus die Parole.  Das Tabu, dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgehen darf, wurde in den 1990er Jahren endgültig gebrochen.

Deutschland führt Krieg !

Mit grosser Sorge sehen wir, dass gerade diese militärischen Interventionen in vielen Teilen der Welt zu fürchterlichen Bürgerkriegen geführt haben – gerade in Europa wird eine wachsende Konfrontation mit Russland heraufbeschworen (Der Spiegel: „Stoppt Putin jetzt!“) und ein regionaler Konflikt schier unaufhaltsam militärisch zugespitzt. Mässigende und kompromissorientierte Stimmen kommen kaum mehr zu Wort – stattdessen werden militärische Aufrüstung und entsprechende Aufmärsche propagiert. Derzeit führt die ukrainische Regierung unter dem Oligarchen Poroschenko einen Krieg im eigenen Land, in der Ostukraine, dabei ist die Zivilbevölkerung wieder einmal die Hauptleidtragende.
DIE LINKE fordert ein Ende sämtlicher militärischen Aktionen und eine Verhandlungslösung unter Beteiligung aller Konfliktparteien, auch der Akteure in der Ostukraine. Die Bundesregierung hat die kriegerische Politik der ukrainischen Regierung unter Poroschenko massiv unterstützt – wir fordern, dass sie ihren großen Einfluss dazu verwendet, eine sofortige, wirksame Waffenruhe, einen Waffenstillstand  und eine Verhandlungslösung zu erreichen. Die Beschießung der Zivilbevölkerung muss endlich beendet werden und faschistische Kräfte, die massgeblich den Militär- und Sicherheitsapparat lenken und kontrollieren, dürfen auch in der Ukraine keine Rolle mehr spielen.

Gegen die Militarisierung der Politik

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, auf sämtliche Aufrüstungsvorhaben (Drohnen!) zu verzichten und Waffenexporte in die Krisenregionen zu stoppen, Militärkooperationen sind spätestens angesichts dieser Kriege völlig inakzeptabel. In diesen Regionen ist nicht fehlendes Kriegsgerät das Problem, sondern gerade das riesige Überangebot an Waffen und Munition.
Angesichts der wachsenden Zahl von Bürgerkriegen wendet sich DIE LINKE in aller Entschiedenheit gegen eine weitere Militarisierung der bundesdeutschen Außen- und Innenpolitik. Die Aufrufe des Bundespräsidenten Joachim Gauck, „auch zu den Waffen zu greifen“ weisen wir zurück. DIE LINKE stellt sich gegen eine Außenpolitik, die immer mehr militärisch denkt und handelt. DIE LINKE will konsequent eine Zivilisierung der Außenpolitik.

Widerspruch, Widerstand und ziviler Ungehorsam werden (wieder einmal) zur ersten Bürgerpflicht. Genauso wie wir uns dem Kriegsgetöse entgegenstemmen werden wir alles tun, um dem umsichgreifenden Rassismus hierzulande entgegenzutreten, sei es nun in Form der geschürten Islamophobie oder des neu-alten Antisemitismus.

Veranstaltungen am 30. August und 1. September:

Wir wollen in Flensburg in Zusammenarbeit mit unseren FreundInnen und GenossInnen aus der dänischen Freidensbewegung und der Enhedslisten unserer Besorgnis und unserem Friedenswillen Ausdruck verleihen und rufen alle Bürger_innen auf, nach dem „Friedensmarkt“ (ab 11:00 Uhr) in der Flensburger Fußgängerzone am Samstag, den 30. August zur Teilnahme an einer Kundgebung an der Holmnixe auf!
Wir möchten darüber hinaus noch auf folgende Termine direkt am 1. September hinweisen und rufen zur Teilnahme auch an diesen Veranstaltungen auf:

– 12 Uhr DGB: Gedenkveranstaltung am Mahnmal „Harrislee Bahnhof“
– 14 Uhr DGB: Gedenkveranstaltung an der KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing
– 16 Uhr Linke, VVN-BdA, DFG-VK: Krieg beginnt hier! – Bramstedtlund
Treffen für Fahrgemeinschaften: 15 Uhr, Flensburg Exe
– 17 Uhr DGB: Gedenkveranstaltung an der KZ-Gedenkstätte Ladelund

Verantwortlich: Henning Nielsen (Vors. Die LINKE.Kreisverband Flensburg)

Veranstaltungen des DGB Region S-H Nordwest zum Antikriegstag 2014

DGB Antikriegstag 1. September 2014

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Veröffentlicht am 28. August 2014, in Flensburg News. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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