Archiv für den Tag 31. Januar 2014

Arbeitslosenzahlen und der Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit Flensburg für Januar 2014

Aus der Presse Info 015/2014 der Arbeitsagentur Flensburg vom 30.01.2014 Mehr Zahlen aus den Kreisen NF und SL-FL hier

Der Arbeitsmarkt im Bezirk Flensburg

Bezirk Flensburg
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Norden Schleswig-Holsteins weiter gestiegen:
Im Januar waren im Agenturbezirk Flensburg 20.913 Personen arbeitslos gemeldet, 1.797 (9,4 Prozent) mehr als im Vormonat, 425 (-2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,7 Prozent (Vormonat: 8 Prozent; Vorjahr: 9,1 Prozent).

Heike Döpke, Leiterin der Agentur für Arbeit Flensburg: „Das Saisonende in der Tourismusbranche macht sich auf dem Arbeitsmarkt weiterhin deutlich bemerkbar. Es haben sich im gesamten Bezirk zahlreiche Arbeitskräfte aus der Gastronomie und Hotellerie sowie Reinigungs- und Verkaufskräfte arbeitslos gemeldet. Witterungsbedingt kam es zudem zu Entlassungen im Gartenbau, im Hoch- und im Tiefbau. Auffällig waren auch verstärkte Arbeitslosmeldungen im Lager- und Transportwesen.“

Bei den älteren Arbeitnehmern (50 Jahre und älter) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 3 Prozent. Döpke: „Die Beschäftigungsquote der über 50-Jährigen ist im Agenturbezirk Flensburg mit 44,1 Prozent (Jahresdurchschnittswert 2013) deutlich geringer als in Schleswig-Holstein (47 Prozent) und in Westdeutschland (47,9 Prozent).“ Überproportional hoch sei der Anteil der älteren Arbeitslosen bei den Wachleuten, den Gebäudetechnikern, den Bürokräften und den Kraftfahrern.

Von den rund 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Altersgruppe 50-65 Jahre im Bezirk arbeiten die meisten im Gesundheits- und Sozialwesen (7.000), im Handel (6.700), in der Verwaltung (5.400) sowie im verarbeitenden Gewerbe (3.800).
„Ältere Arbeitnehmer werden insbesondere wegen ihrer Zuverlässigkeit und Berufserfahrung von den Unternehmen geschätzt“, so Döpke.

„Die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer und Arbeitsloser, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu erreichen, wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem Jahr sein.“ So seien ältere Arbeitnehmer herzlich eingeladen, die Bildungsmesse am 06. Februar in der Agentur für Arbeit und im Jobcenter Flensburg zu besuchen, um sich über passende Schulungsangebote zu informieren.

Dem Arbeitgeberservice waren im Januar 2.011 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 12 mehr als im Dezember, 41 mehr als vor einem Jahr.

Die meisten freien Stellen und auch den größten Zuwachs an Stellen gibt es im Einzelhandel, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Zeitarbeit sowie im Gesundheits- und Pflegewesen.

Stadt Flensburg
Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 307 (6,2 Prozent) auf 5.266. Ein Rückgang um 176 (-3,2 Prozent) im Vergleich zum Januar 2013.
Die Arbeitslosenquote stieg von 10,4 auf 11,1 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent).

Arbeitslosmeldungen gab es vor allem bei den Köchen, den Lagerarbeitern und den Reinigungskräften.

422 sozialversicherungspflichtige Jobs waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 41 weniger als im Dezember, 89 weniger als vor einem Jahr. Der größte Bedarf besteht derzeit in den Zeitarbeitsfirmen, im Einzelhandel und in den Gesundheits- und Pflegeberufen.

Jobcenter Flensburg
Alle 3.890 arbeitslosen Flensburger, die Arbeitslosengeld II beziehen, betreut das Jobcenter Flensburg, 143 (3,8 Prozent) mehr als im Dezember, 35 (-0,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Januar um 25 auf 6.342.
In den Bedarfsgemeinschaften betreut das Jobcenter aktuell 10.773 Kunden.

Mehr Zahlen auch zur Unterbeschäftigung und zur verdeckten Arbeitslosigkeit auf Seite 9 und 10 im Arbeitsmarktreport Januar 2014 der Arbeitsagentur Flensburg: Arbeitsmarktreport für_AA 119 Flensburg_201401

Die Zahl der SGB-II-LeistungsbezieherInnen und Bedarfsgemeinschaften in Flensburg steigt erheblich:SGB II Januarzahlen FL 2014

„Rote Null“ – Flensburger Haushalt 2013 schliesst wesentlich besser ab als geplant

Jahreshaushaltsergebnis 2013 liegt vor

Flensburg. Der vorliegende Jahreshaushaltsabschluss 2013 schließt wesentlich besser ab als geplant. So konnte das Defizit von geplanten 17,9 Mio. auf 71.200 € gesenkt werden. „Mit dem deutlich verbesserten Ergebnis und dem damit fast ausgeglichenen Haushalt erreichen wir die „Rote Null“, freut sich Oberbürgermeister Faber. „Parallel zu den Entwicklungen im Landeshaushalts haben auch wir die Auswirkungen der guten Konjunktur in Flensburg spüren können. Nun heißt es auf Kurs zu bleiben, damit wir in Zukunft auch wieder positive Haushaltsabschlüsse verzeichnen können. Denn unser bisher aufgelaufene Defizit in Höhe von 64,7 Mio. € zeigt, dass wir uns weiter anstrengen müssen, um auch den bestehenden Schuldenberg abzutragen- Hierzu bedarf es künftig eines Haushaltsüberschusses in Höhe von 6 Mio. € jährlich.“

Bürgermeister und Kämmerer Henning Brüggeman weist darauf hin, „dass ein Großteil der Mehreinnahmen Entwicklungen geschuldet sind, die wir als Stadt nicht beeinflussen können. Natürlich ist das Ergebnis aber auch durch unsere eigenen Anstrengungen, wie etwa den Haushaltsstabilisierungspakt und die Strategische Haushaltskonsolidierung stark beeinflusst. Das zeigt, dass wir nicht vom Kurs abkommen dürfen, um wieder Handlungsspielräume zu gewinnen. Bund und Land müssen im Zuge der Reform des Finanzausgleiches bzw. der geplanten Entlastung der kommunalen Ebene bei den Kosten der Eingliederungshilfe eine deutliche Unterstützung bei der Haushaltssanierung leisten. „Korrekturbedarf besteht im Übrigen hinsichtlich des statistisch verordneten Einwohnerrückganges auf Basis des mit fragwürdigen Methoden ermittelten und aus Sicht der Stadt Flensburg fehlerhaften Zensus-Ergebnisses“, erläutert Brüggemann.

Auch die Vorsitzende des Finanzausschusses, Erika Vollmer, freut sich über das gute Ergebnis: „Der Finanzausschuss wird sich nun eingehend mit dem positiven Abschluss 2013 auseinander setzen und prüfen, welche Rückfolgerungen sich aus dem guten Abschluss für die Anpassung des Nachtragshaushaltes für 2014 ergeben. Ein ausgeglichender Haushalt ist der erste Schritt, damit wir nicht länger auf Kosten unserer Nachfolgegenerationen leben“, so Vollmer weiter.

Stadt Flensburg, Pressestelle des Rathauses, Flensburg, 30. Januar 2014

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