Archiv für den Tag 20. September 2013

Leserbrief zur abgewiesenen Klage der Jungen Union vor dem Landesverfassungsgericht in Schleswig gegen die Befreiung des SSW von der 5%-Hürde

Wie zynisch und verlogen als Landes-CDU erst die Junge Union vorzuschicken, dem SSW eins auszuwischen, um dann wie die Flensburger CDU zu sagen, wir haben damit nichts zu tun. Wer solch eine politische Kultur im Lande pflegt, hat sicherlich nicht das Recht bei der Bundestagswahl auch nur eine einzige Stimme zu bekommen.

Aus diesem Anlass möchten wir den Leserbrief von Dr. Heinz Jockers in der FLENSBORG AVIS vom 20.9.2013 allen politisch interessierten BürgerInnen zum Lesen empfehlen:

Feigheit und Intrige

Læserbrev

Dr. Heinz Jockers, Hamburg parteilos (red@fla.de)

fredag, 20. sep 2013

An die Junge Union Schleswig-Holstein:

Demokratie bedeutet a priori die Unterdrückung von Minderheit! Das haben Sie mit Ihrem Vorgehen eindrucks­voll unter Beweis gestellt! Ihre politischen Väter haben das mal verantwortungsvoller gesehen, den Schutz und das Überleben der politischen Minderheit in Schleswig-Holstein zu garantieren.

Man fragt sich, ob Sie auf gleiche Weise vorgegangen wären, wenn der SSW mit der CDU koaliert hätte. Vielleicht fragen Sie sich mal, warum der SSW das nicht gemacht hat. Das ist doch kein Geheimnis!

Es drängt sich der Verdacht auf, dass es Ihnen nicht um eine generelle Frage über die politische Rolle von Minderheiten in Deutschland ging, sondern um die politische Macht in Schleswig-Holstein. Solch ein Verhalten nennt man wohl »scho­fel« (schäbig)!

Vielleicht haben Sie auch die Vorstellung, Minderheit ist mit Volkstanzgruppe ausreichend definiert. Vielleicht wissen Sie nicht, dass die dänische und die friesische Volksgruppe ein langes historisches Recht auf dieses Land haben. Dem haben frühere Politiker Rechnung getragen, auch aus Ihrer Partei.

Überall auf der Welt wird die Minderheitenpolitik im Norden Deutschlands und Süden Dänemarks als vorbildhaft gepriesen. Das Verhältnis zu unserem nördlichen Nachbarn ist sehr gut. Sie setzen viel aufs Spiel – und nur wegen politischer Macht und wohl auch persönlichem Karrierestreben. Es zeugt von Feigheit und Intrige, wenn die CDU sich da heraushält. Oder wollen Sie uns weismachen, dass Ihr Vorgehen nicht abgestimmt gewesen ist und Sie unabhängig von der CDU agieren? Schutz, Rechte und Unterstützung von Minderheiten stehen auf jeden Fall nicht auf Ihrer Agenda!

Schämen Sie sich!

Zukunft geht besser: Wann kommt der Flensburger Bücherbus mit umweltfreundlichem, CO2-freiem Brennstoffzellenantrieb?

Pressemitteilung der Energiegenossenschaft Flensburg vom 19.09.2013 – Die EnergieGenossenschaft Flensburg (EGFL) fordert die Anschaffung eines neuen Bücherbusses mit CO2-freiem Brennstoffzellenantrieb als zukunftsweisendes Leuchtturmprojekt für die Energiewende und als Beitrag zum Klimaschutz in Flensburg und Umgebung.

Der einstimmige Beschluss der Ratsversammlung vom 25.4.2013 verpflichtet die Stadt Flensburg, einen funktionierenden Bücherbus vorzuhalten. Erkannt wurde, dass ein Verzicht auf einen funktionierenden Bücherbus massive Verluste an Leser und Leserinnen, besonders aus den Reihen der Kinder, zur Folge hätte. Der jetzige Bücherbus aber muss aus Altersgründen ersetzt werden.

Obwohl die Stadt für eine CO2-freie Mobilität wirbt und der Rat ein in die Zukunft gerichtetes Handeln fordert, sollen nun Bürger und Bürgerinnen durch Aktionen Spenden, Förder- und Sponsorengelder für die Beschaffung eines neuen Busses mit alter Dieselantriebstechnologie einwerben.

Bei aller Anerkennung des Nutzens eines solchen bürgerlichen Engagements, bedauert die EGFL diese Planung und sieht sie als unzureichend im Sinne eines vorausschauenden Handelns wie vom Rat gefordert an. In Anbetracht der Energiewende und des Klimaschutzes erwartet die EGFL, dass die Stadt für eine solche Anschaffung auch alternative Fördermittel aus dem Bereich Forschung und Entwicklung einbindet.

Ein neuer Bücherbus mit einer zukunftsweisenden Brennstoffzellentechnologie auf Wasserstoffbasis erspart der Umwelt in den kommenden 5 Jahren 400 Tonnen CO2, das entspricht in etwa einem Gewicht von 10 LKWs á 40 Tonnen. Die höheren Anschaffungskosten würden durch die lange Laufzeit aufgrund der verschleißarmen Technik und die niedrigeren Verbrauchskosten des Busses kompensiert, so die EGLF. Diese betragen nur 1/3 der Verbrauchskosten eines 25-Liter-Kraftstoff verbrauchenden Dieselmotors auf 100 km. 30 Busse mit einer solchen Technologie fahren bereits im Raum Köln, Karlsruhe, Hamburg, Bozen/Italien, Brugg/Schweiz usw.

Die EnergieGenossenschaft Flensburg sieht einen Bücherbus mit CO2-freiem Brennstoffzellenantrieb darüber hinaus nicht nur als exzellentes Werbemittel für eine CO2 freie Stadt Flensburg und als notwendigen, nachhaltigen Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz, sondern auch als den Weg zu einer dezentralen Energiewende in BürgerInnenhand. Forschung, Entwicklung und die Umsetzung dieser Brennstoffzellentechnologie in der Mobilität ist die große wirtschaftliche Zukunftschance für Flensburg und Umgebung.

Für Fragen und Vorträge zur Brennstoffzellentechnologie wenden Sie sich bitte an die EnergieGenossenschaft Flensburg.

Vorstand Ursula Thomsen-Marwitz
Genossenschaftsmitglied Dieter Laske
Telefon: 0461 – 3155521
E-Mail: post@energiegenossenschaft-flensburg.de

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